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  • Föderierte Antwort

    Gerade gelernt: Es gibt einen Föderierte Antwort-Block im WordPress ActivityPub-Plugin. Direkt mal testen:

  • Die neuen Zeitalter

    The Primeval Storm, 1883. Ragnarok: The Age of Fire and Gravel

    Das Buch Faschismuserfahrungen im Ruhrgebiet von Lutz Niethammer beginnt mit einem Brechtzitat, welches ich in einem meiner zu vielen Notizbücher notierte und erst jetzt wiederfand:

    Die neuen Zeitalter beginnen nicht auf einmal. Mein Großvater lebte schon in der neuen Zeit. Mein Enkel wird wohl noch in der alten leben.

    Es stammt, wie ich eben recherchierte, aus dem Gedicht DIE NEUEN ZEITALTER, hier veröffentlicht.

    Das Neue löst das Alte nicht ab. Was neu und was alt ist, steht selbst nicht fest, sondern ist möglicherweise Verhandlungssache, Thema von Kommunikation, Gegenstand von Widersprüchen, von Streit. Der iPhone-Moment war 2007, das iPhone-Zeitalter begann vielleicht schon 1907.

    Zugleich wissen wir nicht, welche Zeitalter bereits begonnen haben. Sind wir die Enkel, sind wir die Großväter?

  • Moco

    Notizen nach dem Besuch des besonders auf *Instagramability* optimierten Museums »Moco« in Amsterdam.

    Der Revoluzzerkitsch von Banksy steht für das Totalversagen der aktivistischen Kunst. Alles, wogegen er sich richtet, Polizei- und Überwachungsstaat, Autoritarismus und Totalitarismus, sind in der Zeit seines Wirkens stärker geworden.

    Gegenwartskunst muss sich stets erklären; bevorzugt mit Text im Werk selbst. Sie hat kein theoretisches Fundament, ist kein Teil einer Strömung, aus der heraus sie sich ergibt, wie dies noch zu Zeiten Warhols gewesen sein mag. Ausnahme: Postkolonialismus.




    Wie sie neulich im Salon der Neuen Zwanziger sagten: Liberalismus reagiert auf Kritik und Konfrontation nur mit noch mehr Liberalismus. Eigene Ergänzung: bis das nicht mehr geht, und er wieder zum Faschismus mutiert.

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  • #saytheirnames

    Im Videoformat von TAKDIR. Die Anerkennung (2021) bringt die Künstlerin Ülkü Süngün Teilnehmenden die korrekte Aussprache der Namen der zehn Mordopfer des NSU bei. Nach einem Lauttraining für die Aussprache von »r« »z«, »ı« »ç« als Vorübung, werden zunächst die einzelnen Namen von ihr vorgesprochen, dann nachgesprochen und schließlich gemeinsam mit den Teilnehmenden laut vorgetragen.

    Enver Şimşek. Abdurrahim Özüdoğru. Süleyman Taşköprü. Habil Kılıç. Mehmet Turgut. İsmail Yaşar. Theodoros Boulgarides. Mehmet Kubaşık. Halit Yozgat. Michèle Kiesewetter.

    Aus dem Essay Wie wir erinnern von Leh-Wei Liao, erschienen in der Edit No. 95

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  • That’s Soul 2 #Vinyl

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  • geraeusche

    “A mask sounds the death knell.”, Odilon Redon, 1882.

    Felix Schwenzel hat Glockenläuten gefilmt – „ein höl­len­lärm“ – und beim Schauen fragte ich mich, ob Läuten einst das lauteste Geräusch im Alltag der Menschen gewesen sein mag. Wahrscheinlich nicht, meint Claude in einer hinreichend plausiblen Antwort, die auf das Feld der akustischen Ökologie führte. Hier eine eindrucksvolle Stoffsammlung dazu.

    Das Projekt Historical Soundscapes, c. 1200-c.1800 sammelt Berichte von Klängen verschiedener Städte, etwa den Glocken von Granada nach der Reconquista. Auch in Bochum wurden einst Glocken gegossen.

    Klang als Begegnung mit moderner Technologie behandelt L. M. Sacasas hier in The Enclosure of the Human Psyche:

    In his 1964 classic, The Machine in the Garden: Technology and the Pastoral Ideal in America, the late cultural historian Leo Marx remarked upon the frequency with which a certain anecdote appeared in the letters of early 19th-century American writers. The recurring anecdote was an account of when and where the writer first heard the distinctive whistle of a train.

    Was ist das charakteristische Geräusch der Postmoderne? Sicher jenes, welches wir nicht zuordnen können.Beispielsweise der mysteriöse Knall – ein beliebtes Thema der Lokalpresse.

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  • Enthemmung

    „Dominique Pelicot fand mehr als 70 Männer, die seine betäubte Frau vergewaltigen wollten – in einem Radius von maximal 50 Kilometern. Und Mazan ist eine kleine Gemeinde, nicht Berlin oder Paris. Im vergangenen Monat wurde eine Facebook-Gruppe mit 32.000 italienischen Männern entdeckt, die sexy Fotos ihrer Ehefrauen ohne deren Einwilligung teilten. Im Dezember haben Journalistinnen eine Telegram-Gruppe mit 70.000 Mitgliedern infiltriert, die sich dabei unterstützten, ihre Partnerinnen unter Drogen zu setzen und zu missbrauchen. Das heißt, viele Männer sind bereit, zu vergewaltigen.“

    Hierzu die inhaltliche Rahmung des Perlentauchers: „Jolinde Hüchtker unterhält sich für die Zeit mit Manon Garcia, Professorin für Praktische Philosophie an der FU Berlin, über den Prozess gegen Dominique Pelicot, den Garcia gerade in ihrem Buch „Mit Männern leben“ verarbeitet hat. Man spürt im Interview, wie geschockt sie immer noch ist von den bloßen Tatsachen, die im Prozess aufgedeckt wurden.“

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  • Mülheim a.d. Ruhr

    Endlich auch dort ein wenig spaziert. Schön war’s.

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  • Stecktabelle

    Diese Saison mal wieder mit Stecktabelle (erstmal nur zweite Liga, ich bin nicht so der Bastler). Hier der prognostizierte Tabellenstand zum Saisonabschluss.

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