Politik der Öffentlichkeit zuführen | Komplexität abschichten | Ambient, Drone & Noise
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Es freute mich, in Daniela Strigls Nachwort zu lesen, dass Marlen Haushofer eine Schwäche für utopische Romane und Science Fiction-Kolportage hatte. Schließlich ist auch die titelgebende Wand ein Science Fiction-Motiv, das jedoch, kaum, dass es in die Handlung eintritt, diese in radikalsten Realismus umschlagen lässt: das Wetter, die Jahreszeiten, die Nahrungsmittelversorgung, die Tiere. Vor allem die Tiere, die ohne jede Disneyfizierung zu echten Figuren der Erzählung werden.
Wie es Haushofer gelingt, die Gleichförmigkeit ohne Monotonie zu erzählen – geradezu als Spannung ohne Spannung -, das beeindruckt auch erzählökonomisch. Wusste sie von Beginn an, wie die Geschichte enden müsste? Ich glaube, ja. Umso mehr erstaunt, wie – und wie wenig – sie die Erzählung darauf hinauslaufen lässt.
Auch aus Strigls Nachwort:
Bemerkenswert ist auch die besondere Aufmerksamkeit, die das Kultbuch anlässlich seines 60. Geburtstags in französischen Medien erhielt: Die Bloggerin Maureen Wingrove alias Diglee hatte Die Wand 2019 in einer Wühlkiste entdeckt und eine begeisterte Empfehlung publiziert – das Buch war im Nu vergriffen, die Neuauflage ein Bestseller und Haushofer als literarische Größe in Frankreich durchgesetzt.
Cate Blanchett ist natürlich grandios, so wie dieser Film auch zu weiten Teilen hervorragend inszeniert ist. Aber: Hochkultur und Kunst als Ort neoliberalen Wettbewerbs, intriganter Machtspiele und erbarmungsloser Leistungsschau habe ich nach Filmen wie Whiplash oder auch Black Swan ein bißchen über.
Es wirkt fast, als solle bloß niemand auf die Idee kommen, künstlerisches Schaffen könne auch abseits von Wertschöpfung stattfinden. Was sie im Fall der Filmindustrie ja tatsächlich kaum tut.
Mal ein Sprachmodell eine Liste von Filmen, in denen Kunst Spaß macht, kompilieren lassen:
Kunst im Alltag, ohne Verwertungsabsicht
Paterson (Jim Jarmusch, 2016): Ein Busfahrer schreibt Gedichte in ein Notizbuch, ohne jeden Gedanken an Veröffentlichung. Fast schon das Gegenprogramm zu Tár.
Maudie (Aisling Walsh, 2016): Die Malerin Maud Lewis malt in ihrer winzigen Hütte in Nova Scotia einfach weiter, weil es sie glücklich macht.
Herb & Dorothy (Megumi Sasaki, 2008, Doku): Ein Postangestellter und eine Bibliothekarin sammeln jahrzehntelang Konzeptkunst vom kleinen Gehalt, aus reiner Begeisterung, und verkaufen nie etwas.
Dilettantismus als Glück
Ed Wood (Tim Burton, 1994): Der „schlechteste Regisseur aller Zeiten“ und seine Truppe, voller Liebe zum Filmemachen.
Abgedreht / Be Kind Rewind (Michel Gondry, 2008): Videothekenangestellte drehen Hollywoodfilme mit Pappe nach, am Ende macht das ganze Viertel einen Film zusammen.
Son of Rambow (Garth Jennings, 2007): Zwei Jungs drehen ihren eigenen Actionfilm mit Camcorder.
Waiting for Guffman (Christopher Guest, 1996): Kleinstadt-Laientheater probt ein Musical zum Stadtjubiläum. Mockumentary, sehr warmherzig.
Gemeinsam Musik und Bühne machen
Sing Street (John Carney, 2016): Dublin 1985, Schüler gründen eine Band, weil es das Leben erträglicher macht.
Buena Vista Social Club (Wim Wenders, 1999): Alte kubanische Musiker spielen, weil sie es lieben.
Rhythm Is It! (2004, Doku): Berliner Schulkinder tanzen mit den Philharmonikern Le Sacre du printemps. Hochkultur mal als Ermöglichung statt Auslese.
Topsy-Turvy (Mike Leigh, 1999): Die Entstehung von Gilbert & Sullivans Mikado, mit viel Liebe zum Handwerk und zum kollektiven Probenprozess.
Kunst als Prozess und Begegnung
Visages Villages (Agnès Varda & JR, 2017): Eine alte Filmemacherin und ein junger Fotograf fahren durch Frankreich und kleben riesige Porträts von Dorfbewohnern an Wände.
Rivers and Tides (Thomas Riedelsheimer, 2001): Andy Goldsworthy baut Land Art aus Eis, Blättern und Steinen, die die Natur wieder verschluckt. Konsequenter lässt sich Kunst abseits von Wertschöpfung kaum zeigen.
Le Mystère Picasso (Henri-Georges Clouzot, 1956): Man schaut Picasso einfach beim Malen zu, Bild um Bild, verwirft, übermalt, spielt.
Da die Zeitungen dazu schweigen, ist es ausgerechnet dem katholischen Filmdienstvorbehalten, ausführlich auf die Wiederaufführung von KenRussells aufwändig restauriertem und erstmals ungeschnitten gezeigtem kleruskritischem Klassiker „The Devils“ von 1970 hinzuweisen. Der Film hat eine geradezu legendäre Zensurgeschichte und sorgte damals für Skandale bis in höchste Reihen der katholischen Kirche.
Aber dass Journalisten Dinge veröffentlichen, von denen sie eigentlich nichts wissen sollten, ist nicht nur erlaubt, sondern oft genau das, was Journalismus ausmacht. Eben nicht nur Verlautbarungen zu veröffentlichen, die für die Öffentlichkeit sorgfältig kuratiert und geschönt wurden, sondern das, was wirklich passiert.
Gleichwohl ist die Causa Eralp/Der Spiegel ein Grenzfall. Deshalb wird sie ja auch breit diskutiert und deshalb fügt auch Niggemeier hinzu:
Der Spiegel rechtfertigt in seinem Artikel seine Veröffentlichung der internen Kommunikation ausführlich damit, dass es ein öffentliches Interesse an dieser Information gibt. Und schießt dabei über das Ziel hinaus.
Peinlich wird es, wenn in der Diskussion wieder einmal von Kampagnen und Manipulation die Rede ist. Das ist das Spiel, das stets alle Sympathisanten aller Parteien betreiben, wenn die Presse sich erlaubt, sich nicht einfach mit der guten Sache gemein zu machen. Es ist fast nicht mehr erklärbar, unter welchen Umständen es denn keine Kampagne wäre; der Vorwurf ist nicht falsifizierbar und geht daher fehl.
Für richtig halte ich hingegen, alle Inhaber politischer Macht strengster Beobachtung durch die Öffentlichkeit, die Medien, die Presse, meinetwegen auch die „vierte Gewalt“ zu unterwerfen. Das gilt für die Partei „Die Linke“ mit rund einem Viertel der Wählerstimmen in Berlin ebenso wie zum Beispiel für die Bundesregierung, den grünen Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg, oder die Fraktionen der Partei „Alternative für Deutschland“ in Bund und Ländern.
Schonung ist dabei unangebracht. Wer über Mittel verfügt, uns zu beherrschen oder meinetwegen zu „regieren“, der wird kontrolliert. Keinesfalls sollte irgendwer auf Händen ins Rote Rathaus oder wer weiß was für einen Regierungssitz getragen werden, von niemandem und schon gar nicht von der Presse.
„Journalisten sind keine Mikrofonhalter für die Mächtigen und keine Pressesprecher von Politikern. Ihre Aufgabe ist es, die Politik zu kontrollieren und wo nötig zu kritisieren. Das ist in einer Demokratie die Rolle der Medien: die einer unabhängigen Instanz, die gesellschaftliche Debatten führt und Informationen zutage fördert, auf deren Grundlage sich Menschen eine Meinung bilden können.“
Müller erwiderte der Spiegel habe gegen „journalismusethische Grundsätze“ verstoßen. Es gebe keinen Grund, „einen Menschen einer bereits als real erkannten und im Fall von Elif Eralp auch noch vom Landeskriminalamt Berlin beglaubigten Gefahr auszusetzen.“
the idea that tech is political sometimes obscures the ways in which social media may be antipolitical.
[…]
Because it demobilizes and scatters the polity; it makes it much harder to come together, deliberate, and effect change in our communities.
Polity ist der unterschätzte Begriff gegenüber Policy: Politische Inhalte zu erfinden, zu benennen und Medien mit ihnen zu befüllen ist leicht: #followthescience, Bestaunen, was andere schon machen (wie die niederländische Radverkehrspolitik), Petitionen schreiben etc. Für sie zu mobilisieren ist die Herausforderung.
Nichts gehört der Vergangenheit an. Alles ist Gegenwart und kann wieder Zukunft werden.
Fritz Bauer
Dazu passen die schönen Brechtzeilen aus DIE NEUEN ZEITALTER, hier veröffentlicht und hier von mir erstmalig zitiert.
Die neuen Zeitalter beginnen nicht auf einmal. Mein Großvater lebte schon in der neuen Zeit. Mein Enkel wird wohl noch in der alten leben.
Im Zuge dessen würde es sich lohnen, auf das Pace Layering und die Ungleichzeitigkeit gesellschaftlicher Zusammenhänge einzugehen, die Stewart Brand in ein seltsames Zwiebelmodell versetzte. Stattdessen sei der Text hier einfach empfohlen, ebenso wie die deutlich aktuellere Abzweigung davon: Attention is All You Need von deepfates.
In einem bemerkenswerten Akt der Verwaltungskooperation haben die Landesparlamente aller Bundesländer mit https://www.parlamentsspiegel.de/ ein gemeinsames Informationssystem aller Beratungsvorgänge und Dokumente eingerichtet. Der Bestand umfasst gut eine Million Vorgänge und knapp 2,5 Millionen Dokumente in 153 Sachgebieten. Das Suchfeld nimmt Begriffe mit logischen Verknüpfungen an, etwa „Gesetz || Gesetzgebung“. Eine zuschaltbare Worterweiterung findet auch abgewandelte Wortformen.
Parlamentsspiegel: Exzellentes Suchportal mit nur einem Nachteil
Die Filtermöglichkeiten umfassen den Zeitraum, Vorgangstypen (Anfrage, Antrag, Bericht, Beschlussempfehlung, Debatte, Gesetzgebung, Sonstiges, Vorschrift, Wahl), die Beschränkung auf einzelne Landesparlamente, Sachgebiete in acht Themenbereichen von „Staat / Politik / Verwaltung“ bis „Finanzen / Vermögen“ und Urheber getrennt nach Fraktionen und Körperschaften und nach Personen, mit eigenem Namensfeld und Namenserweiterung.
parlamente.org: Das Push-Medium für parlamentarische Vorgänge
Kurz: Der Parlamentsspiegel ist ein hervorragendes Angebot, er hat nur einen Nachteil: Pull statt Push. Ich muss für eine Recherche vorbeischauen und aktiv suchen. Das mag für zahlreiche Nutzungsformen ausreichen, ich benötige bei der Arbeit hingegen Feeds, die abonnierbar sind und automatisch gefiltert und anderweitig verarbeitet werden. Darum habe ich https://parlamente.org/ in erster Linie als Unterstützung meiner Arbeit gebaut: Das Tool holt sich die Dokumente aller sechzehn Landtage, des Bundestags und des Europäischen Parlaments, bereitet sie auf und erzeugt für jedes Parlament einen RSS-Feed.
Die Quellen sind durchaus vielfältig. Einige Landtage betreiben eigene RSS-Feeds, die werden lediglich durchgeschleift, viele tun das (zu meinem Leidwesen und Unverständnis) aber auch nicht, so dass ich hier andere Lösungen finden musste.
In einigen Fällen habe ich einen Newsletterdienst abonniert, von Claude Code entworfene Skripte lesen die Mails aus. Der Bundestag, das EU-Parlament, und der sächsische Landtag betreiben offene Schnittstellen. Sehr speziell sind Berlin und Brandenburg: Hier wird der XML-Vollexport, welcher mutmaßlich auch den Parlamentsspiegel speist, öffentlich angeboten und von parlamente.org einmal am Tag eingelesen – das hätte ich am liebsten bei allen Landtagen.
Art
Parlamente
Wie
Offene Schnittstelle (API)
Bundestag, EU-Parlament, Sachsen
Bundestag: DIP-API mit Schlüssel. EU: EP Open Data API v2 (JSON-LD, CC BY 4.0). Sachsen: die offene JSON-Schnittstelle hinter EDAS, liefert den gesamten Bestand.
XML-Vollexport (PARDOK-Format)
Berlin, Brandenburg
Offene Opendata-Dateien der Parlamente (pardok-wp19.xml, exportWP8.xml), werden komplett eingelesen.
RSS-Feed (direkt)
Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern
Offene Drucksachen-Feeds der Landtage. Sie tragen nur das Neueste, ohne Rückblick.
Die Infodienste der Landtage verschicken Mails, die von Skripten ausgelesen werden.
Offene parlamentarische Daten? Fehlanzeige
Dieses System ist, darüber will ich nicht hinwegtäuschen, auf feinstem Sand gebaut: Ändert sich die Struktur eines Newsletters oder wird ein PARDOK-Export nicht mehr online gestellt, so bricht dessen Verbindung ab. Solange es einen alternativen Weg gibt, den mir ein Sprachmodell schnell ausbauen kann, mag das handhabbar sein, aber von einem Idealzustand echter offener Daten aller Parlamente in Deutschland (Europa ist hier tatsächlich vorbildlich) sind wir weit entfernt. Diesem Umstand fiel wohl https://kleineanfragen.de/ zum Opfer; die Plattform wurde 2020 abgestellt. Aus der Begründung:
In den letzten Monaten haben immer mehr Parlamente ihre Parlamentsdokumentation überarbeitet. Leider passierte dies, ohne an stabile URLs oder an offene Daten zu denken. Das hat zur Folge, dass für jedes einzelne der 17 Parlamente immer wieder umfangreiche Änderungen an der Software von kleineAnfragen notwendig sind, um die veröffentlichten Anfragen importieren zu können.
Auf parlamente.org habe ich mit https://kleineanfragen.parlamente.org/ einen ersten Versuch unternommen, die Funktionalität nachzubauen, allerdings noch mit einigen Reibungen und Unschärfen. Der Parlamentsspiegel bietet eine hervorragende Übersicht kleiner Anfragen, allerdings wie beschrieben: Nur zum Vorbeisurfen und Nachgucken (und nicht für den Bundestag).
q=Windkraft (Suchbegriff). Beispiel: https://kleineanfragen.parlamente.org/feed.xml?parlament=nrw&q=Schule&art=antworten Am einfachsten: Im Portal eine Auswahl treffen, der Browser bietet den Feed dann für genau diese Auswahl an.
Parlamente: alle 18, alphabetisch, jeder mit eigenem Namen und eigener Website. Inoreader und andere Reader legen sie deshalb als getrennte Feeds an, nicht als einen.
Kleine Anfragen: neue Anfragen und neue Antworten.
Bild: Kawanabe Kyōsai, Küchengeräte wie Deckel, Töpfe und Untersetzer als Dämonen, aus „Hyakki Yagyō“ (Nachtparade der hundert Dämonen), Holzschnitt, 1890. The Metropolitan Museum of Art, gemeinfrei (CC0), über das Public Domain Image Archive.
„people who were right a lot of the time were people who often changed their minds.“
Dieses Zitat von Jeff Bezos hat mich vor vierzehn Jahren offenbar so beeindruckt, dass ich es hier verlinkte. Es stammt aus einem Gespräch, das Jason Fried, der Gründer von Basecamp, unter dem Titel Some advice from Jeff Bezos mit ihm geführt hat.
Ich weiß nicht mehr genau, warum mich das Zitat damals hinreichend beeindruckte; vermutlich hatte es für mich etwas mit politischen Überzeugungen zu tun, die infrage zu stellen sich lohne – siehe auch die Habermas-Maschine in der „idealen Sprechsituation“. Dabei spricht Bezos zweifellos implizit von sich und seinen Problemen: Die klügsten Menschen („the smartest people“) die kontinuierlich an ihrem Verständnis von Problemen arbeiten, die sie für gelöst hielten („are constantly revising their understanding, reconsidering a problem they thought they’d already solved“). Das wird auch 2012 schon wenig mit den allermeisten Menschen zu tun gehabt haben.
Heute fällt mir zu dem Satz vor allem der von der kaputten Uhr ein, die auch zweimal am Tag Recht hat. Im Fall von Jeff Bezos könnte man sogar unterstellen, dass er selbstverständlich immer Recht hat, weil er von Menschen umgeben ist, die ihm zustimmen. Being right a lot of the time ist schließlich kein Zustand, der sich objektiv messen ließe, außer man löste die ganze Zeit nur Matheaufgaben, sondern der sich nur kommunikativ, im Sozialen herausstellt.
Der Alltag
Verlässt man Bezos‘ hochtrabende Ebene der smartest people und ihrer Probleme, dann findet man sich beispielsweise im Alltag wieder. Zum Alltag notierte ich mir mal ein Zitat von (natürlich) Niklas Luhmann aus dem Aufsatz „Wahrheit und Ideologie“ in „Soziologische Aufklärung I“:
Ich lebe einfach in Situationen mit Aufforderungscharakter und mit Handlungen, die als angebracht und erwartet vorgezeichnet sind. Nur in Problemsituationen verstehe ich mein Handeln ausdrücklich als Bewirken einer Wirkung und zerlege es dementsprechend in Zwecke und Mittel.
Alltag ist, schrieb ich, somit das den Erwartungen entsprechende Verhalten, das wir ohne größeren Aufwand navigieren können. Alltag ist vorstrukturiert, von Erwartungen geprägt, die ich meinerseits erwarte. Alltag ist Struktur: Morgens aufstehen, zur Arbeit fahren, Straßenverkehrsordnung, der Öffentlichkeit angemessenes Verhalten etc.
Die im Zitat genannten Problemsituationen sind darin zwar Ausnahmen, sonst gäbe es Alltag nicht, aber dennoch ständig anzutreffen: Wer sich im Alltag bewegt, zumal unter Zeitdruck und Stress, wird Erwägungen wie „Ich fahre erst zur Apotheke und dann zur Bank und dann zur Kita“ vermutlich fortwährend umstoßen müssen. Unsere Erwartungen werden enttäuscht, unser Alltagsverständnis erschüttert, unser Weltmodell stößt fortwährend auf Widerspruch und Widerstand und wird angepasst.
Selbst Probleme, die wir für gelöst hielten, stellen sich unter veränderten Bedingungen neu. Die Zwecke erfordern andere Mittel. Es gibt neue Zwecke und bestimmte Mittel stehen uns nicht länger zur Verfügung. All das ist Alltag. Im Zuge dessen sind wir ebenso right a lot of the time wie wir wrong a lot of the time sind: Korrekturen setzen Irrtümer voraus.
„Nur in Problemsituationen verstehe ich mein Handeln ausdrücklich als Bewirken einer Wirkung“ ist der schönste Teilsatz im obigen Zitat und wird in diesem Beitrag nicht annähernd so scharf gestellt, wie er müsste; aber am wichtigsten am Bloggen ist ja der (über)nächste Blogpost.