-
Sehr interessant: Make Space Great Again – Weltraumpolitik unter Trump von Hintergrund – Deutschlandfunk
https://www.deutschlandfunk.de/weltraumpolitik-der-usa-make-space-great-again-100.html -
Henry David Thoreau ging gerne spazieren. Vier Stunden pro Tag, schreibt er hier. Und viel geschrieben hat er auch, zum Beispiel über das Spazierengehen. Im Winter, bei Nacht, oder einfach so.
Das hatte alles zu seiner Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts in Neuengland sicher eine besondere Qualität. Man kann verstehen (und das klingt auch in Excursions des öfteren an), warum Thoreau nichts von Politik hielt: Weil man sie in dieser Landschaft, wo nur alle paar Meilen jemand wohnt, schlicht nicht braucht. Ortschaften, Städte gar, hat er gemieden. Thoreau lustwandelte durch einen (für ihn) paradiesischen Naturzustand und musste fast zwangsläufig zu dem Schluss kommen wie er ihn in der berühmten Einleitung zu Civil Disobedience festhielt:
„That government is best which governs not at all“
Excursions umfasst neun Essays, die meisten handeln vom Wandern, manche auch in belehrend-dozierendem Tonfall über Äpfel und Apfelbäume oder über die Frage, warum bestimmte Bäume irgendwo wachsen, aber woanders nicht. Das hätte ich alles nicht gebraucht. Ganz wunderbar hingegen sind seine Schilderungen vom Wandern im winterlichen Neuengland.
-
das muster ist immer das gleiche: die neuangekommenen werden als bedrohung angesehen, es gibt unzählige konflikte und spannungen, aber nach zwei, drei generationen wirkt der name schimanski plötzlich deutsch und die saint-patricks-parade in new-york ur-amerikanisch.
wirres endlich mal wieder zu einem anderen Thema als home automation, nämlich das differenzierter ressentimieren mit dem tagesspiegel
-
Heute gelernt: Der RBB hat ein „Heimatjournal“, natürlich mit dem Moderationsroboterzombie Ulli Zelle, und sie haben ihn in meinem Kiez aus dem Bulli geschmissen: „Ulli Zelle ist im Westfälischen Viertel unterwegs„
Wie verschnarcht, betulich und provinziell dieser Sender Berlin präsentiert, lässt mich jedes Mal aufs Neue fassungslos zurück.
-
Ein interessanter Kontrast zu der Science Fiction von Ursula Le Guin, die ich zuvor gelesen habe.
Während sie so wenig Aufwand wie nötig auf das World Building verwendet und anstelle dessen alles was sie hat in die Charaktere und die Geschichte investiert, stapelt Vernor Vinge Konzepte auf Konzepten und verfängt bei mir leider überhaupt nicht.
(Gelesen auf Empfehlung von tor.com)
-
Ein Plädoyer für Europa im Angesicht der blutigen Verwüstungen seiner Geschichte: Navid Kermani berichtet von einer Reise, die ihn von Köln bis nach Isfahan führte.
via faz.net
-
The Culture, a fictional interstellar utopian society from author Iain M. Banks is being adapted for television for the first time, to come to life exclusively on Prime Video
Quelle. Verflixt nochmal, muss ich mir doch wieder den Amazon-Kram anschaffen.
-
Lukas Haffert beim Merkur über Orte als Symbole für Eliten und deren Kritik: Metropole des Populismus – Berlin als Totem der Elitenkritik:
In den Partei- und Fraktionszentralen der Bonner Republik arbeiteten Parteisoldaten, die ein Leben in Bonn in Kauf nahmen, um Politik machen zu können. In den Partei- und Fraktionszentralen der Berliner Republik dagegen arbeiten Kosmopoliten, die Politik in Kauf nehmen, um in Berlin leben zu können.
In dieser Hinsicht war die Bonner Republik in einer einzigartig günstigen Situation: Kein einziges führendes Medienhaus war in Bonn angesiedelt.
Liberale Demokratien scheinen überall auf der Welt von innen infrage gestellt zu werden. Raji Steineck über die Lage in Japan: Verfassungsreform in Japan – Vorwärts in die autoritäre Vergangenheit?
Am 5. Januar hat Japans Regierungschef Shinzō Abe in einer Pressekonferenz die Vorbereitung einer Verfassungsreform ganz oben auf die Agenda für dieses Jahr gesetzt. Im Zentrum steht die Änderung des Artikels 9, in dem Japan dem Krieg als Mittel der Politik grundsätzlich entsagt.
-
Was Christian Ihle sagt: „Es sind herrliche Zeiten für den deutschen Noise-Rock.“ -
„Der Mann und die Tat“ lautet der Untertitel dieses Biographieromans und ähnlich pathetisch schildert Stefan Zweig den Seefahrer. Unzählige Male wird dem Leser von dessen Entschlossenheit und Nüchternheit vorgeschwärmt. Die Schilderung der Weltumseglung wird – sicher weit über die Quellenlage hinaus – mit zahllosen Details ausgeschmückt. Aber die Geschichte ist eben auch schon für sich genommen schon außerordentlich spannend. Und wenn es um die Entbehrungen der Seefahrer, den Hunger, die Konflikte zwischen Spaniern und Portugiesen an Bord, das wochenlange Überwintern in irgendeiner südamerikanischen Bucht, die Ungewissheit geht, zahlt sich Zweigs Stil tatsächlich aus.
-
Die eigentliche Geschichte hat auf mich keinerlei Reiz ausgeübt. Es geht um das Wetter, Österreich, das Ruhrgebiet, „Wetten, dass…“ und eine Jugendliebe. Was das Buch ausmacht, ist die Form, in der sie erzählt wird. Dazu wäre aber wohl jedes Wort zuviel verraten. Das Buch war eben dieser Form wegen interessant. Mehr aber nicht.









