Ich höre Musik und mitunter mache ich auch so eine Art Musik, dazwischen wird hier aber noch nicht unterschieden:
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klaenge

Drei Blogbeiträge der jüngeren Vergangenheit, in denen ich von mir erzeugte Klänge vorstelle:
Meine Veröffentlichungen bei der Fediverse-Bandcamp-Variante Mirlo liegen hier.
Titelbild: Filippo Buonanni: Die „Harmonische Galerie“ im Palazzo Verospi in Rom, aus Gabinetto Armonico pieno d’istromenti sonori, 1722. Kupferstich. Quelle: Bibliothek der Universität Sevilla / Flickr Commons über das Public Domain Image Archive. Gemeinfrei.
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Now playing: Phosphor
Frisch und Fruchtig

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Rezensionen
Es gibt sie noch, die richtig guten Plattenbesprechungen: Hier macht Lennart Brauwers nicht nur auf das jüngste Album der Fontaines D.C., „Dopamine Chamber“ gekonnt Appetit, sondern auch auf deren Gesamtwerk. Das Interview mit Bilderbuch die ich wegen ihres etwas betulich anmutenden Namens immer ignoriert habe, sträflich, wie sich herausstellt, ist ebenfalls sehr gut.
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Deutschpunk
Vor fast zwei Jahren kurz verlinkt, heute wiederentdeckt: Die Favourite Records des Popblogs mit der Gruppe Die Verlierer. Wie groß diese Liste ist, wie geil (Deutsch)punk war und ist, ohne zu stagnieren. Nur eine Auswahl:
Frisch Und Fruchtig von Phosphor werde ich wohl auf Vinyl erwerben.
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„Ich bin ein Außenseiter dieser Republik“ – Notizen
„Studentenmusik“ ist in manchen Kreisen ja ein gern gebrauchtes Schimpfwort , aber wenn ein Student mit seinem Professor aufgrund eines Die Nerven – Tshirts bondet und daraufhin eine Band gründet, der Professor selbst mal in The Robocop Kraus gespielt hat und dadurch ein Song wie „Ich bin ein Außenseiter dieser Republik“ entsteht: hey, her mit der Stundenten-Professoren-Musik!
Believe The Hype: Schluma & Die ZweitenYup, her damit.

Gestern habe ich erneut den BespokeSynth installiert und anhand dieses Tutorials zu nutzen begonnen. Die Hoffnung auf eine ähnlich chaotisch randomisierbaren Tracker wie Jeskola Buzz könnte sich erfüllen.
Aus dem heutigen 9punkt:
Was tun angesichts gewalttätiger Proteste (in Frankreich) und immer größerem Zulauf zu extremistischen Parteien in Europa? Vielleicht mehr Bürgerbeteiligung wagen, schlägt Philipp Bovermann in der SZ vor und verweist auf erfolgreiche Beispiele in New York, Britannien und Taiwan. „Die Herrschaft der Lautesten, die Verfechter der repräsentativen Demokratie fürchten, ist auf der Ebene der politischen Willensbildung längst etabliert. Medial existiert eine gefährlich überdrehende Basisdemokratie, ein Mangel an Delegation – von dem die Politik umgekehrt zu viel hat. Das passt nicht zusammen. Deshalb das ‚Die da oben‘-Gefühl der Entkoppelung.“
Weiter geht es mit interessanten Ausführungen zu Marina Weisbands Projekt Aula.
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my9albums

Alben? Kein Problem, aber auf neun Filme komm‘ ich nicht (via)
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Musik gekauft: Modest Mouse – Interstate 8

Es fiel der Entschluss, die frühen Modest Mouse zu hören, also bis zur, jedoch nicht einschließlich der Moon & Antarctica, die zwar auch sehr gut ist, die aber den Beginn der modernen Modest Mouse darstellt. Zum Zwecke der Vollständigkeit war dafür die Interstate 8-EP zu erwerben, die ich in meiner Erinnerung wohl mal zu alten Filesharing-Tagen besaß, nun aber nicht mehr digital vorfand. Die EP erschein am 6. August 1996, also knapp das dreißigjährige Jubiläum verpasst.
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Björk – fossora

Das bislang letzte Studioalbum von Björk, womit diese Reihe, in der ich an jedem Monatsersten ein Björk-Album erwarb, endet. Sie wird fortgesetzt, soviel steht fest, mit Éliane Radigue.
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Vom TR 909 zum P-6
Immer mal wieder schaue ich dieses Video, bei dem man Jeff Mills zuschauen kann, wie er (knieend!) einen Roland TR-909 bedient. Er behandelt die Drum Machine als das, was sie ist: ein Musikinstrument, und er beherrscht es virtuos und meisterhaft.

Bei mir steht schon seit über zwei Jahren ein Nachfolgemodell des Instruments herum, das Mills bedient. Es hat unfassbar viele Funktionen und Features, die sich mit arkanen Tastenkombinationen und verschachtelten Menüs erreichen lassen. Diverse Versuche, es auch nur im Ansatz zu beherrschen, gab ich auf.
Am heutigen ersten Urlaubstag startete ich einen neuen Versuch und bin einmal mehr zuversichtlich. Allerdings weiß ich auch, dass ich unweigerlich alles wieder vergessen werde, wenn ich nicht weitermache und übe. Aus den Youtube-Kommentaren:
The true art of knowing your gear inside out.
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Musik gekauft: ‚Set of All Sets‘ von Parts & Labor

Parts & Labor machten hymnischen Noiserock mit Synths, die kein Beiwerk, sondern wesentlicher Teil der Instrumentierung waren. Das gefiel mir:
(18 Jahre her …)
Bandcamp Daily, das empfehlenswerte redaktionelle Portal des Musikdistributors, feiert ihr neues Album, das offenbar nach zehnjähriger Auszeit (man kriegt ja nichts mehr mit) entstanden ist, gehörig ab:
Set of All Sets is a triumph on an epic scale. A culmination and expansion of Parts & Labor’s established aesthetic, the record is a galaxy of sound, a maximalist ode to the constant futures previously mapped out by the band.
Cool, und ungehört gekauft. Natürlich bei … Bandcamp.
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Konzerte im Ruhrgebiet
Gewalt hätte ich mir ja angeguckt, wäre das Konzert in der Zeche Carl nicht wegen zu geringem Zuspruch im Vorfeld abgesagt worden.
Wasser auf meine Mühlen, dass man im Troglodyten-Ruhrgebiet zwar generischen Provinzstudentenpunk, der auf asi tut, und klischeetriefendsten Bauern-Metal von und für Ü40-Bandshirt-Spießer haben möchte und haben kann bis der Pathologe kommt, wirklich gute Musik und tatsächlich interessante Bands jetzt aber nicht so wirklich gefragt sind.Guter Rant drüben bei Krach und so … und leider wahr: Ich war seit meinem Umzug ins Ruhrgebiet 2019 so selten bei Konzerten, dass ich das an zwei Händen abzählen könnte. Zu Gewalt wäre ich aber
bestimmtwahrscheinlichvielleicht gegangen.Direkt in Bochum scheint wirklich selten was zu sein, darüber hinaus bekomme ich es mangels Kenntnis selten mit, und falls ja, wäre meine Willenskraft, mich abends mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthinzubegeben und anschließend wieder zurück, sicher gering ausgeprägt.
Aber das ist mein persönliches jämmerliches Problem, daher die Frage: Wo liest man von interessanten (interessanten!) Konzerten im Ruhrgebiet?
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Björk – Utopia

An jedem Monatsersten vervollständige ich meine Musiksammlung, derzeit mit dem Werk von Björk. Die jüngeren Björk-Alben erschließen sich mir nur langsam. Sie klingen homogener, aber eben auch gleichförmiger. Sollte die musikalische Innovationskraft wie bei den frühen Alben darinstecken, dann muss ich sie noch entdecken. Aber es wäre eher überraschend, müsste man sich Björk-Alben nicht erarbeiten. Ich freue mich jedenfalls darauf.
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Achja, bei Ruhr International Vinyl gekauft. ‚Sag mir Almanya‘ von Engin

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Olivia Rodrigo
Die Popkritik stürzt sich auf „You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love“, das neue, erneut mit dem Produzenten Dan Nigro entstandene Album der Popmusikerin Olivia Rodrigo. „Den Pop-Punk der vorherigen Alben haben die beiden verworfen und sich von New Wave und Dream Pop der Achtzigerjahre inspirieren lassen“, schreibt Inga Barthels im Tagesspiegel. Entstanden ist ein Konzeptalbum, auf dem sich alle Höhen und Tiefen einer Liebesbeziehung gemeinsam mit der Künstlerin durchleben lassen.
Niemanden geringeren als Robert Smith von The Cure hat sich Rodrigo für einen gemeinsamen Song ins Studio geholt. „Vielleicht stehen da Vergangenheit und Zukunft der Rockmusik nebeneinander auf der Bühne“, mutmaßt Elisabeth Fleschutz in der FAS
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Weiß zu gefallen: Cosey Mueller
Der Sequencer ist ihr Knebel, die Stratocaster ihre Peitsche. Auf der Bühne ist Cosey Mueller eine Domina. Sie trägt Korsett, Lack-Minirock oder Hotpants, Netzstrümpfe, Lederstiefel, Lederjacke. Allein steht sie da, konzentriert. Hin und wieder steht sie am Keyboard, bei vielen Stücken spielt sie Gitarre. Cosey Mueller beherrscht und dirigiert die Menge durch ihre Präsenz und ihre treibende Musik.
taz.de: Neuer Punk aus Berlin Angeschaltet, ausgeschaltet, ferngesteuert
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Now playing: Eisenmund

#Vinyl
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Björk – Vulnicura

Das monatliche Björk-Album: Vulnicura erschien 2015 und hat eines der interessantesten Cover ihrer Diskografie. Ich bin sehr gespannt.
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Musik gekauft: Schimmel über Berlin – Eisenmund

Ein perfektes Punk-Album, wie Vojin Saša Vukadinović in der Jungle World schwelgte? Auf jeden Fall ein hervorragendes, so dass ich bei Bandcamp mal wieder zum Vinyl griff.
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Musik gekauft: Björk – Biophilia

Jeden Monat wird die Musiksammlung um ein weiteres Björk-Album vervollständigt. Natürlich gekauft bei Bandcamp.
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Tobias Gruben
Guck, die Dokumentation ‚Die Liebe frisst das Leben: Tobias Gruben, seine Lieder und Die Erde‘, über die ich vor sechs Jahren schrieb, gibt es jetzt bei YouTube in voller Länge:
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Musik gekauft: Boards of Canada – Inferno

Genau genommen vorbestellt, denn das Album erscheint am 29. Mai.
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Musik gekauft: „Volta“ von Björk
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Auftritt des Jahres
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Medúlla

Am Ersten jeden Monats erwerbe ich ein weiteres Björk-Album – heute Medúlla. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Album nie gehört habe, wegen der unterstellten Seltsamkeit. Umso gespannter bin ich.
Erstaunlich auch, dass ich damit lediglich die erste Hälfte von Björks bisherigem Output abschließe. Alles danach ist definitiv unbekannt:
Jahr Album 1993 Debut 1995 Post 1997 Homogenic 2001 Vespertine 2004 Medúlla 2007 Volta 2011 Biophilia 2015 Vulnicura 2017 Utopia 2022 Fossora Medúlla erwarb ich natürlich bei Bandcamp.
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bzz mld 2
Meine Backup-Strategie war und ist genauso schlecht wie die aller anderen, aber dass ich alte Aufnahmen von mir hören, und in den Metadaten nachlesen kann, wann die entstanden sind, bereitet mir nicht wenig Freude.
Das hier überdauerte unter dem Namen buzz melody 2.wav die Dekaden und datiert auf den 20.3.2002 um 02 Uhr 43. Es ist nicht besonders gut, aber auch nicht desolat schlecht.
Als Waveform hat es eine sehr eigenwillige Gestalt:

Im selben Ordner gibt es einige mutmaßlich verwandte Fragmente, mit denen ich jetzt, fast ein Vierteljahrhundert später, etwas Neues probiere.
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Vespertine

Im Zuge des Björk-Marathons erwarb ich nun Vespertine. Das Album erschien vor 25 Jahren, am 27. August 2001. Ich hatte es unmittelbar nach Erscheinen bereits auf CD. Die verkaufte ich offenbar oder verlor sie bei Umzügen. Es schien mir damals gegenüber den vorherigen Alben ein wenig nachzulassen. Ein Eindruck, den es zu revidieren gilt:
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Endlich auf #Vinyl: Virgin von Lorde

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Stedelijk

Eine Lounge, um in ihr zu chillen;
Kühlraum, grell, jede Ecke ausgeleuchtet:
Schlachthaus hört nie auf, Schlachthaus zu sein.
Das Blut in den Poren der Fugen versteinert.
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Björk
Gerade stellte ich fest, dass ich nur (noch) Debut und Homogenic digital besitze. Da muss ich mal die CD-Stapel durchforsten, denn mindestens die Post besaß ich auch bereits.
In jedem Fall muss die Björk-Sammlung in diesem Jahr vervollständigt werden. Gibt’s schließlich auch alles bei Bandcamp. Die Sachen nach Vespertine habe ich aufgrund vermeintlicher Seltsamkeit zudem sträflich ignoriert. Das gilt es zu korrigieren.
Erscheinungsjahr Albumtitel 1993 Debut 1995 Post 1997 Homogenic 2001 Vespertine 2004 Medúlla 2007 Volta 2011 Biophilia 2015 Vulnicura 2017 Utopia 2022 Fossora
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Musik gekauft: Honora von Flea
Es ist ein Kuriosum, wie die einzelnen Instrumentalisten der Red Hot Chili Peppers so gut sind, während die Band in meinen Ohren
seit jeherseit Under The Bridge komplett uninteressant klingt.Schon seit Jahren macht John Frusciante interessante Soloalben. Heute stieß ich auf eine aktuelle Veröffentlichung des Bassisten Flea unter Beteiligung von Thom Yorke (sonst wäre sie mir wohl nicht aufgefallen). Das – ebenso wie die andere Vorabsingle A Plea – klingt sehr jazzig, virtuos, spielfreudig und cool:
Das Album Honora habe ich umgehend bei Bandcamp vorab erworben. Es erscheint am 27. März; das wird dann ein schöner Start in den Frühling.
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Gern geschaut: ‚Bowie – Der letzte Akt‘ bei Arte
In seinem Dokumentarfilm zeichnet der britische Filmemacher Jonathan Stiasny das letzte kreative Kapitel eines der innovativsten Künstler der Musikgeschichte nach – zehn Jahre nach David Bowies Tod. „Bowie – Der letzte Akt“ zeigt den Jahrhundertkünstler, wie man ihn selten gesehen hat: verletzlich, witzig und absolut kompromisslos.
Verfügbar bis zum 15/04/2026
Mein Lieblingsalbum von Bowie ist Earthling. Da war ich 17, wir schauten permanent Musikfernsehen und Little Wonder war extrem cool und neu; irgendwo zwischen Nine Inch Nails und Radiohead.
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Europa gegen Amerika
More leisure time, better health outcomes, greater equality and lower carbon emissions, all with broadly comparable productivity: Europeans can be proud of their model, argues Gabriel Zucman, director of the EU Tax Observatory.
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Bowie, Kante
Heute vor zehn Jahren erwarb ich das letzte Album von David Bowie: Blackstar. Es erschien an seinem 69. Geburtstag. Zwei Tage später starb er. Mehr als genügend Anlässe, um das Album mal wieder zu hören.
Zuvor wies mich mein Musikabspieldings „Plex“ daran hin, dass vor einem Vierteljahrhundert das Album Zweilicht der Gruppe Kante erschien; schon längst ein Klassiker deutscher Independentmusik. Am bekanntesten ist sicher Die Summe der einzelnen Teile:
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Musik im Jahr 2025

Der Satz Ich höre kaum noch neue Musik hat ein wenig den Klang von Wir schauen ja nicht mehr fern. Dabei liegt mir snobistisches Herabschauen fern, ich habe nur einfach keine Zeit: Musik wurde und wird zwischen den zahlreichen Medienarten und Zeitvertreiben zerrieben.
Auch fehlen mir die verlässlichen Quellen und Kanäle: Pitchfork macht inzwischen zu viele komische Sachen, Quietus ist selbst mir zu underground, einst sehr gute Blogs wie Auf ein neues… publizieren seit zehn Jahren nicht mehr, die Algorithmen von Spotify oder – in meinem Fall – Tidal bringen mir nichts.
Es war das erste Jahr komplett ohne last.fm, den Account löschte ich vor rund einem Jahr nach zwanzigjährigem Bestehen. Das Archiv habe ich zurzeit in einer sehr umständlich zu handhabenden CSV-Tabelle, in der ich aber jeden Morgen schaue, was ich in den zwanzig Vorjahren so hörte.
Die Hoffnung, dabei vergessene Perlen wiederzuentdecken, hat sich durchaus erfüllt; heute zum Beispiel den irren Stomper Celebrate The Body Electric (It Came From An Angel) von Ponytail:
Lordalía?
Dennoch erreichte mich 2025 gute neue Musik. Zu nennen ist hier als erstes Virgin von Lorde, einer Künstlerin, die mir mit ihrem seltsamen Namen geläufig war, von der ich zuvor aber keinen Ton gehört hatte. Zu Virgin schrieb ich:
Elektronisch, mit einer kühlen Grundstimmung unter zahlreichen rauschhaften, gleißend-hellen, schwärmerischen Momenten, Passagen, Melodien und Hooks.
Das stimmt nach wie vor.

Dann gab es natürlich Lux von Rosalía, das sich ohnehin in aller Munde befindet. Ich erwarb das Album auf Schallplatte, weil ich auch in diesem Jahr den Versuch unternahm, mehr Vinyl zu hören. Manches bloggte ich. Mich überzeugte das Video zu Berghain sofort:
Konzerte? Fehlanzeige
Radiohead haben in diesem Jahr erstmals seit neun Jahren wieder Konzerte gegeben. Ich habe versucht, ein Ticket zu ergattern und scheiterte. So wohnte ich auch in diesem Jahr keinerlei Konzert bei, was schade ist.
Schön war, dass ich gefühlt alle Radiohead-Konzerte am nächsten Morgen bei YouTube hätte nachschauen können und das beim allerersten auch tat. Dass Leute zu so einem Konzert gehen, um es komplett abzufilmen, stimmt mich aber auch ein wenig traurig.
Technik
Als interessante Neuerung des Musikhörens im ausklingenden wie im neuen Jahr habe ich es endlich geschafft, die Applikation Plex auf meiner Diskstation – einem Network Attached Storage (NAS) – zu installieren, um so verbesserten Zugriff auf die Mediendateien zu erhalten – bevorzugt die Musik.
Und siehe da: Das funktioniert alles viel schneller und auch verlässlicher als mit der grobklotzigen alten Audio-App, die der Hersteller Synology liefert. 2026 wird also endlich mal wieder meine umfangreiche digitale Sammlung durchgehört werden.
Titelbild: Lapland drum, Filippo Buonanni, 1722. Aus: Gabinetto Armonico pieno d’istromenti sonori, Public Domain Image Archive
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Ein paar Songs wiederentdeckt
Vor knapp einem Jahr hab‘ ich ja mein last.fm-Profil plattgemacht und zuvor komplett exportiert. Dieser Export – stolze 10 Megabyte comma separated values – liegt seitdem auf meinem Harddrive herum.
Versuche, mit generativer KI irgendwelche Dashboards zu bauen, scheiterten bislang, also fuhrwerke ich eben einstweilen wie ein Buchhalter in der Tabelle herum. Auch dabei finden sich schon ein paar alte Perlen wieder. Eine Auswahl:
Cannibal Ox – „Live from the Planet of Eat“
Wohl der von mir meist geschätzte und meistgehörte Hiphop (von den Mello Music Group-Sachen vielleicht abgesehen). Schon in den späten Neunzigern habe ich das Album The Cold Vein entdeckt und ich kann gerade beim besten Willen nicht erinnern, wie. Dieser Track stammt jedoch von einem anderen Release und eben erst habe ich nachvollziehen können, von welchem: Der Gotham Deluxe LP Edition aus dem Jahr2013.
The Fiery Furnaces – Single Again
Das war witzig.
A Sunny Day in Glasgow: 100/0 (Snowdays forever)
Bester Dreampop
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Rosalía – Lux

Heute eingetroffen. Endlich.
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Moody Blues – Sur la mer

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Roxy Music – For Your Pleasure

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Frodus – and we washed our weapons in the sea

#vinyl
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RiverHead | RadioDance
Radiohead sind derzeit nach mehrjähriger Pause wieder auf Tour. Auch ich hatte vor einigen Wochen versucht, an Karten für eines der Konzerte in Berlin zu kommen. Vergeblich.
Erfreulich war hingegen, wie mir YouTube heute Morgen den Mitschnitt des ersten Auftritts der Tour vom Vorabend in die Timeline spülte, den ich während der morgendlichen Verrichtungen laufen ließ.
Sie können es noch. Aber ehrlicherweise ist das auch nichts, dem ich hätte beiwohnen müssen. Vielleicht können bei weiteren Abenden ja einige neue, unveröffentlichte Sachen dazu.
Passend zudem der heutige Perlentaucher, der Joachim Hentschels in der SZ erschienene Ausführungen zur Frage zitiert, warum es heutzutage so schwer sei, an Konzertkarten zu kommen.
„Im Vergleich zur Beatles-Zeit leben schlicht mehr Menschen auf der Welt, die am Kulturleben teilnehmen. Soziale Medien haben den PR-Drall verschärft, auf dem Veranstaltungen heute segeln. Es gibt Tiktok-Hypes wie die Recklinghausener Sängerin Ayliva, die um ein Vielfaches stärker wirken als der alte ‚Wetten, dass ..?‘-Effekt, mit dessen Hilfe es die ‚Riverdance‘-Tanztruppe 1997 schaffte, mit einem einzigen TV-Auftritt ihre Deutschlandtour praktisch auszuverkaufen. Zudem sind viele logistische Hürden verschwunden, die Leute früher davon abhielten, auf Konzerte zu gehen. Zum Beispiel, weil sie dort wohnten, wo man eh keine Tickets kaufen konnte.“
Jetzt muss ich an Riverdance denken.
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Bespoke Synth entdeckt und erfolgreich kompiliert
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Lorde – Virgin

Black pages with red drops of blood, signifying the wounds of Christ, from a psalter and rosary of the Virgin. Date ca. 1500 From BL Egerton 1821. Public Domain Image Archive Auch ich bin dem selektiven Hören von Songs zum Opfer gefallen. Ein Album vom Anfang bis zum Ende durchzuhören, hat leider inzwischen Seltenheitswert. Zeit ist knapp, Ablenkungen sind zahlreich, die Ausflüchte ebenfalls.
Umso schöner, dass ich nach Jahren wieder auf ein Album gestoßen bin, das mich auf eine Weise packt, die zum Durchhören geradezu zwingt. Die mag es in den vergangenen Jahren auch gegeben haben, aber ich bekomme auch nicht mehr so viel von neuer Musik mit wie einst.
Lorde ist eine Künstlerin, die ich bis dato allenfalls dem Namen nach kannte. Ihr viertes Album Virgin ist lupenreiner Pop, wie er mir kaum besser gefallen könnte. Elektronisch, mit einer kühlen Grundstimmung unter zahlreichen rauschhaften, gleißend-hellen, schwärmerischen Momenten, Passagen, Melodien und Hooks. Herrliche Musik und eine, wie ich gerade lerne, hochinteressante Künstlerin. Es wird viel zu entdecken geben.
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lichtspielhaus
Ein Stück aus dem Jahr 2006, lange vergessen. Heute begann es mir zu gefallen. Daher die spontane Veröffentlichung.
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abracadabra
Die von mir lange Zeit sträflich verkannte Lady Gaga hat was Neues gemacht und was soll ich sagen? Ich lieb’s:
Mit guten Tanzszenen (Climax, Bande à part) und -videos (Beispiele sind Legion) kriegt man mich ja immer und das ist schon sehr, sehr cool. Und die Musik? Mir egal, bzw. warum zur Hölle nicht? Madonna fand ich auch schon Anfang der Neuziger heimlich und Ende der Neunziger offiziell cool. Das Gesamtkunstwerk Person, Musik, Video etc. ist vielleicht eines der anspruchsvollsten und Gaga kann’s einfach.
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Stop making Sinn

Als ich es im Januar endlich geschafft hatte, mich bei der Bibliothek der Ruhruni Bochum anzumelden (ein sehr einfacher Vorgang, bei dem einem freundlichstes Fachpersonal hilft), dieses Buch zu finden und auszuleihen, freute ich mich riesig.
Prof. Dr. Rainer Schützeichel ist leider im Oktober 2023 verstorben. Bei dem Buch handelt es sich um die fundierteste Kritik der soziologischen Systemtheorie Niklas Luhmanns, die ich kenne. Es ist harte Kost, stellt an vielen Stellen aber auch einen innovativen Zugang zur Theorie her.
Empfohlen hatte das Buch Stefan Schulz in einer seiner zahlreichen Podcastbeteiligungen, dessen jüngstes Buch Die Kinderwüste ich wiederum gerade zu lesen begonnen habe.
Und Musik: Fennesz hat mit The Last Days of May ein hervorragendes Stück für das australische Label Longform Editions kreiert:
Und Politik: Johannes Kuhn äußerst treffend:
Mit der SPD erhalten CDU/CSU wohl einen Partner, der 2028 gegen Ende der Legislatur 26 von 30 Jahren regiert hätte. Die Sozialdemokratie in Deutschland ist bei sinkender Relevanz weiterhin vor allem eine Regierungsmaschine: Bis auf wenige soziale Punkte inhaltlich entkernt und auf eine überalterte Wählerschaft angewiesen. Letzteres verbindet sie auch mit der Union – genau wie das Festhalten an der Überzeugung, dass Deutschland auch im zweiten Viertel des 21. Jahrhunderts noch mit den Technologien der zweiten industriellen Revolution reüssieren kann.
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Music from the Merch Desk

Es gibt ein neues Aphex Twin-Album. Das Cover ist sehr … schlecht
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20 Jahre last.fm

Am 16. Dezember 2004 richtete ich mein last.fm-Profil ein, darüber gab die Seite bis heute Auskunft. last.fm war lange Zeit für mich die wichtigste Adresse im Netz, ein Meilenstein des Web 2.0, im Grunde meine Homepage.
Last.fm begleitete die Digitalisierung meines Musikkonsums über Jahre hinweg. Lange vor Spotify konnte man dort als zahlender Kunde verschiedene Radios hören. Die Empfehlungsalgorithmen auf Basis des eigenen Musikgeschmacks funktionierten für mich nie besonders gut (tun sie bei Spotify aber auch nicht). last.fm war neben allem auch Social Network, Konzertdatenbank, Launchpad für junge Bands und Homepage zur Selbstdarstellung für Musikbegeisterte.
Fragen, mit denen man als Nutzer rang, der kein belauschtes Stück Musik ungescrobbelt wissen wollte: Wie bringe ich einem iPod bei zu scrobbeln? Was tun, wenn ich Schallplatten höre? (Die Musik zeitgleich stumm digital mitlaufen lassen, natürlich.) Welche Android-App leistet das Scrobbeln am besten?
Dann setzte irgendwann Stagnation ein: Die Plattform verharrt seit Jahren auf ihrem derzeitigen Stand und scheint sich als Werbeplattform zu genügen. Ich wäre überrascht, würden in diesem Jahr noch annähernd soviele Tracks gescrobbelt wie vor beispielsweise zehn Jahren.
Was mich betrifft, so geriet Musik im Laufe der Jahre gegenüber anderen Medien (leider) in den Hintergrund, das Scrobbeln selbst wurde technisch aufgrund der wachsenden Zahl an Abspielmöglichkeiten, -gerät und apps immer aufwendiger und auch unwichtiger.
last.fm-Datenbank archivieren
Somit fällt mir der Entschluss nicht schwer, mein Profil nach exakt zwanzig Jahren einzustellen und zu löschen. Die Datenbank soll und wird nicht verschwinden, sondern vermittels des Tools Last.fm to csv archiviert, so dass ich sie selbst durchforsten kann, wann und wie ich will.
Mit dem Dienst „Soundiiz“ kann man außerdem Playlisten in die üblichen Musikplattformen wie in meinem Fall Tidal importieren. Das werde ich wohl nutzen, um die über 800 Loved Tracks aus last.fm rauszubekommen (Update: Hier ist die Tidal-Playlist).
Das letzte gesrcobbelte Stück wird An Opening von Bethan Kellough gewesen sein, gehört am 12. Mai 2023 um 17:30. Die Datenbank reicht nicht ganz bis 16. Dezember 2004 zurück: Der erste darin festgehaltene Track war 7 Days, 7 Weeks von dEUS, gehört am 30. Dezember 2005 gegen 13:30.
In den zwanzig Jahren bis heute habe ich 165.293 Songs mit last.fm erfasst, von 5.661verschiedenen Bands und Künstlern. Die zehn meistgehörten Songs waren
You Are a Runner and I Am My Father’s Son – Wolf Parade
Shine a Light – Wolf Parade
Dear Sons and Daughters of Hungry Ghosts – Wolf Parade
I’ll Believe in Anything – Wolf Parade
Such a Shame – Talk Talk
Modern World – Wolf Parade
Fancy Claps – Wolf Parade
We Built Another World – Wolf Parade
Start to Move – Wire
Grounds for Divorce – Wolf Parade(Ja, ich hatte eine exzessive Wolf Parade-Phase)
Die Top 10 Bands und Künstler:
- Modest Mouse 2.922 scrobbles
- Wolf Parade 2.074
- Wire 1.907
- Radiohead 1.784
- Tortoise 1.680
- Guided by Voices 1.662
- Sufjan Stevens 1.645
- Sonic Youth 1.567
- Liars 1.501
- Deerhoof 1.339
Ob das Internet noch einmal so gut wird, wie in den Jahren nach 2004? Ich würde mich sehr darüber freuen. Jetzt klicke ich hingegen auf Delete User Account flowbackwards.
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Überlandleitungen als Musikinstrument
He purchased the disused poles and wire for $10 and created the Faraway Wind Organ, possibly the largest musical instrument in the world. The taut wires reacted to any stimulus, from the wind to contact with insects or rain. By tightening or loosening the wires, hanging objects from them, and manipulating them within their wooden supports, Lamb discovered a further range of sounds.
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hearing things
Stellt sich raus, dass genau das hier passiert ist, nämlich mit Hearing Things.
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Manic Street Preachers
Es gibt einen neuen Song der Manic Street Preachers, bei dem der Bassist singt. Das scheint früher schon vorgekommen zu sein, war mir aber nicht bekannt.
Die Manics sah ich, das ließ sich leicht recherchieren, am 14. März 1999 im längst verschwundenen PC69 in Bielefeld. Sie tourten gerade mit dem Album This is my Truth, tell me yours, unter anderem mit dem grandiosen If You Tolerate This Your Children Will Be Next:
So if I can shoot rabbits
Then I can shoot fascists
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Nostalgie
Heute vor acht Jahren erwarb ich die Singles von Sun Ra, sicher eines meiner meistgehörten Alben der letzten Jahre. Tell Her To Come Home mit Little Mack ist Feuer:
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Bandwagonesque
That’s part of why BandWagon is so exciting. It’s specifically designed for musicians to not only put their music out there, but stay engaged with their fans and supporters.
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Die Verlierer – Notausgang
Erinnerungen an EA80 werden genauso wach wie an die Wipers oder den oft dunklen Blick, den der DDR-Punk-Untergrund auf die Welt hatte.
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Belong
Ich dreh‘ durch, die veröffentlichen dieses Jahr ein neues Album!
Shoegaze duo Belong announce first album in 13 years: listen to „Souvenir“ and „Image of Love“
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Common Era
Common Era von Belong ist wohl eines meiner heimlichen Lieblingsalben der Zehnerjahre. Noisiger, rauschender, Feedbackpop voller verborgener Kleinode. Wenn der Opener Come See nach 2 Minuten 10 erstmals in seine hook abbiegt, beginnt man zu verstehen. Gibt’s auch bei Bandcamp.
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crazy world
»Seit wir das Album bei Spotify nicht mehr abspielen lassen, haben sich die Online-Sales verdreifacht. Durch die geringe Ausschüttung von Spotify pro Stream bedeutet das monetär eine Verhundertfachung der Einnahmen. Crazy World!«, so Patrick Wagner von Gewalt.
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beste neue musik
Die Best New Music 2024 Playlist von Monarchie & Alltag jetzt auch bei Tidal:
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ry
Kaum lese ich, Ry Cooder habe die Musik für Wenders‘ »Paris Texas« gemacht, muss ich den Film wieder gucken.
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Taucher
Es gibt ein neues Album der Gruppe Messer. Stephanie Grimm in der taz:
Manchmal fühlt man sich gar an die guten Songs von The Police erinnert.
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Kankyō ongaku
Vor fünf Jahren hatte ich dieses Album erworben: Kankyō Ongaku: Japanese Ambient, Environmental & New Age Music 1980-1990
Der Titel sagt im Grunde alles. Pitchfork ergänzt:
“Kankyō ongaku” is Japanese for “environmental music,” and as used here it’s an umbrella term for calm, spacious, and slightly chilly music generally built from synthesizers and sound effects
Zu den schönsten Titeln auf dem Sampler zählt Ishiura (Abridged) von Toshi Tsuchitori:
Probegehört und erworben bei Bandcamp.
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I am Damo Suzuki
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Beth Gibbons of Portishead macht auch wieder was
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shame waren ja auch sehr gut. Hab‘ ich fast vergessen
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Beak >>
Beak >> ist erstens die Band, die irgendwas mit Portishead zu tun hat, ich vergesse aber immer, was das war, und zweitens eine Band, die ich während einer Autofahrt im Radio entdeckte und das, Autofahren und Radiohören sind zwei mittlerweile vollkommen abwegige Umstände. Drittens sind Beak >> die einzige Krautrockband, die ich neben Can dulde.
Yatton ist sehr gut:
Ebenso diese Performance:
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es funktioniert
Von Gewalt ist bekanntlich alles gut. Gewalt funktioniert. Es funktioniert:
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Hallucination I
Hallucination I: 14 Minuten monotones Premiumbrummen von Eluvium – zu finden auf dem Album Virga II
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VLetrmx21
Autechre schätze ich als Electro- oder IDM-Duo, das dem albernen Genre Intelligent Dance Music (IDM) zugeschrieben wird. Schon seit Jahren ist es mir ein Rätsel, ob sie diese Musik aus Beats, Glitches und granularem Chaos von unmenschlicher Komplexität überhaupt noch selbst machen, oder ob sie die Algorithmen längst sich selbst überlassen haben. Viel zu selten denke ich daran, dass die beiden auch immer wieder phänomenale Synth-Riffs, Flächen und Melodiebögen entworfen haben. Oft sind die tief unter den Beats vergraben, mitunter stehen sie aber auch völlig für sich. VLetrmx21 ist so ein Stück purer Atmosphäre, erschienen vor 28 Jahren auf der Garbage-EP. Ich hatte vergessen, dass es existiert und es gerade glücklicherweise in einer Ambient Autechre Playlist auf Youtube wiederentdeckt.
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gidge
Gidge machen auf unnachahmliche Art winterlich-hölzerne Elektronik; kristallin und makellos. Ihr aus meiner Sicht bestes Album LNLNN kann man digital und in weiteren Formaten bei Bandcamp kaufen.
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The Weather Station
Robber von The Weather Station ist nach wie vor der wohl größte Hit der neuen Zwanziger:
Grandios auch diese Performance bei KEXP:
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A Clip to show Your Friends that say Radiohead is the Best Band Ever
ich musste lachen:
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Jana Winderen – The Blue Beyond
Jana Winderen macht die für mich derzeit interessanteste Field Recording- und Ambientmusik. Sie ergänzt mit The Blue Beyond ihre Diskografie um zwei für die Art Basel in Basel und Miami kommissionierte Stücke.
Du Petit Risoud aux Profondeurs du Lac de Joux beginnt mit Waldgeräuschen und wechselt zu Unterwasseraufnahmen im Lac de Joux.
Das zweite Stück, The Art of Listening: Under Water, kombiniert Aufnahmen aus dem Atlantik, der Barentssee und tropischen Gewässern, inklusive mechanischer Störgeräusche. „The Blue Beyond“ beleuchtet menschliche Einflüsse auf schwer zugängliche natürliche Umgebungen.
Natürlich gekauft bei Bandcamp.
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while it’s warm by Ayami Suzuki & Leo Okagawa
while it’s warm, a collaboration between Leo Okagawa and Ayami Suzuki is a slow and careful mix of electronics, vocal, guitar, and field recording from everyday life.
Natürlich gekauft bei Bandcamp.
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Klassiker: Frog Eyes – The Golden River (2006)
Von all den Alben aus der seltsamen Nullerjahre-Kanada-Connection vielleicht noch vor das Beste. Ein entrückter Märchenerzähler inmitten dieses scheppernd krachenden Trios, das seinen Irrsinn Song für Song irgendwie doch immer wieder in diese spezielle verstörend poppige Richtung treibt, ohne ihn dort jemand wirklich einzuhegen. Großartig!
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Klassiker: Guider von Disappears (2011)
Am schönsten sind Bands, von denen man nicht das geringste weiß, außer, dass sie dieses eine Album gemacht haben. Disappears fallen in die Ära, in der ich noch akribisch Pitchfork gelesen habe, um anschließend den jeweils aktuellen Filesharingdienst zu konsultieren. Vermutlich kommen sie aus New York.
Auf Guider praktizierten sie die bestmögliche Form von Rockmusik, die gerne als treibend bezeichnet wird; versehen mit stoischem Krautrock-Beat und veredelt durch das exaltierte Shouting, das in seiner Intensität doch eigenartig monoton bleibt. Am schönsten an dieser dreißigminütigen Platte (davon fünfzehn allein der Schlusstrack) ist vielleicht sogar der melodiöse Bass.
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Thomas Köner – DAIKAN
Heute musste ich wieder an DAIKAN denken – ich schrieb bereits davon. Warum ich vergangenes Jahr nicht die LP bei Bandcamp erworben habe, erschließt sich mir heute nicht mehr; vielleicht gab es sie noch nicht. Heute habe ich sie jedenfalls gekauft.
Jetzt muss ich nur noch irgendwie das fantastische Standbild des Youtube-Streams als Poster erwerben.
Es handelt sich nicht um irgendeine Fotografie von einer der Grönlandfahrten von Alfred Wegener, wie ich vergangenes Jahr schrieb, sondern um sein Grab:
12, May 1931 the body of Alfred Wegener is found on the ice of Greenland, the remaining members of the expedition led by Kurt Wegener, Alfred´s brother, use a drill pipe to mark the grave with a cross. They respected Wegener´s love to the Arctic and buried him in the ice he had studied for many years and on various expeditions (photography by the Alfred Wegener Institute).
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Vinyl gekauft: Confield und Draft 7.30 von Autechre
Zum Geburtstag gönnte ich mir die Vinyl-Reissues zweier Alben der Elektro-Magier Autechre:
- Confield, das mich 2001 regelrecht umwarf. Bis heute das beste Album elektronischer Musik, das ich kenne.
- Draft 7.30 erschien zwei Jahre später, weniger bahnbrechend, in einem ähnlichen Stil. Eine Passage daraus hatte ich eine Zeit lang albernerweise als Klingelton, der mich regelmäßig erschreckte.
Müsste ich einen paradigmatischen Track aus dieser Autechre-Ära benennen, so wäre das Pen Expers. Immer noch ein Wunder:
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Noise à Noise 23: Noise vs. Silence (Vol. I-IV)
Ein – soweit ich sagen kann – herrliches Album und ein regelrechter Pflichtkauf für alle, die sich auch nur im weitesten Sinne für experimentelle Musik interessieren.
Iranian Label Noise à Noise is releasing their compilation Noise à Noise 23: Noise Against the Silence in four volumes: Noise and Glitch, Contemporary and Avant-Garde, Ambient and Drone, and Field Recordings. This compilation opens the Western calendar year 2023 with contributions from Iranian artists living in Iran and abroad, and with pieces submitted by colleagues near and far. We wish everyone a year with more peace, more equality, physical and emotional safety, and the right to speak your mind wherever you are.
QuelleNatürlich gekauft bei Bandcamp.
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Sprints – ‚Back Catalogue‘ LP
Von Sprints schrieb ich schon vor einem Jahr mit großer Begeisterung. Jetzt haben sie endlich ihren grandiosen Output auf Vinyl gepresst und ich habe ihn erworben: Versand irgendwann im … März? OK, immerhin wird das dann eine schöne Überraschung. Bis dahin habe ich den Kram immerhin in der Bandcamp-App und als MP3.
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2022 musikalisch
Es lässt sich leider nicht leugnen: Radiohead ist meine Lieblingsband. Vergangenes Jahr auf Rang 1, dieses Jahr auf 3 mit dem Offshoot The Smile auf der 1. Dabei fand ich deren Album gar nicht so besonders gut – aber einzelne Songs schon, die ich entsprechend häufig gehört habe.
Recht spät im Jahr entdeckte ich das Album And In The Darkness, Hearts Aglow von Weyes Blood, das mir sehr gut gefällt und somit die Tradition hervorragender Sängerinnen fortsetzt, die ich seit einigen Jahren pflege. Nennenswert ist überdies das selbstbetitelte Album der Gruppe Die Nerven.

Ich habe in diesem Jahr ausweislich meines last.fm-Profils sogar etwas mehr Musik gehört als im Vorjahr. Auch achte ich längst nicht mehr so pedantisch wie früher darauf, dass auch wirklich jeder abgespielte Song protokolliert wird, beispielsweise wenn ich Schallplatten höre.
Und nun – wie auch schon in den Jahren 2021, 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010 und 2009 – mit unumstößlicher Genauigkeit die Top50 der meistgehörten Bands und Künstler im Jahr 2022:
Rang Band/Künstler Plays 1 The Smile 122 2 Die Nerven 106 3 Radiohead 99 4 Weyes Blood 94 5 Grace Cummings 79 6 Beth Orton 56 7 Sault 48 8 Florence + the Machine 43 9 The Caretaker 38 10 Boards of Canada 35 11 Jane Deasy 34 12 OG Keemo 34 13 King Hannah 33 14 Perila 33 15 Lightning Bolt 31 16 The Beatles 31 17 Neil Young 30 18 Less People 29 19 Bethan Kellough 26 20 Future of the Left 26 21 Marvin Gaye 25 22 Beak> 23 23 Kendrick Lamar 22 24 Wire 22 25 Danger Mouse, Black Thought 21 26 Mobb Deep 21 27 Abdullah Ibrahim 20 28 James Murray 20 29 Pixies 20 30 dEUS 19 31 Low 19 32 Lucio Battisti 18 33 eilean rec. 17 34 Eliane Radigue 17 35 Jon Hopkins 17 36 There is Still an Orchestra 17 37 Kate Bush 16 38 [[Sprints]] 16 39 Stella Sommer 16 40 The Four Tops 16 41 Éliane Radigue 15 42 Kommando Sonne-Nmilch 15 43 Oma Hans 15 44 The Velvet Underground 15 45 The Weather Station 15 46 Broadcast 14 47 Lambchop 14 48 DVA 13 49 Eels 13 50 Nilüfer Yanya 13
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Bethan Kellough – Aven
Mehr Sound Design als bloßes Ambient-Rauschen; mitunter ertönen gar Streicher (Instrumente!). Eine sehr vielfältige Platte, die ich schon erworben habe, ehe der erste Probedurchlauf vorüber war – natürlich bei Bandcamp.
Bethan Kellough creates sound worlds that weave together instrumental materials, sound design and ambisonic field recordings. Her composition ‘Aven’ is based on a recording made in Iceland in 2015, which features the booming sound of underground geothermal activity escaping to the surface through a small shaft.
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Die Nerven
Das neue Album der hochgeschätzten Gruppe „Die Nerven“ trägt den Namen „Die Nerven“. Ich habe die Schallplatte eben bei Bandcamp bestellt.
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Tewksbury – Brutes
Mit einer interessanten Vorstellung von Ted Davis bei Bandcamp:
If you’re anything like me, the more ambient music you listen to, the less and less you gravitate towards the lengthy drones the genre is often memed for—if I’m going to listen to some 20-minute track composed of nothing but synths and tape loops, it had better be pretty notably good. And upstate New York professor and researcher Douglas Tewksbury’s new record Brutes is just that. Made up of just two expansive pieces, these loops were recorded on gargantuan 60-foot reels of analog tape, then played through eight guitar amps at once.
Ich neige ja unverändert zu den lengthy drones und lasse mich von einer Professorenschaft und acht Gitarrenverstärkern nicht beeindrucken. Aber die zwei Stücke auf diesem Release sind in der Tat pretty notably good.
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Ancora tu
Eric Pfeil schrieb bis vor Jahren sehr klevere Kolumnen über Musik, Bands und Künstler für die FAZ. Die habe ich sehr gerne gelesen. Als er damit aufhörte, verlor ich ihn aus den Augen.
Vor ein paar Tagen stieß ich – ich glaube über den Perlentaucher – auf ein Interview, welches das Kaput Magazin (das ich irritierenderweise mit dem Katapult Magain verwechselte) mit ihm anlässlich eines von ihm verfassten Buches führte. Wie der Titel „Azzurro. Mit 100 Songs durch Italien“ unschwer verrät, handelt es von italienischer Musik, vorwiegend Popmusik.
Das ist nun ein Genre, das ich bislang eher aus der Distanz verfolgt habe. Ich hatte in den vergangenen Jahren ein mildes Interesse verspürt, allein, mir fehlte der Zugang. Den hat Eric Pfeil mit diesem Interview (das Buch werde ich lesen) eröffnet. Nahezu alle darin eingebundenen Videos und empfohlenen Songs sind großartig. Am allergroßartigsten ist jedoch dieses Lied, Ancora Tu von Lucio Battisti.
Mir war vollkommen unmöglich, dieses Lied zeitlich einzuordnen. Es könnte so 2021 oder 1982 oder irgendwann dazwischen erschienen sein. Tatsächlich ist es von 1976.
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Portals: Energostatic (For Ukraine)
Ein Sampler des Netlabels Energostatic, Erlöse gehen zugunsten von Save The Children „and their specific activities supporting Ukraine at this time“. Die Hintergründe sowie die auf der Kompilation vertretenen Künstler werden hier vorgestellt.
A big thank you to label owner Marian for allowing this project to happen as he deals with life in Kyiv right now, the artists for their participation, and Rafael Anton Irisarri for kindly providing his mastering services.
Der Sampler kann auf Bandcamp gehört und per Name your Price erworben werden.
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Various Artists – Under Searing Skies
Ein Ambient-Sampler, dessen Erlöse zugunsten von Feuern zerstörter Landstriche in Griechenland und der Türkei gehen. Gefunden in der monatlichen Best Ambient-Rubrik von Arielle Gordon bei Bandcamp:
The third There is Still an Orchestra compilation from French experimental record label Spleencore includes contributions from ambient artists who each take a unique approach to the stillness of the genre.
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Sprints – A Modern Job
Weil die Manifesto EP so gut ist, musste direkt die nächste erworben werden. Beste Gitarrenband seit shame.
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2021 musikalisch
Gehe ich nach meinem last.fm-Profil, so war 2021 das musikärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen (2005). Aber ich habe das Schallplattehören wiederentdeckt, im Frühjahr einige aus dem elterlichen Keller geborgen und sogar ein paar gekauft.






Trotzdem habe ich 2021 wirklich wenig Musik gehört. Es gilt eben, was ich schon vergangenes Jahr geschrieben habe: Musik muss sich auch bei mir zunehmend gegen alle Medienalternativen durchsetzen.
Wenn es um musikalische Neuentdeckungen geht, bin ich inzwischen sehr genügsam. Eine Handvoll neue Bands (Weather Station, Sprints), ein exzellentes Album einer altbekannten Band (Notwist) und die eine oder andere Ambient-Veröffentlichung nebenbei und drumherum – das genügt mir vollauf. Hier sind meine diesjährigen Top 5 und ein Honorable Mention:
The Weather Station – Robber
2021 hat mich nach B. Eilish und Fiona Apple schon wieder eine Frauenstimme mehr begeistert als alle anderen. Tamara Lindemans Weather Station kamen für mich aus dem Nichts und überzeugten schon mit dem Perkussion-Intro zum Übersong Robber. Opulent und trocken produziert, mit Talk Talk-Anleihen, die sie nur noch edler klingen lassen.
Sprints – Drones
Dem Himmel sei gedankt für Sprints aus Irland, die Noisepunk machen als es sei es noch 2002 und ich ginge gleich ins Forum Bielefeld. Die erste Band seit Jahren, auf deren Deutschlandtour (wenn es wieder Touren und Konzerte gibt) ich mich über alle Maßen freue.
Eluvium – Hallucination I
Nicht das beste Ambient-Album, aber wohl der beste Track dieses Jahres stammt von Matthew Eluvium Cooper. Hallucination I (auf dem Album famose 14 Minuten kurz) wünsche ich mir für die nächste Denis Villeneuve-Verfilmung von irgendeinem Science Fiction-Stoff.
Gewalt – Es funktioniert
Nach Jahren fantastischer EPs machen Gewalt den ungewönlichen wie folgerichtigen Schritt und veröffentlichen ein Album. Das hat aus dem Presswerk bis zu mir etwas länger gebraucht und wird daher noch erkundet. Der Opener Es funktioniert reiht sich aber ein in zahllose Gewalt-Hits von Szenen einer Ehe bis So geht die Geschichte:
Perila – Fallin Into Space
Das beste Ambient-Album des Jahres stammt von Alexandra Zakharenko aka Perila. Es knarzt und brummt exakt so, wie es das soll. Und mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen, wie es sich für gute Ambientmusik gehört.
Honorable Mention: Ike & Tina Turner – River Deep Mountain High
Nicht aus diesem Jahr – oder Jahrhundert -, aber die größte Entdeckung seit der letzten größten Entdeckung ist ausgerechnet Rockröhre Tina Turner mit diesem Übersong aus 1967. Christian Ihle schrieb dazu alles nötige
Jedenfalls, über „River Deep, Mountain High“ kann nicht geschrieben werden, ohne Tina Turners Stimme zu erwähnen: wie sie sich gegen Ende des Songs alleine gegen diesen mächtigen, mächtigen Wall Of Sound stemmt, zwischen 2.45 und 3.00¹ fast begraben wird, „Baby“, „Baby“ schreit, nur um in den folgenden, letzten dreißig Sekunden des Songs noch einmal den Refrain aufzunehmen und Spectors Produktion unter ihrer Stimme zu begraben – das gehört sicherlich zu den machtvollsten Vocals der Musikgeschichte.
1) da bezieht er sich wohl auf eine andere Version als die im obigen Video, das ist nämlich gar nicht so lang. Man hört aber trotzdem, was er meint.
Und nun – wie auch schon in den Jahren 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010 und 2009 – mit unumstößlicher Genauigkeit die Top50 der meistgehörten Bands und Künstler im Jahr 2021:
Rang Band / Künstler Plays 1 Radiohead 197 2 The Weather Station 165 3 The Notwist 159 4 36 & Zakè 78 5 Perila 74 6 International Music 66 7 Tortoise 61 8 Sun Ra 58 9 Sprints 42 10 Tirzah 40 11 Norah Lorway 34 12 Zinn 33 13 Aphex Twin 29 14 Lambchop 28 15 Sault 28 16 Night Sea 27 17 Fontaines D.C. 26 18 Gidge 25 19 Purl 25 20 phirnis 24 21 Eluvium 23 22 Mouse on Mars 22 23 My Bloody Valentine 22 24 Boards of Canada 21 25 Low 21 26 Madvillain 21 27 Die Heiterkeit 20 28 Gewalt 18 29 black midi 17 30 Godspeed You! Black Emperor 17 31 The 1978ers (yU & Slimkat) 17 32 Orchestral Manoeuvres in the Dark 16 33 Sleaford Mods 16 34 Damu The Fudgemunk, Archie Shepp & Raw Poetic 15 35 Marvin Gaye 15 36 R.E.M. 15 37 Ana Tijoux 13 38 Celeste 13 39 DVA 13 40 Simon Pyke 13 41 There is Still an Orchestra 13 42 Damu The Fudgemunk 12 43 Eliane Radigue 12 44 N Chambers 12 45 qualchan. 12 46 Sonic Youth 12 47 Wir 12 48 All diese Gewalt 11 49 Cocteau Twins 11 50 Fehler Kuti 11
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Sprints – Manifesto
Fulminanter Grrl-Noise: Vier Tracks, vier Euro. Empfohlen vom Popblog der taz, natürlich gekauft bei Bandcamp.
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Tirzah – Colourgrade
Eine Künstlerin aus dem Umfeld von Mica ‚Micachu‚ Levi, deren jüngstes Album gerade überall – z.B. hier – gefeiert wird. Und zwar vollkommen zu Recht.
Natürlich gekauft bei Bandcamp – deren Funktion zum Einbetten von Alben gerade nicht vorhanden ist. Hoffentlich kein Dauerzustand.
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Eluvium – Virga II
Düstere Drones. Sonores Ambiente. Hallucination I ist perfekt. Einer der besten Ambient-Tracks, die ich in den vergangenen Jahren gehört habe. Zu gerne hätte ich das auf Vinyl, aber die Versandkosten sind unerschwinglich. Natürlich gekauft bei Bandcamp.
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Norah Lorway – another world
Genau meine Kragenweite, was ambiente Musik betrifft. Ich schreib bereits einmal über Norah Lorway und ihre Kunst. Natürlich gekauft bei Bandcamp.
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Tortoise – It’s All Around You
Es deutet sich wieder eine längere Tortoise-Phase an, und seit heute gehört der unhaltbare Zustand, dass ich dieses eine ihrer Alben nicht besaß, endlich der Vergangenheit an. Natürlich gekauft bei Bandcamp.
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Twoff | Ententraum
Heute haben wir also gelernt, dass Schauspieler nicht zwangsläufig die allerhellsten sind. Alle anderen aber auch nicht; auf dichtmachen reimt sich schließlich schlichtmachen und darum muss man jetzt mindestens das ganze Wochenende einen unterirdisch dämlichen Hashtagkrieg erdulden – außer man muss es nicht.
Zwar habe ich vor Monaten meine Twitter-Followerschaft von sämtlichen Hashtag-Kampagneros und Sau-durchs-Dorf-Treibern befreit, aber heute Morgen schien das vollkommen wirkungslos: Niemand konnte nicht mitmachen. Also habe ich die App deinstalliert und das Browser-Tab geschlossen und das bleibt vorerst auch so.
Anstelle dessen lese ich weiter den halben Meter an Studienbriefen der Fernuni Hagen, wo ich mich an einem Masterstudium versuche, oder lese die Demokratietheorie von Sartori, oder Elias‘ Über die Zeit, oder höre die neuen Alben der Gruppen ZINN und International Music. Sie scheinen beide sehr gut zu sein. Eins von beiden trägt den famosen Namen Ententraum. Außerdem wird morgen eine Wanderung unternommen. Vielleicht mache ich Fotos. Mehr dann hier.
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The Weather Station – Ignorance
und zwar nicht nur digital, sondern auch als Vinyl. Natürlich bei Bandcamp.
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36 & zakè – Stasis Sounds For Long-Distance Space Travel
Endlich wieder Ambient. Reingehört und schlussendlich gekauft aufgrund dieser Review. Natürlich erworben bei Bandcamp.
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Die Schrift
Ich habe vor zwanzig Jahren gerne rückwärts Echo eingespielt und ich werde niemals aufhören, gerne rückwärts Echo einzuspielen.
Das ist die Schrift.
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The Notwist – Vertigo Days
Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, habe ich mir 2002 Neon Golden via Filesharing beschafft, es mir keine zwei Male angehört und bin in den Bus gestiegen, um mir bei Ween in Bielefeld die Schallplatte zu kaufen. Wie ich gerade beim googlen feststelle, hat Ween für immer geschlossen. Hier ein Beitrag des Lokalfernsehens zu dem Laden:
Seitdem habe ich The Notwist komplett aus den Augen verloren. Neulich hörte ich von dem Neon Golden-Effekt, der beschreibt, wie ein Album international hervorragende Reviews, aber im Verhältnis wenige Abverkäufe erzielt. An mir lag’s nicht!
Das neue Notwist-Album jedenfalls, Vertigo Days, ist sehr sehr gut. So gut, dass ich erneut „zum Vinyl griff“, jedoch nicht in einem Laden (wie auch?), sondern als meine erste physische Bestellung bei Bandcamp! Den digitalen Download gibt’s natürlich obendrein.
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2020 musikalisch
3922 Titel habe ich im Kalenderjahr 2020 laut meines last.fm-Profils gehört: Weniger als 2019, mehr als 2018. So wird das wohl bleiben: Musik muss sich auch bei mir zunehmend gegen alle Medienalternativen durchsetzen.
Dabei war das neue Fiona Apple-Album sensationell gut und nimmt verdientermaßen den ersten Platz ein – allerdings mit nur 113 abgespielten Titeln. Das ist vielleicht auch ein langfristiger Trend: Ich höre zunehmend funktionale Musik, die mich bei der Arbeit oder Lektüre nicht „stört“, Ambient, Neoklassik von Max Richter & Co., oder Elektronik. Für Musik, die mich einnimmt und Aufmerksamkeit verdient, aber auch erfordert, bleibt wenig Zeit. Das ist schade.
Weitere umwerfende Neuerscheinungen dieses Jahres waren spärlich: Das eine der diversen jüngst erschienenen Sault-Alben war sehr gut, Nation of Language ebenso, die neuen Veröffentlichungen von Gidge und Autechre waren ganz ok.
Hier nun also mit unumstößlicher Genauigkeit die Top50 der meistgehörten Bands und Künstler im Jahr 2020:
1 Fiona Apple 113 2 Guided by Voices 100 3 Vittorio Guindani 98 4 Radiohead 92 5 Sault 88 6 Cocteau Twins 85 7 Max Richter 81 8 Wire 80 9 Autechre 76 10 Boards of Canada 64 11 Gidge 59 12 Tocotronic 54 13 Hildur Guðnadóttir 52 14 Run the Jewels 49 15 Billie Eilish 47 16 Hans-A-Plast 47 17 Fever Ray 46 18 Nation Of Language 44 19 Nihiloxica 43 20 Friends of Gas 42 21 Lightning Bolt 39 22 Pet Shop Boys 36 23 Sun Ra 36 24 Gang of Four 34 25 JARV IS… 32 26 Kate Bush 30 27 Die Sterne 29 28 DJ Shadow 29 29 International Music 28 30 Oneohtrix Point Never 28 31 Pixies 28 32 The Knife 28 33 The Beach Boys 26 34 Aphex Twin 25 35 Public Enemy 25 36 Matthijs Kouw 24 37 Hüsker Dü 22 38 Karl Hector & The Malcouns 22 39 Talking Heads 22 40 CAPITAL BRA 21 41 Do Make Say Think 21 42 MVK 21 43 Die Nerven 20 44 James Krivchenia 20 45 Kraftwerk 19 46 Wolfgang Ambros 19 47 Desmond Dekker 18 48 Ego Ella May 18 49 Norah Lorway 18 50 The Cure 18
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Norah Lorway – Future Void
Future Void von Norah Lorway wird mit der Option Name Your Price bei Bandcamp angeboten. Ich zahlte 4$, das schien mir für ein vier Titel umfassendes Album angemessen.
Das Album ist einer von drei Funden der Liste The Best Experimental Music on Bandcamp: October 2020. Von der Künstlerin habe ich zuvor nie gehört. Wer ist Norah Lorway? Bei Twitter firmiert sie unter @norahlorway. Ihr Profil auf Bandcamp gibt folgende Informationen:
Dr. Norah Lorway originally hails from Vancouver, British Columbia. She now lives in Cornwall, United Kingdom, where she is a lecturer and researcher at Falmouth University, as well as a software creator, artificial intelligence explorer, and curator of the digital music label Xylem Records.
Musikalisch trifft dieses Album genau meinen Geschmack, wenn es um Ambient geht: Drones, Rauschen und verhuschte Klänge, keinerlei Anmutung von echten Musikinstrumenten oder gar Stimmen. Die Stücke sind zwischen drei und acht Minuten lang. Gefühlt könnten sie noch viel länger so weitergehen, aber ich weiß auch, dass ich solche Zwanzigminüter nahezu nie höre. Auch Ambient ist dann gut, wenn man das Stück direkt nochmal hören will.
Monoton ist diese Musik überhaupt nicht. End Meet verwandelt sich im zweiten Drittel zu einem hochtönigen leicht metallisch anmutenden Rauschen, wie Wind in Stollen oder Gewölben.
„On „Future Void“, Norah uses live-coding environments and programming languages to create an otherworldly sonic palette„, heißt es weiter auf Bandcamp. Das würde ich auch gern können. Bei mir reicht es nur für den dilettantischen Lärm mit Jeskola Buzz. Aber Hauptsache es macht Spaß.
Der letzte Titel, Always (Edit), ist zugleich das längste Stück des Albums. Der dominierende Klang changiert zwischen Wind und Chor. Auch hier: Reich an Dynamik und Vielfalt. Nach wenig mehr als zwanzig Minuten ist der erste Hördurchgang vorbei und der erste Eindruck könnte kaum besser sein. Empfehlenswerte Musik, auch für alle, die bislang mit Ambient oder abseitigen Klängen selten in Berührung kamen,
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Gidge – New Light
Gidge haben 2017 mit LNLNN ein Album veröffentlicht, das ich ohne zu Zögern in meine Top5 des letzten Jahrzehnts einreihen würde. Am 6. November erscheint nun endlich ein Nachfolger, den man bereits vorbestellen kann. Den Titeltrack New Light höre ich mir dann gleich erstmals an.

