In der Juni-Ausgabe der „Blätter“ deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus.
Derweil fand in Rom der Gründungsparteitag einer neuen rechten Partei namens „Futuro Nazionale“ statt. Zudem haben tausende Menschen für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik demonstriert.
Auch in Polen erfährt der Rechtsradikale Grzegorz Braun wachsende Zustimmung. Und auch in Deutschland wird die Enttäuschung der Narzissten angesichts der Tatsache, dass eine rechte Regierung sich nur graduell von bisherigen Regierungen unterscheiden wird, noch extremere Bewegungen befördern.
Die chronisch Gekränkten werden sich weiterhin gekränkt fühlen und ihre Ansprüche befriedigt wissen wollen, die moralische Stumpfheit wird sich weiter Bahn brechen.