Fontane selbst beschrieb die Handlung ironisch:
„Zum Schluß stirbt ein Alter und zwei Junge heiraten sich; – das ist so ziemlich alles, was auf 500 Seiten geschieht.“
So ist es und ich würde lügen, behauptete ich, dass die Lektüre sich nicht eher zäh gestaltete, oder – positiv gewendet – beim Einschlafen half. Ich würde gerne besser verstehen, warum zu jener Zeit – vor ja lediglich vier Generationen – so geschrieben und gelesen wurde.
Das Gewicht des Romans liege nicht auf der Handlung, sondern auf den vielfältigen Dialogen, die die gesellschaftliche Wirklichkeit zur Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert offenbaren, heißt es in der Wikipedia. Das finde ich schlüssig: Der Widerstreit zwischen dem Konservativen und dem Progressiven (hier der Sozialdemokratie) ist sicher ein roter (pun intended) Faden des Romans.