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  • Moco

    Notizen nach dem Besuch des besonders auf *Instagramability* optimierten Museums »Moco« in Amsterdam.

    Der Revoluzzerkitsch von Banksy steht für das Totalversagen der aktivistischen Kunst. Alles, wogegen er sich richtet, Polizei- und Überwachungsstaat, Autoritarismus und Totalitarismus, sind in der Zeit seines Wirkens stärker geworden.

    Gegenwartskunst muss sich stets erklären; bevorzugt mit Text im Werk selbst. Sie hat kein theoretisches Fundament, ist kein Teil einer Strömung, aus der heraus sie sich ergibt, wie dies noch zu Zeiten Warhols gewesen sein mag. Ausnahme: Postkolonialismus.




    Wie sie neulich im Salon der Neuen Zwanziger sagten: Liberalismus reagiert auf Kritik und Konfrontation nur mit noch mehr Liberalismus. Eigene Ergänzung: bis das nicht mehr geht, und er wieder zum Faschismus mutiert.

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  • #saytheirnames

    Im Videoformat von TAKDIR. Die Anerkennung (2021) bringt die Künstlerin Ülkü Süngün Teilnehmenden die korrekte Aussprache der Namen der zehn Mordopfer des NSU bei. Nach einem Lauttraining für die Aussprache von »r« »z«, »ı« »ç« als Vorübung, werden zunächst die einzelnen Namen von ihr vorgesprochen, dann nachgesprochen und schließlich gemeinsam mit den Teilnehmenden laut vorgetragen.

    Enver Şimşek. Abdurrahim Özüdoğru. Süleyman Taşköprü. Habil Kılıç. Mehmet Turgut. İsmail Yaşar. Theodoros Boulgarides. Mehmet Kubaşık. Halit Yozgat. Michèle Kiesewetter.

    Aus dem Essay Wie wir erinnern von Leh-Wei Liao, erschienen in der Edit No. 95

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  • That’s Soul 2 #Vinyl

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  • geraeusche

    “A mask sounds the death knell.”, Odilon Redon, 1882.

    Felix Schwenzel hat Glockenläuten gefilmt – „ein höl­len­lärm“ – und beim Schauen fragte ich mich, ob Läuten einst das lauteste Geräusch im Alltag der Menschen gewesen sein mag. Wahrscheinlich nicht, meint Claude in einer hinreichend plausiblen Antwort, die auf das Feld der akustischen Ökologie führte. Hier eine eindrucksvolle Stoffsammlung dazu.

    Das Projekt Historical Soundscapes, c. 1200-c.1800 sammelt Berichte von Klängen verschiedener Städte, etwa den Glocken von Granada nach der Reconquista. Auch in Bochum wurden einst Glocken gegossen.

    Klang als Begegnung mit moderner Technologie behandelt L. M. Sacasas hier in The Enclosure of the Human Psyche:

    In his 1964 classic, The Machine in the Garden: Technology and the Pastoral Ideal in America, the late cultural historian Leo Marx remarked upon the frequency with which a certain anecdote appeared in the letters of early 19th-century American writers. The recurring anecdote was an account of when and where the writer first heard the distinctive whistle of a train.

    Was ist das charakteristische Geräusch der Postmoderne? Sicher jenes, welches wir nicht zuordnen können.Beispielsweise der mysteriöse Knall – ein beliebtes Thema der Lokalpresse.

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  • Enthemmung

    „Dominique Pelicot fand mehr als 70 Männer, die seine betäubte Frau vergewaltigen wollten – in einem Radius von maximal 50 Kilometern. Und Mazan ist eine kleine Gemeinde, nicht Berlin oder Paris. Im vergangenen Monat wurde eine Facebook-Gruppe mit 32.000 italienischen Männern entdeckt, die sexy Fotos ihrer Ehefrauen ohne deren Einwilligung teilten. Im Dezember haben Journalistinnen eine Telegram-Gruppe mit 70.000 Mitgliedern infiltriert, die sich dabei unterstützten, ihre Partnerinnen unter Drogen zu setzen und zu missbrauchen. Das heißt, viele Männer sind bereit, zu vergewaltigen.“

    Hierzu die inhaltliche Rahmung des Perlentauchers: „Jolinde Hüchtker unterhält sich für die Zeit mit Manon Garcia, Professorin für Praktische Philosophie an der FU Berlin, über den Prozess gegen Dominique Pelicot, den Garcia gerade in ihrem Buch „Mit Männern leben“ verarbeitet hat. Man spürt im Interview, wie geschockt sie immer noch ist von den bloßen Tatsachen, die im Prozess aufgedeckt wurden.“

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  • Mülheim a.d. Ruhr

    Endlich auch dort ein wenig spaziert. Schön war’s.

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  • Diese Saison mal wieder mit Stecktabelle (erstmal nur zweite Liga, ich bin nicht so der Bastler). Hier der prognostizierte Tabellenstand zum Saisonabschluss.

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  • World University Games

    Zumindest am letzten Tag wollte ich im neuen Lohrheidestadion noch ein wenig Leichtathletik gucken. Das hat Spaß gemacht, vor allem der  Stabhochsprung.

    Das Drumherum nervte geringfügig: Tickets gab es nur online, an den Kiosken galt hingegen ausschließlich Barzahlung.

    Vor allem kam man mit dem Bus 365 zwar hin, aber nicht weg, denn die Haltestelle direkt am Stadion ist ebenso aufgehoben wie die nächste. Begründung: wegen einer Veranstaltung — also genau der Grund, der funktionierende Busse eigentlich nahelegen sollte.

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  • schlssprk

    Über dem Museum unter Tage grasen die Kanadagänse oder tun einfach, was sie tun, während Menschen zu Fahrrad und zu Fuß das Café mit dem keinesfalls ernstzunehmenden Namen Baristoteles aufsuchen oder es verlassen.

    Ich komme vom Sport, bin mit dem Rad aus der Stadt hierher gefahren und schwitze in einem unerhörten Maße nach, meide daher die überfüllten Terrassen des Cafés und sitze drinnen. Sie machen hier einen phänomenalen Käsekuchen, den man nun Cheesecake oder sogar New York Cheesecake nennt. Weiß New York davon? Vermutlich ist es wie mit dem Döner, der hier zunehmend und unnötigerweise als Berliner Spezialität vermarktet wird. In ein paar Jahren wird es wie mit der Currywurst sein, deren Urheberschaft diverse Städte und Regionen für sich reklamieren.

    Ich erwäge einen Museumsbesuch unter Tage. Es ist sehenswert, ohne zuviel Zeit in Anspruch zu nehmen. Zu dem Museum gehört zudem das angrenzende Areal Situation Kunst, dessen ständige ich ebenfalls in bester Erinnerung habe. Jedoch: nicht heute.

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