Komme ich zur Super-Nova, so ist er längst bei den Pulsaren.
Max Frisch – Tagebuch 1966-1971
Komme ich zur Super-Nova, so ist er längst bei den Pulsaren.
Max Frisch – Tagebuch 1966-1971

Zu den Oppositionsparteien in Serbien hielten die Studierenden bewusst Abstand. Das hatte den Vorteil, dass die Bewegung sich sehr breit aufstellen konnte und auch nicht mit den oft unbeliebten Oppositionsparteien in Verbindung gebracht wurde.
Die schreibt Krsto Lazarević in den aktuellen »Blättern«. Es ist sicher nicht eins zu eins übertragbar, aber auch hier wäre zu wünschen, dass Anliegen so wenig wie möglich im Parlament versanden.
Gestern teilte ich einen Vortrag vom jüngsten CCC-Congress 39C3, in dem Rahel Becker and Anna Kassautzki („Zwei Ex-Insiderinnen aus Digitalausschuss und Bundestag“) unter dem Titel Power Cycles statt Burnout – Wie Einflussnahme nicht verpufft zu erklären versuchten, „wie politische Einflussnahme wirklich funktioniert“.
Nach Betrachtung des Vortrags muss man konstatieren: Sie funktioniert nicht. Soll sie gar nicht. Repräsentation ist – in der Tat – Abschirmung. Wenn es um die in der Vortragsbeschreibung gestellt Frage geht, wie die Zivilgesellschaft ihre Energie dort einsetzt, wo sie wirklich Wirkung entfaltet, müsste man antworten: Abseits der Repräsentation und ihrer Parlamente.
Titelbild: Left: Tsubame, barn swallow of carved wood, suspended from a length of green bamboo, made on the occasion of Shoryo-e, the Assembly of Sactified Ghosts, held in July of each year at Tennoji, an Osaka temple. 12 of these swallows decorate the hall; after the ceremony, people compete to take them home as charms to avert thunder. Right: noisemakers. (Volume 4, pg. 12), 1913. Unai no tomo. Aus dem Public Domain Image Archive.
More leisure time, better health outcomes, greater equality and lower carbon emissions, all with broadly comparable productivity: Europeans can be proud of their model, argues Gabriel Zucman, director of the EU Tax Observatory.
Wolf Wofl Wlof Wlfo Wfol Wflo oWlf oWfl olWf olfW ofWl oflW lWof lWfo loWf lofW lfWo lfoW fWol fWlo foWl folW flWo floW
Gibt’s ja sogar für Linux: Mein Browser: Zen
(Erwarte bei sowas irgendwie immer Mac-only)
Heute vor zehn Jahren erwarb ich das letzte Album von David Bowie: Blackstar. Es erschien an seinem 69. Geburtstag. Zwei Tage später starb er. Mehr als genügend Anlässe, um das Album mal wieder zu hören.
Zuvor wies mich mein Musikabspieldings „Plex“ daran hin, dass vor einem Vierteljahrhundert das Album Zweilicht der Gruppe Kante erschien; schon längst ein Klassiker deutscher Independentmusik. Am bekanntesten ist sicher Die Summe der einzelnen Teile:
Inhalte entstehen je länger je mehr nicht primär (sic!) durch lineares Schreiben, sondern im Dialog mit der KI durch Prompting, Kuratieren, Remixing und Feintuning. Die kreative Arbeit verschiebt sich von der reinen Ausführung hin zur Content-Regie. Wer Inhalte produziert, wird weniger Autor:in im klassischen Sinn und mehr «Creative Operator» – jemand, der Wirkung, Stimmung, Tonalität, Kontext und Grenzen setzt und die KI in schnellen Iterationsschleifen zum Ergebnis führt.
Ich lasse das mal hier so stehen, weil ich die Auffassung natürlich respektiere und auch spannend finde, aber sie auch für blühenden Unsinn halte. Oder anders: je mehr Leute das machen, desto besser für uns.

Die Vorbesitzerin dieses Buches erhielt es vor einigen Jahren antiquarisch aus Amsterdam. Im Umschlag ist der ursprüngliche Besitzer vermerkt, er lebte im Kibbuz Dovrat in Israel. Die Auflage dieses Buches ist von 1952, möglicherweise war er deutscher Emigrant, geflohen vor den Nazis. Sein Name legt dies nahe.
Emil Herz leitete den Ullstein Buchverlag in Berlin, bis er 1934 gezwungen wurde, die Stelle zu verlassen, woraufhin er auswanderte und in die USA gelangte. „Eines Tages stand unser jüngster Sohn Arthur in Uniform vor uns, um Abschied zu nehmen“, so Herz im Prolog des Buches. Die bitte des Sohnes: Herz möge das Haus der Vorfahren Steg aus seiner Erinnerung wieder auferstehen. „Der in so ernster Stunde geäußerte Wunsch war mir Gebot.“
Denk ich an Deutschland in der Nacht ist die Geschichte des Hauses Steg, eine fünf Generationen und zweihundert Jahre überspannende Saga, die jüdisches Leben in Deutschland, deutsche Geschichte aus Sicht deutscher Juden und jüdische Erfolge auf Gebieten wie Wissenschaft, Politik und natürlich Literatur in den Blick nimmt.
Da ist „das ungestüme Begehren, als nützliches Glied aufzugehen in die deutsche Allgemeinheit“, das Ausgeliefertsein gegenüber den oft antisemitischen und selten judenfreundlichen Gesinnungen der jeweiligen Herrscher, Monarchen oder Regierungschefs. Auch liefert Herz spannende Einblicke in das aufstrebende Verlagsgeschäft um und nach 1900, in dem er führend tätig war.
Das Buch endet mit einem Gedenken all jener, die der Vernichtung nicht entkommen konnten und einem Zitat aus dem biblischen Buch Ezechiel, in dem die Toten wiederauferstehen.
Und siehe, da rauschte es, als ich weissagte; es regte sich, und die Gebeine kamen wieder zusammen.
Odem kam in sie und sie wurden wieder lebendig und sie richteten sich auf ihre Füße. Es war ihrer eine unabsehbare Menge.




Schön ist, dass ich nicht nur binnen fünfzehn Minuten in der Innenstadt bin, sondern auch in bester Gegend.