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Vernunft
Die Grundgesetzänderung zur Einschränkung des Asylrechts gegen Ende 1992 begriff er als Ausdruck einer „Mentalität des Wohlfahrtschauvinismus“. Er protestierte dagegen in den Printmedien und in persona als einer der 350.000 Demonstranten am 8. November 1992 in Berlin. Jürgen Habermas ist tot. Eben erst in Dirk Baeckers Digitalisierung gelesen: Bei Jürgen Habermas tendiert alle Kommunikation, gibt…
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Streik
Eine Legalisierung des politischen Streiks und Generalstreiks würde also gleichzeitig mit dem Erbe eines faschistisch vorbelasteten Arbeitsrichters aufräumen und den Gewerkschaften ein historisch bewährtes Instrument »wehrhafter Demokratie« an die Hand geben. Klingt nach einem sinnvollen Programmpunkt für die Sozialdemokratie: Wer die Demokratie retten will, sollte den politischen Streik legalisieren
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„… was Theweleit schon vor rund fünfzig Jahren beschrieben hat“
In ‚Männerfantasien‘ argumentiert er, dass militarisierte Männlichkeit häufig eine Abwehr von Verletzlichkeit ist. Bedrohlich wirkt dabei das, was kulturell mit dem Weiblichen verbunden wird – etwa Emotionalität oder Ambivalenz -, weil manche Männer darin eine Gefahr für ihre eigene Kontrolle erleben.“ So der Perlentaucher über ein Gespräch des Soziologen Alexander Yendell mit Melanie Mühl von…
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Nach Hamburg fahren
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Wikipedia zum Doonscrollen | Mediendemokratie
Funktioniert und macht Spaß: https://xikipedia.org/ Johannes Hillje plädiert in den aktuellen „Blättern“ für eine wehrhafte Mediendemokratie: Das Konzept der »wehrhaften Demokratie« steht angesichts des Aufstiegs der AfD im Zentrum politischer Debatten. Aber rechtliche Instrumente genügen zur Verteidigung der Demokratie nicht. Daneben muss sich die Gesellschaft auch im medialen Raum, der zunehmend von digitalen Plattformen geprägt…
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Vom Schlaf und vom Lesen
Der typische Effekt, wenn ich den Wecker ausstelle, weil es mal ein paar Tage nicht so entscheidend ist, wann ich aufstehe, ist, dass ich irgendwann wach werde, befürchte, dass es schon sechs Uhr ist, sehe, dass es tatsächlich vier Uhr ist, finde, dass es sich nicht lohnt, überhaupt zu versuchen, noch einmal einzuschlafen, und also…
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Gelesen: Anthropolis von Roland Schimmelpfennig
Eine Woche, bevor wir den fünf Aufführungen binnen drei Tagen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg beiwohnen, habe ich mir die Stoffe zu Gemüte geführt. Der ANTHROPOLIS-Marathon wird sicher eben dies – ein Marathon, aber ich freue mich: griechische Dramen in Reinform.
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Mal wieder bahnfahr’n
Update Der heutige Gedanke beim Bahnfahren: Im Grunde ist öffentlicher Personennahverkehr zu achtzig, vielleicht neunzig Prozent gelöst: Gleise, Bahnen, Busse, Personal, Organisation, Pläne haben wir schon. Das ganze verlässlich, schnell, mit genügend Platz anzulegen ist lediglich ein Bruchteil des bereits geleisteten. Wie so oft sind aber die letzten zehn (?) Prozent die schwersten, weil wir…
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Gelesen: „Eine Hymne an das Leben“ von Gisèle Pelicot
Gisèle Pelicot ist das Opfer zahlloser sexueller Übergriffe, die ihr Ex-Mann Dominique und über fünfzig weitere Männer an ihr verübten, nachdem jener sie immer wieder und wieder betäubt und handlungsunfähig gemacht hatte. Mit Eine Hymne an das Leben erhebt sie als Opfer dieser unsäglichen Schandtaten die Stimme, verweigert sich dabei auch Erwartungen an sie als…
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Gelesen: „Die Moskau Connection“ von Reinhard Bingener und Markus Wehner
Wenn man noch Letztrespekt vor der SPD hatte, so wird er einem mit diesem Buch endgültig ausgetrieben. Peinlich, wie Schröder sich von Putin hat einlullen lassen (Kosakenchor, Schlittenfahrt). Unerträglich, wie Schröder, Steinmeier und Gabriel, um nur die wichtigsten zu nennen, die fortwährende Brutalisierung Russlands bis 2022 relativiert haben. Merkel wird zumindest ein anderer Stil bei…