Kategorie: Verlinkt

  • Links am Sonntag – 29.09.13

    Retro – „oh ja, Frank Zappa hatte für jeden ein As im Ärmel. Er sprach den schroffen Siebzigern mehr aus dem Herzen als alle Saturday Night Fevers, Nevermind the Bollocks und Grandmaster Flashs zusammen.“

    Zappa, Beefheart: Irgendwann wage ich mich da auch mal ran… bislang beginnen die Siebziger für mich aber ’77.

    „Goldene Zitronen“ über neues Album: Erst die Musik, dann der Text – taz.de – „Gaier: Wir sind zwei Bands: Eine instrumentale Krautrockversion und eine textlastige Version mit einem sehr speziellen Sänger, der sehr speziell singt. Es ist ein ewiger Kampf, die Balance zu halten.“

    Neues Album ist ziemlich lang, kann aber was werden.

    Hubertus Kohle: Für Open Access in den Geisteswissenschaften – „Open Access bietet die Möglichkeit, einer interessierten Öffentlichkeit das zu präsentieren, was diese Öffentlichkeit aus ihren Steuermitteln bezahlt.“

    The Future Now: An Interview with David de Ugarte – „Even today classic cyberpunk works like Bruce Sterling’s Islands in the Net or Green Days in Brunei and post-cyberpunk like Neal Stephenson’s The Diamond Age provide models for discussing subjects we think are important at this moment: distributed vs centralized networks, economic democracy vs corporate power, etc.“

    Notiz an mich: Lesen.

    Ist am Sonntag die Fünfprozenthürde verfassungswidrig geworden? – „Aus der bisher zweipoligen Konstellation – Gleichheit der Stimme vs. Handlungsfähigkeit des Parlaments – würde somit eine dreipolige: Gleichheit vs. Handlungsfähigkeit vs. Repräsentativität.“

    Eine von mehreren Überlegungen zur Sperrklausel.

    Einige Gedanken am Tag nach der Bundestagswahl – „Die Opposition aus Grünen und Linken könnte nicht einmal mehr einen Untersuchungsausschuss einsetzen. Sie könnte auch kein Normenkontrollverfahren in Karlsruhe anstrengen. Dazu sind jeweils 25 Prozent der Stimmen im Bundestag nötig, und die bekommen sie selbst dann nicht auf die Waage, wenn sie sich zu einem solchen Schritt zusammenraufen.“

    Für mich DAS schwerwiegendste Argument gegen die GroKo.

    Der Wahlsieg der alten Menschen – „Überdurchschnittlich viele junge Wähler, die ihre Stimme abgaben, sehen diese nicht im Bundestag repräsentiert.“

    Lob der Fünfprozenthürde – „Durchaus merkwürdig ist auch, dass die Klausel genau in dem Augenblick in die Kritik gerät, in dem sie ihren Zweck gerade erfüllt.“

    Wir leben gern. Überlegungen für neue Grüne. – „Ich kann nachvollziehen, wie das Image der Verbots- und Regelwut entstand: Aus Ungeduld. Weil eine Generation ihre letzte Chance sah, jetzt noch mal schnell durchzusetzen, was sie als richtig empfand.“

    Guter Punkt.

    Sie sind unter uns – CDU WählerInnen„Ich würde mir wirklich wünschen, dass das Wahlergebnis für die nicht CDU Parteien Anlass wäre, wirklich mal neu zu denken und nicht immer mehr von dem selben zu machen. Denn es hat sich nun ausreichend gezeigt, dass mehr eben nicht mehr hilft.“

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  • Links am Sonntag 8.9.13

    bitcoin or bust

    „A phyle is essentially a transnational community that, as Doug Casey puts it, “is self-defined by whatever values they share.” Phyles would not be based in any one country, although they may have bases in every country, which their members can go to for help. Phyles can be formal or informal to any degree, ranging from a community whose members do not even realise its existence to a fully fledged institutional structure with its own social welfare provisions and tax system.“

    Der für folgenreichste Artikel seit langer Zeit. Besonders, aber nicht nur wegen des zitierten Absatzes. Einige der folgenden Links, sicher auch in den nächsten Wochen und Monaten, sind gewissermaßen ‚Abzweigungen‘ von diesen Gedanken.

    Vorratsdatenspeicherung: Warum Verbindungsdaten noch aussagekräftiger sind als Kommunikations-Inhalte

    „Das Gutachten unterstreicht erneut, wie aussagekräftig die immer als “harmlos” beschriebenen Verbindungsdaten sind. Und dass wir eine anlasslose Speicherung all dieser intimen Details names Vorratsdatenspeicherung in jeder Form verhindern müssen.“

    A Great Unifier – Bitcoin Magazine

    „When I began to research further, my eyes were opened to the opportunities Bitcoin provides all people. As an electronic cash system, no attention is paid to one’s faith, race, and gender, as the only connection is one that all people can share, the Internet.“

    Griebenwurst-Zensoren: Die Bigotterie der Moral-Spießer

    „Auffällig ist mittlerweile die Tendenz zur Präventivzensur. Um sich Ärger und Aufwand mit umstrittenen Publikationen zu ersparen, achten viele Buchhandlungen mittlerweile darauf, welche Neuerscheinungen ihnen Schwierigkeiten ins Haus bringen könnten und vermeiden beim Einkauf entweder brisante Themen oder boykottieren Autoren und Verlage, die auf kritische Dokumentationen spezialisiert sind“

    Pierre-Joseph Proudhon – Wikipedia, the free encyclopedia

    „To be GOVERNED is to be watched, inspected, spied upon, directed, law-driven, numbered, regulated, enrolled, indoctrinated, preached at, controlled, checked, estimated, valued, censured, commanded, by creatures who have neither the right nor the wisdom nor the virtue to do so. To be GOVERNED is to be at every operation, at every transaction noted, registered, counted, taxed, stamped, measured, numbered, assessed, licensed, authorized, admonished, prevented, forbidden, reformed, corrected, punished. It is, under pretext of public utility, and in the name of the general interest, to be place[d] under contribution, drilled, fleeced, exploited, monopolized, extorted from, squeezed, hoaxed, robbed; then, at the slightest resistance, the first word of complaint, to be repressed, fined, vilified, harassed, hunted down, abused, clubbed, disarmed, bound, choked, imprisoned, judged, condemned, shot, deported, sacrificed, sold, betrayed; and to crown all, mocked, ridiculed, derided, outraged, dishonored. That is government; that is its justice; that is its morality.“
    [priv] Meet the Hackers Who Want to Jailbreak the Internet

    „They ask questions like: What happens if Yahoo freezes your online account, loses your data, or goes out of business? What happens if you decide to move all your Facebook photos to another site? What if you want to reply to someone on Twitter using Google+? And then they build software that answers these questions.“

    Zukunft der Zeitung: Die Odyssee der Online-Onkels – Medien – FAZ

    „Zeitungen informieren Menschen darüber, worüber sich Menschen informieren, wenn sie sich über die Welt informieren.“

    Ich mag es, wenn Stefan Schulz durchblicken lässt, dass er Systemtheorie beherrscht.

    Kolumne Digitaler Wandel: Die hydraulische Internetgesellschaft | ZEIT ONLINE

    „Gesellschaften, die auf künstliche Bewässerungssysteme setzen, entwickeln sich seltener zu Demokratien als solche, deren Landwirtschaft auf natürlichen Niederschlägen basiert. Schon Adam Smith, John Stuart Mill und Karl Marx diskutierten diese These von den „hydraulischen Gesellschaften“. Sie war mal mehr, mal weniger beliebt.“

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  • Links. Dieses Mal am Montag (5.8.13)

    Mailpile: Crowdfunding Kampagne für sicheren Webmail-Client gestartet

    „Um wieder die Kontrolle über seine eigenen Mails zu erlangen, wurde nun das Projekt Mailpile gestartet. Ziel ist es, einen freien und offenen Webmail-Client zu entwickeln, der auf dem eigenen Computer oder Server läuft und mit dem ohne Zusätze per OpenPGP verschlüsselt kommuniziert werden kann.“

    Mit analogen Analogien wird die digitale Zukunft nicht gestaltet | Lummaland 

    „So lange wir immer noch darüber diskutieren müssen, dass Schule Whiteboards bekommen sollten, oder dass Tablets in die Schulranzen gehören, oder dass digitale Lernmittelfreiheit dazu gehört, oder dass das Erlernen einer Programmiersprache dabei hilft, die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft zu verstehen, oder dass freie WLAN ohne Störerhaftung zu nutzen sind, oder dass Breitband wirklich flächendeckend verfügbar ist, oder dass Open Data die Grundeinstellung für Inhalte von Behörden sein sollte, oder dass die Kreativwirtschaft das Zukunftsfeld für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes darstellt, oder dass wir schneller werden müssen, dass wir wieder mehr Neugierde haben müssen, um das Neue zu begreifen, das durch die Digitalisierung tagtäglich entsteht, so lange können die Politikerinnen und Politiker aller Parteien fröhlich irgendetwas postulieren, Fördermilliarden an deutsche Großkonzerne verteilen, Milliönchen an Startups unter Wahrung hoher bürokratischer Hürden mit spitzen Fingern rüberreichen und ansonsten auf einen latenten Anti-Amerikanismus in der Gesellschaft hoffen.“

    Die Demokratie und der Verfassungschutz | anmut und demut 

    „Zum einen halte ich es für gefährlich und falsch, die Demokratie in Frage zu stellen. Eben weil unser Staat nichts weiter ist, als die Summe unserer Vorstellungen davon. Je öfter wir die Vermutung hegen, die Demokratie sei bedroht, die Demokratie sei schwach, schwächen in Wirklichkeit nur wir sie und nicht jene, die sie von Außen anzugreifen scheinen.“

    Warum junge Deutsche kaum protestieren: Macht doch mal was! – Politik – Süddeutsche.de

    „Doch woran liegt es, dass die Empörung diffus bleibt, die Wut ungehört verraucht? Das hat erstens mit einer fatalen Kombination zu tun, die die Situation der Jungen auszeichnet: Sie leben eine halbwegs erträgliche Gegenwart, haben jedoch ständig eine unsichere Zukunft vor sich. Immerhin haben die Jungen in Deutschland im Gegensatz zu ihren Altersgenossen in Spanien und Griechenland noch Büros, in die sie tappen können. Gerade angesichts der Dramen, die sich in den Nachbarländern abspielen, wird den Berufseinsteigern hierzulande umso schmerzlicher bewusst, dass es ihnen eigentlich ganz gut geht.“

    Slow swordfighting : Cennydd Bowles

    „During the Cold War, when chess was a political battleground (I’m talking real spy shit here: thrown matches, defections, allegations of hypnosis…) match organisers fixed boards under the tables to prevent players kicking each other.“

    Hamburg In English • Salad: A false friend

    • „Kartoffelsalat: Not potato salad, but potatoes in mayonnaise.
    • Heringsalat: Not herring salad, but bits of herring in mayonnaise
    • Nordseekrabbensalat: These delicious North Sea prawns aren’t served on a bed of lamb’s lettuce, but in mayonnaise.
    • Fleischsalat: Not meat salad, but strips of meat in mayonnaise.“

    Via wirres.net

  • Aus den Tiefen des Netzes 14.07.13

    Statement von Edward Snowden zu seinen Asylplänen

    „I believe in the principle declared at Nuremberg in 1945: “Individuals have international duties which transcend the national obligations of obedience. Therefore individual citizens have the duty to violate domestic laws to prevent crimes against peace and humanity from occurring.“

    Krypto ist keine Politik | fxneumann · Blog von Felix Neumann

    „Verschlüsselung ist eine technische Lösung für ein rechtliches und soziales Problem; damit ihr Ziel in bezug auf Alltägliches wie Gespräche und Kontakte erreicht wird, braucht es aber weniger technische als rechtliche und soziale Lösungen. Wäre es anders, käme es zu einer Spirale der rechtlosen Eskalation, die die Leute abhängt, denen die Fähigkeiten oder Ressourcen fehlen, mit aufzurüsten. Macht statt Politik.“

    Leider wohl wahr. Alles, was ich derzeit in Bezug auf Selbst hosten und Kryptographie ist spielgetriebenes Experiment mit geringster Ausfallsicherheit. Siehe dazu auch Marcel Weiß

    10.07.2013: Zwei Akkorde für ein Halleluja (neues-deutschland.de) 

    „Das Berliner Trio Banque Allemande brilliert auf dem Gebiet der Motorsägengitarrenmusik“

    Stimmt

    Experten unter sich: Warum die Regierung findet, dass die Snowden-Affäre uns nichts angeht

    „Wir beobachten vielmehr die Herausbildung einer sich nach und nach akzentuierenden „internationalen Aristokratie“ (Philip Allott). Grenzüberschreitende Behördenvernetzung schafft (noch) keinen Weltstaat. Es lassen sich aber die entsprechenden Netzwerkphänomene als Momente von Weltstaatlichkeit deuten (die Unterscheidung zwischen Weltstaat und Weltstaatlichkeit hat der Bielefelder Politikwissenschaftler Mathias Albert eingeführt) – und diese Momente von Weltstaatlichkeit nehmen deutlich expertokratische Züge an.“

    NSA dich doch selber!

    „Meine Wunschvorstellung ist, meinen eigenen Mailserver auf antischokke.de laufen zu haben, mit schniekem Webinterface und der einfachen (!) Möglichkeit, Mails zu verschlüsseln. Und das ganze muss dann auch noch Hand-in-Hand mit einer Android-App gehen.“

    Meine auch. Andererseits s.o.

  • Die digitale Unterwerfung – taz.de

    “ Das Ergebnis sind freie BürgerInnen, die sich vieles wünschen dürfen, aber keine Macht besitzen. Jenseits des Reichs der Wünsche beginnt aber jene neue Dimension von Macht, die uns derzeit von einem internationalen Staatenkartell vor Augen geführt wird. Wir brauchen ein Wort für diese Epoche der digitalen Unterwerfung. Das Gefühl dazu gibt es bereits. Es ist die Ohnmacht.“

    http://m.taz.de/!119463;m/

  • Links am Sonntag 7.7.13

    Island, Occupy und der kurze Sommer der Anarchie

    „David Graeber ist als Poster-Intellektueller und Gründerfigur der Occupy-Bewegung, James C. Scott als Erforscher staatsfreier Räume in Südostasien und anderswo berühmt geworden. Beiden gemeinsam ist die Überzeugung, dass Regierung, Gesetze, Justiz, Polizei, Zwang zu regelkonformem Verhalten, mit einem Wort: Staat etwas ist, das man besser auf Abstand halten sollte – und zwar nicht nur in der intimen Privatheit des Schlafzimmers, Beichtstuhls und Sprechstundenraums, sondern dort, wo es um um die öffentliche Lösung kollektiver Probleme, um Politik geht. Dass dort, wo der Staat nicht ist, nicht etwa der Hobbesianische Bürgerkriegsalptraum losbricht, sondern freie Menschen ihr Zusammenleben auf die gleiche friedliche und vernünftige Weise regeln, wie sie es ohnehin die meiste Zeit schon tun: indem sie miteinander reden und sich auf Lösungen verständigen, mit denen alle im Großen und Ganzen zufrieden sein können.“

    Notiz an mich: Lesen.

    Bundespräsident Gauck erklärt: Die Geheimdienste speichern unsere Gesprächsinhalte nicht in Aktenbänden 

    „Das Global Information Grid der USA speichert unter anderem im Datencenter in Utah eine Datenmenge, die in Yottabytes gemessen wird. Das sind 360 Milliarden mal so viele Daten wie Stasi-Unterlagen. In Relation der DDR-Einwohnerzahl zur gesamten Weltbevölkerung heute sind das 6,5 Millionen mal mehr Daten – pro Person.“

    Bankrotterklärung.

    Thorstena » Ritter von der traurigen Gestalt 

    „Als solitärer Cryptohacker ist man dieser Maschinerie also ganz fix schutzlos ausgeliefert, wohingegen eine institutionalisierte Hydra-Organisationsstruktur eine solche mit potentiell zu köpfenden Redundanzen füttern könnte, bis sie unter Verstopfung leidet.“

    My Favourite Records mit Wigald Boning | Monarchie & Alltag 

    „er bringt gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Robert Di Gioia auf dem eigenen Label “Hobby Musik” gleich acht (!) selbst eingespielte Konzeptalben auf einmal heraus – unter anderem findet sich darunter ein Album, das 48 Punktracks aus Bildschlagzeilen bastelt oder auch ein (musikalisch durchaus gelungener) Ausflug in die Gefilde der Softporno-Musik.“

    Ich hatte damals ja die Platte von ‚Die Doofen‘.

    Die wurstgewordene Vitamintablette: Edekas Eigenmarken aus dem Lebensmittellabor | Supermarktblog 

    „Nochmal zum Mitschreiben: Weil wir zu wenig Fisch essen, obwohl das Gegenteil ernährungstechnisch ratsam wäre, stattdessen aber sehr gerne Wurst, hat Edeka die guten Fettsäuren aus dem Fisch in die Wurst massiert und rühmt sich jetzt damit, dass die nicht mal nach Fisch schmeckt.“

  • Links am Sonntag 30.6.13

    Punksänger Jens Rachut: Empathie mit Backsteinen – taz.de

    „Jens Rachut ist die Symbolfigur der Hamburger Punkszene: Unversöhnlich, pampig, aber gut. Nun veröffentlicht der 59-Jährige zwei neue Alben.“

    Voyager 1 Discovers Bizarre and Baffling Region at Edge of Solar System | Wired Science | Wired.com

    „Not content with simply being the man-made object to travel farthest from Earth, NASA’s Voyager 1 spacecraft recently entered a bizarre new region at the solar system’s edge that has physicists baffled. Their theories don’t predict anything like it.“

    Automatisch zusammengedingste Pinboard-Bookmarks der letzten Tage

  • Links am Sonntag – 23.06.13

    Wenn schon digitale Gesellschaft, dann bitte richtig | Sozialtheoristen

    „Die Politik – die eben mehr als nur einen freiwilligen Service anbietet – hat sich als Ansprechpartner für die Zivilbevölkerung, die im Digitalen dieselben Rechte einfordert, wie seit jeher für das Versenden von Briefen oder Besuche in einer Bibliothek beinah vollständig disqualifiziert.“

    Tim O’Neill’s answer to The Holocaust: What are the most convincing bits of evidence which prove, beyond a shadow of doubt, that the Holocaust occurred? – Quora

    Schon wieder eine tolle Antwort bei Quora. Das Argument schlechthin gegenüber Holocaustleugnern:

    „No Nazi was ever a Holocaust denier. This one, simple fact shows that everything the modern deniers try to claim is a post hoc contrivance. From 1945 onwards, thousands of Nazis were captured and hundreds tried for their part in the Holocaust and other crimes against humanity. They tried to pretend they were someone else, they tried to pretend they didn’t know what was happening, they tried to pretend they didn’t have as much to do with it as others, they tried to claim they were just following orders and they tried to justify it as „the kind of thing that happens in war“. But what not one of them ever did was deny it happened.“

    Raspberry Pi als Media Center – hirnrekorder

    „Ich bin kürzlich zu einem Fernseher gekommen und sah mich in der Not, diesen zu bespielen. Ein günstiges Media Center sollte her und nach einigem hin und her entschied ich mich wegen kleinem Footprint, hoher Flexibilität und halbwegs geringen Ansprüchen, für einen Raspberry Pi und im Folgenden erzähle ich möglichst detailreich von meinem Setup, denn es läuft jetzt und ich bin verdammt zufrieden.“

    Was man mit diesen Raspberry Pi Dingern alles machen kann. Glaube, ich brauche auch einen. Siehe auch:

    Onion Pi – Convert a Raspberry Pi into a Anonymizing Tor Proxy, for easy anonymous internet browsing – Boing Boing

    „Browse anonymously anywhere you go with the Onion Pi Tor proxy. This is fun weekend project that uses a Raspberry Pi, a USB WiFi adapter and Ethernet cable to create a small, low-power and portable privacy Pi.“

    Für diesen Text bin ich aus der SPD ausgetreten

    „Aber was genau erwarte ich von einem der Autoren des Instant-Klassikers des modernen Hetzjournalismus mit dem Titel „Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen… und die Akropolis gleich mit!“ Doch, auch dieser Text ist von Kleine als einem von drei unterzeichnenden Autoren. Er enthält auch den Satz ‚Ihr kriegt Kohle. Wir kriegen Korfu.‘ Dieser Rolf Kleine ist jetzt Sprecher von Peer Steinbrück.“

    Wir Naiven und der Big Data Brother

    „Dabei sind die Geheimdienste, bei denen der Heiße und Kalte Krieg eigentlich nie zu Ende war, ein einziger Wiederspruch zu Demokratie. Sie sind von ihrer Verfasstheit institutionalisierte Verschwörungen, sie haben einen unaufhaltbaren Sammeltrieb. Sie lassen sich nicht durch Parlamente kontrollieren. Wie in Atomkraft schlummert in ihnen ein unkalkulierbares „Restrisiko“: Das des totalitären Staats.“

    Ich finde, die Frage, ob wir noch Geheimdienste brauchen, sollte mal zur Diskussion gestellt werden. Zum Beispiel in der SPD.

    The Great Dereliction – Umair Haque – Harvard Business Review 

    „I’d like to advance a simple thesis: today’s leaders are failing on a grand, epic, global, historic scale — at precisely a time when leadership is sorely needed most. They’re failing me, everyone under the age of 35, and everyone worth less than about $50 million.“

    Guter Rant. Eigentlich jeder Satz zitabel. Wobei ich die Führungsschwäche ja nicht an den Personen festmachen würde, sondern an den Organisationen. Andererseits traue ich den Schluss auch Haque zu, also wird er schon wissen, was er tut.

  • Links am Sonntag 16.6.13

    • Collection directly from the servers | anmut und demut – “ Mündigkeit im Zeitalter des Internet heißt im Zweifel: Linux beherrschen, Programmieren können. Alle anderen sind ausgeliefert. Das ist hart und leider immer noch ziemlich elitär. Aber es dürfte trauriger Weise die Wahrheit sein.“
    • Exploding into the Age of Quantum Computing – “ Essentially, quantum computing means that if we formulate a mathematical question in just the right way and if we can quiet the inherent noise of the world, then it is possible that the right answer can simply pop out of the Universe.“
    • Das einseitig hohe Lied auf die sozialen Medien – „Als Historiker müsste man sich eher wundern, warum man immer mehr äußere Phänomene wie Twitter beschreibt – und weniger den inneren Machtverhältnissen und Wertekollisionen auf den Grund geht.“
    • Wer PRISM kritisiert, darf auch keine Vorratsdatenspeicherung wollen | Lummaland – “ Die SPD feiert 150 Jahre, verweist immer wieder auf Überwachung und Unterdrückung in ihrer Geschichte, aber dennoch sind Sigmar Gabriel und Olaf Scholz innenpolitische Hardliner und fordern eine verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung.“
  • Links am Sonntag: 09.06.2013

    The in-between and I « Karin Tidbeck

    „Again, old hat to Swedes but a good example: recently a gender-neutral pronoun, hen, popped up in the Swedish vocabulary. Since Swedish doesn’t have a pronoun for situations where a person’s sex is irrelevant, outside of the binary category, or just unknown, this was a very welcome addition. So far so good, yes? But a lot of people went apeshit over this.“

    Die „Vergewaltigungskultur“ | sunflower22a 

    „Oder Facebook. Dieser Sauladen kommt immer mehr unter Druck, weil es für Zuckerberg & Co offensichtlich völlig okay ist, gewaltverherrlichende Inhalte gegen Frauen zu verbreiten. Alles was nach schöner Erotik aussieht, wird sofort gelöscht. Aber Facebook-Gruppen wie „Fly Kicking Sluts in the Uterus, Kicking your Girlfriend in the Fanny because she won’t make you a Sandwich, Violently Raping Your Friend Just for Laughs” – das ist okay.“

    Notiz an mich: Endlich die Selbstlöschung einleiten.

    De:Bug Musik » Jan St. Werners “Blaze Colour Burn” 

    „Wir haben die Ehre, euch den Stream zum Album “Blaze Colour Burn“ von Jan St. Werner (u.a. 1/2 Mouse On Mars) schon eine Woche vor der Veröffentlichung zu präsentieren.“

    Notiz an mich: Reinhören!

    Mein wachsendes Unbehagen an den Dingen | fxneumann · Blog von Felix Neumann 

    Felix Neumann über die „Gesamtscheiße“. Konkret: „Dinge. Dinge, die sich anfassen lassen. Gegenstände.“

    „Was allerdings noch fehlt: Die Serendipität der Materialität durch bloßes Herumstehen.“

    Don’t give me this “We Used to Do Big Things” Crap. We do. | Discursive 

    „The Linux kernel trumps the moonshot both in terms of engineering effort and societal impact by a few orders of magnitude.“