• Mangel behoben (einstweilen)

    Vorher / nachher: Am Sonntag den Mängelmelder genutzt und bereits Montag Vollzug festgestellt. Wie nachhaltig das ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Dieser Gehweg wird wegen der auf der Straße parkenden Fahrzeuge regelmäßig befahren und dadurch zunehmend beeinträchtigt. Meines Erachtens liegt die vorgeschriebene Restbreite freier Straße von mindestens 3,05 Meter neben den parkenden Fahrzeugen nicht…

  • Radikaler Linksliberalismus

    Robert Misiks Plädoyer für einen radikalen Linksliberalismus in den „Blättern“ März 2026 holt mich auf fast unangenehme Art gut ab, fasst der Autor die Kritik an den zwei Polen, zwischen denen ich schwanke, Linksliberalismus und „Linkspopulismus“, Moderation und Radikalität, doch exzellent zusammen. Vor allem der laue, gemäßigte, vernünftige Linksliberalismus, man könnte auch sagen „die Ampel“,…

  • Gelesen: Manon Garcia – Mit Männern leben

    Überlegungen zum Pelicot-Prozess stellt die Philosophin Garcia in diesem Reportageessay an. Ein nachdenklicher, kenntnisreicher und subjektiver Text, der dem Altbekannten wenig Neues hinzufügt, aber das muss er auch nicht. Die Scham muss die Seite wechseln.

  • Die Intransparenz der Wählenden

    Ausgerechnet die interessanteste Idee in Baeckers Digitalisierung ist gar nicht so neu, er formuliert sie aber originell: War es in der Buchdruckgesellschaft wichtig, undurchschaubar zu sein, um als Liebhaber, Wähler, Kunde individuell (wenn auch nicht statistisch) eine unvorhersehbare Zukunft symbolisieren und so die entsprechenden Sozialsysteme (Liebe, Politik, Wirtschaft) für ihre Umwelt sensibilisieren zu können [..].…

  • Gelesen: Dirk Baecker –  ̶D̶̶i̶̶g̶̶i̶̶t̶̶a̶̶l̶̶i̶̶s̶̶i̶̶e̶̶r̶̶u̶̶n̶̶g̶

    Als ich vor ein paar Jahren von Berufs wegen mit dem Nonsens-Thema Industrie 4.0 befasst war, bot Dirk Baeckers Band 4.0 oder Die Lücke die der Rechner lässt einen willkommenen Ausblick über den Hype hinaus. Baecker denkt und schreibt Gesellschaft und ihre Evolution auf originelle Art systemtheoretisch, schwer zugänglich, aber so, dass stets einige gute…

  • Verlinkt: Jenseits der Gleichstellung

    Wir sollten mit dem Herumdoktern an den Symptomen aufhören und uns der Krankheit selbst zuwenden: der gegenseitigen Unverträglichkeit von Parlamentarismus und weiblicher Freiheit. Jenseits der Gleichstellung von Antje Schrupp, erschienen in der aktuellen Ausgabe der „Blätter“ …, die mich ja mit ihrer glühenden Verehrung der Repräsentation mitunter auch anstrengen. Umso wohltuender fundierte Repräsentationskritik, wie sie…

  • Dionysos, Laios, Ödipus, Iokaste und Antigone

    Ich könnte direkt wieder von vorn anfangen. Wie ich im Social Network of Choice schrieb: Der Theatermarathon des Schauspielhauses Hamburg hat bereits jetzt das beste Theatererlebnis meines bisherigen Lebens bereitet. Wirklich fantastisch. Anthropolis

  • Vernunft

    Die Grundgesetzänderung zur Einschränkung des Asylrechts gegen Ende 1992 begriff er als Ausdruck einer „Mentalität des Wohlfahrtschauvinismus“. Er protestierte dagegen in den Printmedien und in persona als einer der 350.000 Demonstranten am 8. November 1992 in Berlin. Jürgen Habermas ist tot. Eben erst in Dirk Baeckers Digitalisierung gelesen: Bei Jürgen Habermas tendiert alle Kommunikation, gibt…

  • Streik

    Eine Legalisierung des politischen Streiks und Generalstreiks würde also gleichzeitig mit dem Erbe eines faschistisch vorbelasteten Arbeitsrichters aufräumen und den Gewerkschaften ein historisch bewährtes Instrument »wehrhafter Demokratie« an die Hand geben. Klingt nach einem sinnvollen Programmpunkt für die Sozialdemokratie: Wer die Demokratie retten will, sollte den politischen Streik legalisieren

  • „… was Theweleit schon vor rund fünfzig Jahren beschrieben hat“

    In ‚Männerfantasien‘ argumentiert er, dass militarisierte Männlichkeit häufig eine Abwehr von Verletzlichkeit ist. Bedrohlich wirkt dabei das, was kulturell mit dem Weiblichen verbunden wird – etwa Emotionalität oder Ambivalenz -, weil manche Männer darin eine Gefahr für ihre eigene Kontrolle erleben.“ So der Perlentaucher über ein Gespräch des Soziologen Alexander Yendell mit Melanie Mühl von…