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Vom Hyperobjekt und der Ontologie
Timothy Morton bezeichnet die Klimakrise als Hyperobjekt, so Samira El Ouassil: „ortlos, zeitlos, allumfassend, ohne einen Gegenstand, auf den man zeigen und sagen könnte: Das ist sie.“ Es erinnert mich an Mark Fisher und den Kapitalismus, dessen Ende man sich ihm zufolge schlechter vorstellen könne als das Ende der Welt. Die vielleicht wirksamste Grundströmung westlichen…
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Musik gekauft: Modest Mouse – Interstate 8
Es fiel der Entschluss, die frühen Modest Mouse zu hören, also bis zur, jedoch nicht einschließlich der Moon & Antarctica, die zwar auch sehr gut ist, die aber den Beginn der modernen Modest Mouse darstellt. Zum Zwecke der Vollständigkeit war dafür die Interstate 8-EP zu erwerben, die ich in meiner Erinnerung wohl mal zu alten…
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Gelesen: ‚Beton‘ von Thomas Bernhard
Es geht natürlich nicht um diesen Inhalt, sondern um die Sprache und ihre Bewegung. Dies notierte Siegfried Unseld 1982 über seinen ersten Lektüreeindruck, nachdem T.B. ihm das Manuskript von Beton aushändigte. Dabei sollte es durchaus auch um den Inhalt gehen, denn dass erneut ein Mann mit einem Geistesprodukt ringt, wovon ihn erneut eine Frau (und…
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Landtagswahl 2027 – Bochum: Direktkandidaturen
Hier sammle ich die (mich interessierenden) Direktkandidat:innen der Wahlkreise 107 (Bochum I), 108 (Bochum II) und 109 (Wattenscheid) nebst ihrer Kanäle im Netz. Die Landtagswahl findet am 25. April statt, es ist also noch früh und vieles sicher noch im Aufbau. Wer Ergänzungen oder Korrekturen an mich senden möchte, erreicht mich unter wolf.witte@mailbox.org. Wahlkreis Partei…
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Gelesen: ‚Eine Handvoll Leben‘ von Marlen Haushofer
Der erste veröffentliche, wenngleich nicht erste Roman von Marlen Haushofer, wenn man Hans Weigel Glauben schenkt, der ihr von der Veröffentlichung zweier älterer Manuskripte abgeraten haben soll. Bereits hier entfaltet sich die unnachahmliche Erzählkunst, die ich aus anderen Texten Haushofers kenne und naturgemäß nicht in Worte kleiden kann. Interessant ist Konstanze Fliedls Hinweis im Nachwort…
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Kunst in Duisburg: das MKM
Sagen wir es so, das Museum Küppersmühle vertraut auf die Wirkung des wahrhaft imposanten Gebäudes und die Intelligenz seiner Besucherinnen und Besucher, die sich in den weitläufigen Etagen schon irgendwie zurechtfinden werden. Die ständige Sammlung ist toll und zuviel für einen Besuch, wenn, wie in meinen Fall, nach anderthalb Stunden die Konzentration und Aufnahmefähigkeit nachlässt. …
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Gelesen: ‚Korrektur‘ von Thomas Bernhard
Endlich wieder ein Bernhard, erneut obsessiver Bewusstseinsstrom über 300 Seiten, fordernd, zermürbend, bereichernd. Interessant an der Gesamtausgabe sind auch die Anmerkungen zur Textgestaltung wie S. 76: Im mit »Diese Studie, […]« (Z. 26) beginnenden Satz ist nach »[…] Studie in ihr Geistesgegenteil verkehrt habe, […]« (S. 77, Z. 7) vor »verbrennen« ein »sie« einzufügen. Vorweg…
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ge-blätter-t
In den aktuellen Blättern für deutsche und internationale Politik fantasiert Jürgen Trittin von einem „demokratischen Kapitalismus“, so als wäre das eine selbstvertändliche, stehende Wendung und kein blühender Unsinn. Es ist ein wenig verstörend, dass Parteipolitikerinnen und -politiker keine interessanten Gedanken formulieren zu können scheinen; das war schon bei Franziska Brantners Mitte-Rechts-Bewerbungsschrift Für einen neuen Liberalismus…
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Björk – fossora
Das bislang letzte Studioalbum von Björk, womit diese Reihe, in der ich an jedem Monatsersten ein Björk-Album erwarb, endet. Sie wird fortgesetzt, soviel steht fest, mit Éliane Radigue. fossora by Björk
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so als ob es anders sein könnte
Man kann die „Realität der Massenmedien“ deshalb nicht begreifen, wenn man ihre Aufgabe in der Bereitstellung zutreffender Informationen über die Welt sieht, und daran ihr Versagen, ihre Realitätsverzerrung, ihre Meinungsmanipulation mißt – so als ob es anders sein könnte. Luhmann, Niklas: Die Realität der Massenmedien. 2., erweiterte Auflage. Opladen: Westdeutscher Verlag 1996, S. 173 f.