More leisure time, better health outcomes, greater equality and lower carbon emissions, all with broadly comparable productivity: Europeans can be proud of their model, argues Gabriel Zucman, director of the EU Tax Observatory.
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Europa gegen Amerika
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KI doch endlich für was gut
Wolf Wofl Wlof Wlfo Wfol Wflo oWlf oWfl olWf olfW ofWl oflW lWof lWfo loWf lofW lfWo lfoW fWol fWlo foWl folW flWo floW -
Installiert: Zen
Gibt’s ja sogar für Linux: Mein Browser: Zen
(Erwarte bei sowas irgendwie immer Mac-only)
Update vom 15. Januar: Deinstalliert: Zen
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Bowie, Kante
Heute vor zehn Jahren erwarb ich das letzte Album von David Bowie: Blackstar. Es erschien an seinem 69. Geburtstag. Zwei Tage später starb er. Mehr als genügend Anlässe, um das Album mal wieder zu hören.
Zuvor wies mich mein Musikabspieldings „Plex“ daran hin, dass vor einem Vierteljahrhundert das Album Zweilicht der Gruppe Kante erschien; schon längst ein Klassiker deutscher Independentmusik. Am bekanntesten ist sicher Die Summe der einzelnen Teile:
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Vibe Content Producing
Inhalte entstehen je länger je mehr nicht primär (sic!) durch lineares Schreiben, sondern im Dialog mit der KI durch Prompting, Kuratieren, Remixing und Feintuning. Die kreative Arbeit verschiebt sich von der reinen Ausführung hin zur Content-Regie. Wer Inhalte produziert, wird weniger Autor:in im klassischen Sinn und mehr «Creative Operator» – jemand, der Wirkung, Stimmung, Tonalität, Kontext und Grenzen setzt und die KI in schnellen Iterationsschleifen zum Ergebnis führt.
Ich lasse das mal hier so stehen, weil ich die Auffassung natürlich respektiere und auch spannend finde, aber sie auch für blühenden Unsinn halte. Oder anders: je mehr Leute das machen, desto besser für uns.
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Gelesen: Emil Herz – Denk ich an Deutschland in der Nacht

Die Vorbesitzerin dieses Buches erhielt es vor einigen Jahren antiquarisch aus Amsterdam. Im Umschlag ist der ursprüngliche Besitzer vermerkt, er lebte im Kibbuz Dovrat in Israel. Die Auflage dieses Buches ist von 1952, möglicherweise war er deutscher Emigrant, geflohen vor den Nazis. Sein Name legt dies nahe.
Emil Herz leitete den Ullstein Buchverlag in Berlin, bis er 1934 gezwungen wurde, die Stelle zu verlassen, woraufhin er auswanderte und in die USA gelangte. „Eines Tages stand unser jüngster Sohn Arthur in Uniform vor uns, um Abschied zu nehmen“, so Herz im Prolog des Buches. Die bitte des Sohnes: Herz möge das Haus der Vorfahren Steg aus seiner Erinnerung wieder auferstehen. „Der in so ernster Stunde geäußerte Wunsch war mir Gebot.“
Denk ich an Deutschland in der Nacht ist die Geschichte des Hauses Steg, eine fünf Generationen und zweihundert Jahre überspannende Saga, die jüdisches Leben in Deutschland, deutsche Geschichte aus Sicht deutscher Juden und jüdische Erfolge auf Gebieten wie Wissenschaft, Politik und natürlich Literatur in den Blick nimmt.
Da ist „das ungestüme Begehren, als nützliches Glied aufzugehen in die deutsche Allgemeinheit“, das Ausgeliefertsein gegenüber den oft antisemitischen und selten judenfreundlichen Gesinnungen der jeweiligen Herrscher, Monarchen oder Regierungschefs. Auch liefert Herz spannende Einblicke in das aufstrebende Verlagsgeschäft um und nach 1900, in dem er führend tätig war.
Das Buch endet mit einem Gedenken all jener, die der Vernichtung nicht entkommen konnten und einem Zitat aus dem biblischen Buch Ezechiel, in dem die Toten wiederauferstehen.
Und siehe, da rauschte es, als ich weissagte; es regte sich, und die Gebeine kamen wieder zusammen.
Odem kam in sie und sie wurden wieder lebendig und sie richteten sich auf ihre Füße. Es war ihrer eine unabsehbare Menge.
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Spaziergang am ersten Sonntag des Jahres




Schön ist, dass ich nicht nur binnen fünfzehn Minuten in der Innenstadt bin, sondern auch in bester Gegend.
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Nachrichten und Alltag

But then without those doors there did stand the lofty and enshrouded figure of the Lady Madeline of Usher (The Fall of the House of Usher)
Nachrichten umfassen alle Informationen, was man auch ignorieren kann, weil man nicht betroffen ist. Wenn man betroffen ist, etwa durch Arbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit, Krankheit oder Tod, sind Nachrichten kein adäquater Begriff. Es fehlt die Unmittelbarkeit und Dringlichkeit.
Nachrichten zur Kenntnis zu nehmen, ist Teil des Alltags. Sie zu ignorieren, ist dies auch. Beides kann angemessen und kommunikabel sein: die Weltlage nicht mehr auszuhalten und sie daher zu ignorieren, oder mit besonderer Intensität am Bildschirm zu sitzen, um ja nichts zu verpassen.
Alltag ist das den Erwartungen entsprechende Verhalten, das wir ohne größeren Aufwand navigieren können. Alltag ist vorstrukturiert, von Erwartungen geprägt, die man seinerseits erwartet. Alltag ist Struktur. Zum Alltag gehören bestimmte Politiken, etwa der Zeit, Mobilität und Arbeit. Sie reproduzieren Struktur und stärken sie.
Titelbild: Harry Clarke, 1919. Tales of Mystery and Imagination. Public Domain Image Archive
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»So: Start a blog«
And I think the fix, or at least part of it = going backwards to a technology we’ve largely abandoned: the blog, humble // archaic as it may seem.
Such a great post: The Case for Blogging in the Ruins