Kategorie: Verlinkt

  • Sind mal wieder ein paar Links fällig (14.06.14)

    Sechs übellaunige Bemerkungen zu Krautreportern | Christoph Kappes „Crowdfunding, in diesem exzessiven und professionellen Maß wie bei Krautreporter betrieben monetarisiert soziale Beziehungen zu Gunsten derjenigen, die ökonomische Ziele verfolgen.“

    Wem gehört mein digitaler Zwilling?„Die Idee unsere digitalen Zwillinge als unser Eigentum sehen zu wollen ist naiv und auch nicht zielführend. Denn die Kontrolle, die über den Eigentumsbegriff erzwungen werden soll, läuft in den meisten Fällen ins Leere: “Meine Daten gehören mir, Faceboogle!” rufen wir, worauf Faceboogle nur antwortet: “Ok, cool. Aber wenn Du meinen Dienst nutzen willst, dann müsstest Du mir Nutzungsrechte an den Daten geben.” Wir gewähren die Nutzungsrechte und alles ist wie zuvor.“

    Feynsinn » Wählt was ihr wollt„Die Konservativen, deren Wähler sich für Juncker entschieden haben wollen, sind jetzt gegen Juncker. Die Spezialdemokrateninnen und ihre Grünen Pfosten hingegen, deren Wählerinnen und Wähler® gegen Juncker waren, sind jetzt für Juncker und effektiv gegen Schulz, der inzwischen selbst für Juncker ist.“

    Why Germany Dominates the U.S. in Innovation„But the fairy tale that the U.S. is better at radical innovation than other countries has been shown in repeated studies to be untrue. Germany is just as good as the U.S. in the most radical technologies.“

    David Graeber: “Spotlight on the financial sector did make apparent just how bizarrely skewed our economy is in terms of who gets rewarded” – Salon.com„Well, the casual explanation is always consumerism. The idea is always that given the choice between four-hour days, and nine or ten-hour days with SUVs, iPhones and eight varieties of designer sushi, we all collectively decided free time wasn’t really worth it.“

    – taz.de„Sozialmissbrauch, so wird insinuiert, findet auf Seiten der Wanderarbeiter statt. Mit der Realität hat diese Sicht auf die Dinge allerdings wenig zu tun. Es gibt noch eine andere Art, wie die Sache mit dem Sozialmissbrauch zu sehen ist. Die nimmt jene Unternehmen in den Blick, die durch sozialen Missbrauch an Wanderarbeitern Profit machen; Unternehmen, die in Deutschland ansässig sind.“

    1984 contra Google « starke-meinungen.de„Google ist eine Bibliothek. Eine unfassbar große, unfassbar leicht zu bedienende, „universell zugängliche“ Bibliothek. Warum gilt für sie, was für keine andere Bibliothek außerhalb der Welt von „1984“ gilt? Warum gibt es für Google eine Pflicht zum Vergessen?“

    “Recht auf vergessen”: EuGH-Urteil stärkt Bezahlarchive der Presse und schafft Zwei-Klassen-Öffentlichkeit„Deswegen findet die Mehrheit der deutschen Presseverlage ein für die Presse- und Meinungsfreiheit schlechtes Urteil nicht schlecht: Weil es auf Kosten der Öffentlichkeit den Index von Google und jeder anderen noch kommenden großen Suchmaschine abwertet und die kostenpflichtigen Datenbanken der Presseverlage aufwertet.“

    Mit Bibel und Kanone – Freundlichkeit im Journalismus”Ich traf neulich eine Schulfreundin, die ein hohes Tier bei den Sozialdemokraten geworden war. Ich sagte: „Berufspolitikerin! Warum tust du dir das an?“ Sie dachte kurz nach und sagte: „Ich kann Leute über den Tisch ziehen, ich kann Indiskretionen verbreiten, Fallen stellen, Dummköpfe im eigenen Lager ausbremsen, Gegner ärgern – und das alles, damit am Ende das Richtige passiert. Ich kann das Böse tun im Auftrag des Guten.““

  • Links am Sonntag – 27. April

    Fast einen Monat keine Links mehr, da hat sich einiges angesammelt. Müsste ich mich auf einen Text beschränken, dann wäre das dieser hier, der immense Konsequenzen für  Politik, Medien und die Gesellschaft im Allgemeinen haben sollte:

    How politics makes us stupid – Vox: „But the More Information Hypothesis isn’t just wrong. It’s backwards. Cutting-edge research shows that the more information partisans get, the deeper their disagreements become.“

    Für alle, die aus dem Urlaub kommen (auch mich), könnte dieser Rat beherzigt werden:  „An dieser Stelle darf daher trotzdem der Aufruf nicht fehlen, Bilder unter freier Lizenz dort hochzuladen – denn die Commons sind mittlerweile die wohl beste Quelle gemeinfreier und unter freier Lizenz stehender Bilder und damit mindestens so wichtig wie die Wikipedia. Und ich weiß, dass ihr ständig Urlaub macht und dort auch mit hochauflösenden Digitalkameras Bilder macht. Teilt diese mit der Welt!“

    Und wenn ich mal Zeit habe (irre Lache), probiere ich das hier alles aus: „Es gibt bereits einen ordentlichen Baukasten an Instrumenten. Dazu zählt für mein Team: ScraperWiki, GitHub, R, Datawrapper, Tableau, Mapbox, OpenStreetMap, Datawrapper, OCR-Software u.a. Gerade haben wir eine Geschichte mit mehr als 10 Kollegen aus Europa veröffentlicht. Dafür haben meine Kollegin Alice und ich erstmals mit Detective.io gearbeitet.“

    Overwork And Its Costs: The U.S. in International Perspective:
    „In sum, we need to pay far more attention to the organization and distribution of work, not to mention its remuneration and purpose, than we currently do.“

    Pitbulls der Demokratie: „Leute, die manisch auf News-Websites gehen, sind grösstenteils sicher keine glücklichen Leute, erfüllt in Privat- und Berufsleben: Es sind Verlierer. (Ich gehöre dazu, an meinen Verlierertagen.) Und die empörten Kommentarschreiber sind zu weiten Teilen Menschen, die sich ewig für übervorteilt halten. Das ist kein Club, zu dem irgendjemand von Gelassenheit oder Verstand dazugehören will.“

    ZDF-Urteil: Staatsfern, aber nicht staatsfrei: „Wie stellt sich der Senat das genau vor? Wie will er insbesondere verhindern, dass die Politik über die berüchtigten “Freundeskreise” weiter informell die Gremienarbeit steuert? Das überlässt er kühl dem Gesetzgeber.“

    Allmende: Wir müssen nur wollen | Carta: „Helfrich zieht daraus den Schluss, dass dem allgegenwärtigen Markt möglichst viele Güter wieder entzogen werden müssen, um stattdessen frei und selbstbestimmt verwaltet zu werden.“

    Die Anthropodizee-Frage. Wer den Himmel leerräumt, schafft die Menschheit ab › Natur des Glaubens › SciLogs – Wissenschaftsblogs:  „Religionen – und nur Religionen! – vermögen Menschen in ausreichender Zahl zu dem Verzicht zu bewegen, den Familien mit mehr als zwei Kindern bedeuten. Wir kennen heute Dutzende religiöse Traditionen wie die orthodoxen Juden, Amish, Hutterer, Mormonen usw., die über Generationen hinweg kinderreich geblieben sind; aber keine einzige nichtreligiöse Population, Gruppe oder Gemeinschaft, die auch nur ein Jahrhundert lang die Bestandserhaltungsgrenze von wenigstens zwei Kindern pro Frau hätte halten können. Religiöse Traditionen können demografisch scheitern (z.B. auch durch allzu starren Familien-Traditionalismus); aber nichtreligiöse Populationen scheiterten bislang demografisch immer.“

    Die weltweite Informationstechnologie ist zunehmend kaputt. Wir bewegen uns gerade auf ein digitales Peak Oil zu. » Blog von Peter Piksa: „Um es auf den Punkt zu bringen: Die Sache wächst uns zusehends über den Kopf. Wir nähern uns langsam aber stetig einem Punkt, an dem die Wahrscheinlichkeit, daß kommenden Monat das nächste wirklich wichtige Ding kaputt geht, größer ist als die Wahrscheinlichkeit, daß wir unsere Totalschäden aus den Vormonaten reparieren können. Wir verlieren die Kontrolle.“

    Diverse Countries Do Better with Female Heads of State: „Countries with a lot of ethnic diversity generally show weaker economic growth than homogeneous countries. A new study, however, discovered a variable that strongly reverses the trend: women leaders.“

  • Links am Sonntag 30. März

    Enter The Blockchain: How Bitcoin Can Turn The Cloud Inside Out: „Suppose you replaced the Internet’s centralized Domain Name System with a blockchain for Internet names (like Namecoin) such that every DNS request included some proof-of-work effort. Or you used any blockchain (including Bitcoin’s) as anotary service. Or you built a new blockchain for crowdfunding. Or you replaced a centralized system which absolutely does need to be scrapped — that horrific barrel of worms known as TLS/SSL Certificate Authorities — with a blockchain-based solution powered at the browser level.“

    Via wirres.net

    Our Comrade The Electron : Webstock Conference Talk: „So let’s take people’s data, throw it on a server, link it to their Facebook profiles, keep it forever, and if we can’t raise another round of venture funding we’ll just slap Google ads on the thing.

    „High five, Chad!“

    „High five, bro!“

    That is the design process that went into building the Internet of 2014.“

    Auch via wirres.net

    Was das Scheitern der Piraten lehrt | Aus Liebe zur Freiheit: „Aber wie haben es die Parteien eigentlich früher gemacht, vor einigen Jahrzehnten, als sie allesamt noch männerdominiert waren? Ich glaube, damals hatten sie noch ein Korrektiv, und das hieß „patriarchale Autorität“. Macht allein kann keine politischen Prozesse moderieren, es braucht noch etwas anderes, und das waren früher „die großen Männer“, die Adenauers, Wehners, Brandts, Kohls, Fischers. Sie alle hatten nämlich nicht einfach nur Macht, sie hatten auch Autorität, auf sie hörten viele, und sie hatten es deshalb oft gar nicht nötig, auf ihre Macht zu pochen.“

    Intolerante Gutmenschen und die Alkis vom Helmi | wortwurm:  „Wenn ich am Helmi vorbei gehe, freue ich mich immer beim Anblick der vermeintlich Störenden. Sie bewahren einen letzten Rest von Durchmischung und zeigen der hier ansässigen Mehrheit konsequent den Mittelfinger. Diese aufrechte Haltung im Strudel allgemeiner Verdrängung nötigt Respekt ab.“

    Größe ǀ Erster Sozi in Silicon Valley — der Freitag: „Erst viel später wurde mir klar: Er hatte politisch resigniert. Der Frühmerker Glotz hatte erfahren, dass „die Beweglichkeit des Tankers“ eben doch nicht so groß war wie erhofft. Nach dem Machtverlust von 1983 flüchtete nicht nur der Fortschrittsgeist aus der SPD, auch die Bürgerrechte spielten kaum noch eine Rolle, die Öffnung zu den neuen Mittelschichten, zu den Eliten, zum vereinten Vielvölker-Europa misslang, am Ende blieb eine verschwommene soziale Gerechtigkeit als einziger Programmpunkt übrig.“

    ZDF-Urteil: Staatsfern, aber nicht staatsfrei: „Wie stellt sich der Senat das genau vor? Wie will er insbesondere verhindern, dass die Politik über die berüchtigten “Freundeskreise” weiter informell die Gremienarbeit steuert? Das überlässt er kühl dem Gesetzgeber.“

    Allmende: Wir müssen nur wollen | Carta:  „Helfrich zieht daraus den Schluss, dass dem allgegenwärtigen Markt möglichst viele Güter wieder entzogen werden müssen, um stattdessen frei und selbstbestimmt verwaltet zu werden.“

  • Links am Sonntag – 9.3.14

    Das hermetische Café: Den Wald vor lauter Wäldern nicht sehen„Man bedeutet mir ab und zu von mir gegenüber nachsichtig eingestellter Seite, nicht immer so grummelig zu sein.“

    Ein Einstiegssatz zum Niederknien.

    Im Hamsterrad – Online-Aktivismus brennt aus und bewegt wenig – Deus ex Machina„Zudem stellt sich die Frage, inwieweit Menschen die Selbstbezeichnung des Aktivisten wählen, und inwieweit Fremdzuschreibungen als Aktivist auch Delegitimierung bedeuten, damit Personen abgegrenzt werden können von anderen politischen Akteuren, Autoren, Experten und Wissenschaftlern. Ist eine Soziologin, die sich über Twitter in gesellschaftliche Debatten einmischt, schon eine Aktivistin? Wertet sie ihr politischer Einsatz auf, oder diskreditiert ihr Engagement ihre wissenschaftliche Expertinnenstellung?“

    Darüber wollte ich was schreiben, habe es aber nicht zusammengekriegt. Irgendwas über die Passivität einer Gesellschaft, die für politisches Engagement AktivistInnen kreiert.

    The Tragedy of Venezuela – Moisés Naím – The Atlantic“Even in tragedy, Latin America can’t compete,” a cynical friend told me. He was referring to the fact that the region’s poverty is not as grim as Africa’s, armed conflicts not as threatening as Asia’s, and terrorists not as suicidal as the Middle East’s.

    Die Stunde der Polit-Gaukler„Wer wie Sigmar Gabriel den Rechtsbruch Friedrichs als “höchst anständig und politisch vertretbar”verteidigt, ist allerdings nicht einen Deut besser.“

    Komplexität durch Verfahren: Niklas Luhmanns Aktualität in der Finanzkrise„Um zu verstehen, wie das möglich ist, muss man Luhmanns Büchlein gegen den Strich lesen, und dazu bietet sich seine Unterscheidung von Verfahren und Ritual an.“

    Ich ziehe meinen Hut vor jeder, die es schafft, ein Buch von Luhmann gegen den strich zu lesen

    Samstagslektüre„Wenn auch in Extremform zeigt die Geschichte, woraus das Arbeiten mit Computern heutzutage besteht: Work-arounds. Und dem ständigen Abwägen, ob man nicht gerade mehr Energie auf das Finden von Lösungen für Prozessprobleme findet als auf die eigentlich Aufgabe, ob es sich lohnt, strukturierte Grundlagenlösungen zu entwickeln (weil man sie öfter brauchen wird), ob strukturierte Lösungen überhaupt jemals möglich sind.“

    Sehr wahr. Die Kaltmamsell über diesen Text von Kathrin Passig.

    Einmal Frankfurt viel zu früh„Eine halbe Stunde später bin ich annähernd wach und mir ziemlich sicher, tatsächlich nie etwas von Frau Lewitscharoff gelesen zu haben. Fast bedaure ich das ein wenig. Ich lese eigentlich ganz gern die Ergüsse von Irren und würde sofort, wenn sich auch mir die Gelegenheit böte, bizarre und beleidigende Reden halten, am nächsten Tag alle Zeitungen kaufen und mich freuen. Einfach nur so. Aus Daffke.“

    Ein mir wohlvertrauter Impuls.

    Is the Internet good or bad? Yes.„By altering a message designed to encourage people to vote so that it came with affirmation from a person’s social network, rather than being impersonal, the researchers had shown that they could persuade more people to participate in an election. Combine such nudges with psychological profiles, drawn from our online data, and a political campaign could achieve a level of manipulation that exceeds that possible via blunt television adverts.

  • Links am Sonntag – 16.02.14

    FreeSpeechMe: The new Anti-Censorship and Secure Domain Resolving Namecoin-Based Plug-in
    „Namecoin is a Bitcoin derivative that allows you to register names and data into a public blockchain. It bypasses going through central agencies that can take down your websites by removing the DNS entry.“

    Die Nerven mit neuem Album: Ventil im Stahlbad – taz.de
    „Tatsächlich gibt es im deutschsprachigen Pop ein Vakuum, eine Generation nach Tocotronic. Eine Sphäre, die Ja, Panik inzwischen verlassen haben, um zur Konsens-Band zu werden. Anwärter sind Bands wie Trümmer aus Hamburg, Messer aus Münster oder eben Die Nerven.“

    Gute Bands mit guten Namen.

  • Links am Sonntag – 09.02.14

    Friedrich Forssman: Warum es Arno Schmidts Texte nicht als E-Book gibt„Muß man eigentlich noch etwas gegen E-Books sagen? Müssen sie einem nicht womöglich leid tun, die albernen Dateien, die gern Bücher wären, es aber niemals sein dürfen? Ja, das muß man, und nein, das müssen sie nicht, sie sind ein Unfug, ein Beschiß und ein Niedergang.“

    Guter rant.  Alles richtig, wenn man ehrlich ist.

    Tim Berners-Lee: we need to re-decentralise the web (Wired UK)„I want a web that’s open, works internationally, works as well as possible and is not nation-based“

    Yep!

    Die große Hartz-Illusion„Das bedeutet: Im Jahr 2003 hätte die Lohn- und Fiskalpolitik schon wieder expansiver werden müssen, statt noch mehr zu kürzen. Dann wäre den Deutschen und den Europäern viel Leid erspart worden.“

    Lügen wollen.„Der neue, bisher eigentlich nicht unanständig wirkende FDP-Vorsitzende Christian Lindner nimmt die Einladung seiner APO-Kollegen von Bild in dem Artikel an und warnt denn auch verschwurbelt davor, den reichen Griechen auch noch Geld hinterher zu werfen. Ein einziger Tag in Griechenland könnte ihn heilen. Ein einziger Tag in Athen, an dem er sieht, wie Menschen in Autos übernachten, an Suppenküchen oder mit chronischen Krankheiten nach kostenloser Gesundheitsversorgung anstehen. Ein einziger Tag in einer Wohnung, in der eine Mutter versucht, ihre Familie warm zu bekommen, indem sie Möbel verbrennt – und dann die ganze Nacht wach sitzt um zu kontrollieren, dass ihre Kinder nicht an Rauchgasen ersticken.“

    Im „Gefällt mir“-Universum„Facebook funktioniert nicht, weil es mehr Kommunikationsmöglichkeiten bietet, sondern weil es sie reduziert.“

  • Links am Sonntag – 02. Februar 14

    Der gute Systemadministrator Wolfgang MichalVielleicht wird uns also der Patriotismus Edward Snowdens eines Tages enttäuschen. Vielleicht müssen wir erkennen, dass er zuallererst ein guter Amerikaner ist, der es ganz und gar ehrlich meint, wenn er sagt, dass er sich auch jetzt noch als NSA-Mitarbeiter fühlt.“

    Immer ist alles so kompliziert.

    Ende der MärchenstundeUnbequeme Wahrheiten“ sind nämlich ganz einfach: die bequemsten. Denn was so tut, als würde das niemand hören wollen, wollen natürlich (fast) alle hören: nämlich dass Fleisch essen nicht nur in Ordnung, sondern viel moralischer und „nachhaltiger“ ist und Vegetarier und Veganer, die allen auf den Sack gehen, die eigentlich Bösen sind.

    Bei uns ist ja auch inzwischen der Entschluss gefallen, auf Fleisch zu verzichten.  Das praktizieren wir immerhin schon seit einer Woche. Es erfordert ein wenig mehr Disziplin bei der Rezepteplanung, ist ansonsten aber keine große Sache.

    Von der schwer erträglichen Bigotterie des Schnöselbezirks„Man lässt Luxusartikel für die Luxusbewohner des Bezirks zu Luxuspreisen von Billigjobbern verkaufen, die hierfür wahrscheinlich jeden Morgen anderthalb Stunden aus Marzahn-Hellersdorf anreisen, wo die Spaghetti beim Discounter im gleichgroßen Pack 39 Cent kosten und die von dem Fünfer für die schwarzen Spaghetti von Oil & Vinegar ihre Familie für einen Tag sattkriegen (müssen).“

    Wenn sich sowas wenigstens nur auf den Schnöselbezirk beschränken würde – gemeint ist natürlich der Prenzlauer Berg.

    The Greater Promise of a Blockchain “ Our society is too complex to manage centrally. But even if this is ignored, it will not matter. This change is inevitable. The industrial age necessitated hierarchy: monolithic centres of power exercising inordinate amounts of control. Our information age does not.“

    Die Bitcoin-Enthusiasten schreiben immer so mitreißend.

    “Businesses are Swimming in Money”: More Profit Protection Will Not End the Recession“ Rather than invest in plant and equipment, businesses are primarily using their funds to repurchase their own stocks in order to boost management earnings and ward off hostile take-overs, pay dividends to stockholders, and accumulate large cash and bond holdings.

    Cutting taxes, deregulation, attacking unions and slashing social programs will only intensify these very trends.  Time for a new understanding of our problems and a very new response to them.“

    Die Angst vor dem eigenen Scoop „Es nutzt nichts, die Presse- und Rundfunkfreiheit im Grundgesetz stehen zu haben. Es bedarf auch Journalisten und Fernsehmachern, die wissen, wie man mit dieser Freiheit umgeht. Ein Snowden-Interview ist keine Derrick-Folge, die man gerne noch ans schwedische Fernsehen verticken möchte, sondern ein solches Interview hat eine politische Dimension, die nicht nur für deutsche Fernsehzuschauer interessant ist, sondern weltweit von Interesse ist.“

    Why Bitcoin Matters – NYTimes.com„Bitcoin gives us, for the first time, a way for one Internet user to transfer a unique piece of digital property to another Internet user, such that the transfer is guaranteed to be safe and secure, everyone knows that the transfer has taken place, and nobody can challenge the legitimacy of the transfer. The consequences of this breakthrough are hard to overstate.“

    Noch ein Grundlagentext zu Bitcoin

    Automatisch zusammengedingste Pinboard-Bookmarks der letzten Tage

  • Links am Sonntag vom 26.01.2014

    Agora Voting Proposes a Bitcoin Based Voting System“ Bitcoin lays down new rules, that go far beyond being a simple electronic currency. It eliminates intermediaries. It is a system of generation of information under some rules, reliable, immutable, highly distributed and hard to attack. It is based on trust in a network that operates by democratic rules.“

    Mit bitcoin das Wahlcomputer-problem knacken? Bin ja skeptisch.

    Die Bedeutung von Musik – Karl Bartos im Interview mit The European – „Die größte Errungenschaft der Technomusik ist, wenn mal jemand für 16 Takte die Bassdrum ausschaltet. Wenn sie dann wieder einsetzt, rastet jeder aus.“

    Kleine Philosophie der digitalen Sicherheit – „Googlemail ist die Brathähnchen-Käfighaltung unter den Mailprogrammen.“
    Hackers Leak A Disturbing Walmart Guide on ‘How to Silence Workers’ : Political Blind Spot – „An internal Walmart memo was leaked yesterday, describing how to discourage workers from coming together for action. This document, leaked by Anonymous “Hacktivists” demanded absolute loyalty to Walmart. It further instructed that any and all signs of worker discontent be reported to supervisors immediately.“

    Dieudonné | sunflower22a„Die sogenannte politische Linke, von Sozialdemokraten über Sozialisten bis zur deutschen Linkspartei, ist abgehoben, intellektuell, akademisch, politisch korrekt – und hat vor den real existierenden Unterschichten in Wirklichkeit vor allem eines: Angst. Die sind unkultiviert, politisch unkorrekt, derb, ungebildet, mit anderen Worten: Fremdkörper im Raumschiff des politischen Systems.“

    Informationsfreiheitsanfragen – Frag den Staat„Nachdem ein Bürger auf FragDenStaat.de eine Aktenauskunft zur Prozenthürde bei der Europawahl beantragt hat, stellte ihm das Innenministerium das Papier – eine Stellungsnahme – zur Verfügung. Gleichzeitig untersagte das Ministerium jedoch unter Berufung auf das Urheberrecht eine Veröffentlichung. Damit wird ein Recht, das zur Förderung von Künstlern und Autoren geschaffen wurde, zum Instrument staatlicher Zensur umfunktioniert.“

    Die Nervosität steigt.

    Automatisch zusammengedingste Pinboard-Bookmarks der letzten Tage

  • Links am Montag 14.10.13

     

    Gesten-Design

    „Der Blick auf den Unterarm ist aufgeladen mit Ungeduld, mit der Frage, ob endlich Zeit vergangen ist, und gilt dem Gegenüber gegenüber als unhöflich.

    Felix Neumann über Handgelenk-Gadgets.

    Heute in den Feuilletons vom 08.10.2013

    „Im Vergleich zu früheren Antworten der Bundesregierung auf Fragen von Oppositionsfraktionen zum NSA-Skandal gibt es diesmal einen neuen traurigen Rekord: Von 47 Fragen wurden vier beantwortet, davon wurde bei einer Antwort auf eine frühere Antwort verwiesen. Der Rest ist geheim.“ Der Souverän darf nicht wissen, was in seinem Namen getrieben wird.“

    Das ist und bleibt alles ein riesengroßer Kappes.

    Die verheerenden Folgen einer Großen Koalition

    „Der Gedanke an eine Änderung des Grundgesetzes schmeckt der CDU/CSU überhaupt nicht. Sie hat daher angeregt, das Problem der handlungsunfähigen Opposition durch eine freiwillige Selbstverpflichtung der Regierungsfraktionen zu lösen.“

    Spitzenidee. Echt jetzt…

    Bodo Ramelows Triumph und die Grenzen der streitbaren Demokratie

    „Was ist das überhaupt, ein Abgeordneter? Was macht er? Wozu ist er da? Er sammelt und strukturiert die politischen Auffassungen und Interessen, die an ihn herangetragen werden, und entscheidet, ob, wie und mit welcher Priorität er sich bemüht, sie in staatliche Entscheidungen umzusetzen. Seine Aufgabe ist es, unterschiedliche politische Auffassungen und Interessen aufzunehmen, auszugleichen und in die Willensbildung von Partei, Fraktion und Parlament zu überführen, und umgekehrt den Bürgern den guten Sinn der in Parlament getroffenen politischen Entscheidungen zu vermitteln oder bessere Alternativen aufzuzeigen und für sie zu werben. Er ist ein Verbindungsglied zwischen Parlament und Bürger (…).“

    S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine: Das Zeitalter des Pseudoprivaten beginnt jetzt – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

    „Dem Bürger in seiner verdammten Fußgängerzone, man würde ihm so gern keinen Vorwurf machen wollen. Aber man muss. Denn die digitale Gesellschaft ist viel weiter fortgeschritten, als die meisten glauben, die der Überwachung meinen zu entgehen, wenn sie auf Facebook nur Quatsch sharen. Digitale Patientenakten, Zahlungsverkehr, Verkehrsmessinstrumente, Steuerdaten, Einkaufsverhalten, Postverkehr, Telefon, Kommunikation, Konsum.“

    Das Crowdsourcing-Verfassungsexperiment der LSE: “We, the People” im 21. Jahrhundert 

    „Wenn wir einen Verfassungsentwurf haben, der aus einem hybriden crowdsourcing/deliberativen Prozess entstanden ist, streben wir an, dass er im Parlament diskutiert wird, und dann arbeiten wir mit konventionellen Methoden, um Parlamentarier zu überzeugen, auf dieser Basis wirkliche Verfassungsinnovationen zu erreichen. Wie haben aber weder einen Coup noch eine Revolution dabei im Sinn!“

    spannend.

    The 100 top things you honestly don’t need to do before you die | Richard Osman | Comment is free | The Guardian

    „You must never swim with dolphins. If they ever want to swim with you, I’m sure they’ll let you know. Forget Machu Picchu; the sunset on the west coast of Scotland is as beautiful as any you’ll see in the world, and it’s really nearby. And by all means go kiteboarding above the Andes, but that might be the thing you do literally just before you die.“

    Was man so alles nicht tun muss.

  • Links am Sonntag 6.10.13

    Woanders – diesmal mit der Sonderlingsnormalverteilung, Schwimmbädern, Mennoniten und anderem

    „Alte Regel: eifernde Menschen ohne jede Fähigkeit zur heiteren Selbstironie sind immer das Problem, nicht die Lösung.“

    gute Regel.

    The Guardian Project | Secure Mobile Apps and Open-Source Code for a Better Tomorrow

    „The Guardian Project creates easy-to-use open source apps, mobile OS security enhancements, and customized mobile devices for people around the world to help them communicate more freely, and protect themselves from intrusion and monitoring.“

    Notiz an mich: Installieren.

    Gastbeitrag: Nur ein Satz für den Journalismus der Zukunft 

    „Um die Situation der Medienbranche in Deutschland grundlegend zu verbessern, müssten lediglich bestimmte Arten von Journalismus in der Abgabenordnung als gemeinnützig definiert werden.“

    Notiz an mich: Antrag schreiben.

    Man wundert sich 

    „Auch deswegen gibt es eine breite Strömung, die an das Bestehende, das Alte, die untergegangene Bonner Republik anknüpft und die CDU wählt, weil sie ihr – trotz aller Brüche – am ehesten die Kontinuität ihrer Welt zu verkörpern scheint.“

    Auf der Suche nach den vielen CDU-Wählern