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Georg Büchner – Dantons Tod
Ein Drama in vier Akten, welches zudem umfangreiches Vorwissen der französischen Revolution erfordert? Keine leichte Kost, an der ich mich allein wegen dieser Intervention von Richard Herzinger beim Perlentaucher versuchte. Ohne Kenntnis der Personen und der Hintergründe macht das wirklich nicht viel Sinn. Aber Büchner malt die Grausamkeit der Zeit und ihrer Protagonisten schon mit…
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Stefan Zweig – Joseph Fouché
Nach Magellan und Montaigne schon der dritte von Zweigs biografischen Romanen, dieser mit dem Untertitel Bildnis eines politischen Menschen und derjenige, der mir mit großem Abstand am besten gefallen hat. Vielleicht, weil es Zweig so vortrefflich gelingt, Fouché als Antihelden, als „vollkommensten Macchiavellisten“ und beispiellosen politischen Wendehals zu skizzieren, der in den Wirren der Französischen…
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Angekommen #Spiegelau20
Im Januar 2018 haben wir einen Skiurlaub im Bayerischen Wald, im schönen Städtchen Spiegelau gemacht. Damals stand ich zum ersten Mal auf Ski, überhaupt war das mein erster Winterurlaub. Wir fanden es so schön, dass wir uns vornahmen, hier jedes Jahr herzufahren. Das hat nun leider im Folgejahr schon nicht geklappt, denn da hielt uns…
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Iain Banks – Use of Weapons
Use of Weapons ist wohl das anspruchsvollste Culture-Buch. Man muss nicht lange googlen, bis man auf den erzählerischen Trick stößt und ich gestehe: Ich habe es beim Lesen nicht so richtig kapiert. Inhaltlich habe ich das Buch schon verstanden, aber sehr wahrscheinlich wäre der emotionale impact der Geschichte deutlich wichtiger, wüsste man, was Banks da…
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200313
Das öffentliche Leben wird immer weiter heruntergefahren und ich bin gespannt, was überhaupt noch los ist, wenn ich Montag wieder arbeite. Die Gesundheit meiner Ohren stand heute im Vordergrund, als ich in einer Hörprüfkabine (siehe Abbildung) Zahlen und einsilbige Worte nachsprechen musste. Die Ergebnisse sind … erwartungsgemäß. Und sonst? Habe ich mich für die Kommunalwahl…
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Christian Baron – ein Mann seiner Klasse
Eine eindrucksvolle autobiografische Erzählung von der Kindheit und Jugend des Autors in bitterer Armut und von seinem trinkenden und prügelnden Vater, dem titelgebenden Mann seiner Klasse. Das Buch wurde vielfach wohlwollend rezipiert, weil es eine Lebensrealität darstellt, die in der Politik, in den Medien und in der Literatur kaum Gehör finde. Das trifft mit aller…
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Matthew De Abaitua – The Destructives
Ein Buch, welches ich als sehr überragend in Erinnerung habe, das mich jetzt beim erneuten Lesen aber wenig begeistert hat. Science Fiction, die künstliche Intelligenz thematisiert, mag ich ja sehr und Abaitua entwickelt einige faszinierende Ideen. Vielleicht liegt es daran, dass mir der Neuigkeitswert fehlt. Denn die Story als solche, die ist schon sehr seltsam…
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Ursula K. Le Guin – The Left Hand of Darkness
Zum Jahresauftakt einfach mal wieder Le Guin lesen: Unbezahlbar. Anlass war dieser Artikel über den Hainish-Cycle, zu dem Left Hand wie auch The Dispossessed und auch The Telling zählen: Ursula K. Le Guin left us with a wealth of stories and universes, but my favorite might be her Hainish cycle. I recently read, or re-read,…
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Die Zehnerjahre musikalisch Part IV
Ist das hier die Resterampe? Keineswegs, das hier sind vor allem die zwei besten Hiphop-Alben des Jahrzehnts – beides allerdings keine Überraschungen für Kenner des Genres, nehme ich stark an. Triclops! – Helpers On The Other Side Aber beginnen wollen wir mit den einzigen Vertretern härterer [[Musik]] in dieser Auflistung, Triclops!, von denen ich nicht…
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Jörg Fauser – Der Schneemann
Spontan aus dem Regal gezogen, weil mich interessierte, wie dieser Fauser schrieb und gut unterhalten worden. Ab der zehnten schummrigen Bar mit zwielichtigen Typen drin wurde es nur ein wenig monoton. Aber Westdeutschland der achtziger Jahre in diesen hard boiled-Stil geschrieben zu lesen macht schon Spaß. Es fallen Sätze wie „Ich stellte mich in einen…