Kategorie: Bücher

  • Gelesen: ‚Die Abgehobenen‘ von Michael Hartmann

    Auf Empfehlung vom Couchblog für einen schlanken Fünfer bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellt. Es gibt nicht die Elite im populistischen Sinne, aber es gibt Eliten. In der Elitenforschung der Politikwissenschaft wird ihnen bei der Einführung und Stabilisierung demokratischer Institutionen eine wichtige Rolle zugeschrieben. Das habe für die Revolutionen und Transitionsprozesse in Mittel- und…

  • Gelesen: Jehona Kicaj – ë

    Ähnlich wie bei Derviş Hızarcı: Viel zu selten lese ich solche Bücher; im Fall von ë sind das Bücher, welche die gesellschaftliche Normalität und Realität von Einwanderung und Migrationsgeschichte erhellen. Große Empfehlung. Mehr zu ë auf der Homepage von Jehona Kicaj.

  • Gelesen: Thomas Bernhard – Frost

    Der erste von zweiundzwanzig Bänden des Gesamtwerks. Es dauerte ein wenig, bis ich in den von Monologen und Tiraden geprägten Text hineinfand. Dann wurde er sehr gut.

  • Gelesen: The Persuaders von Anand Giridharadas

    Cory Doctorow adelte The Persuaders als „a fantastic, energizing and exciting book about what it means to really change peoples‘ minds„. Ich fand es vor allem zäh, weil es in diesem angloamerikanischen Sachbuchstil geschrieben wurde und weil es einfach. nicht. aufhörte. Lesenswert war vor allem das Kapitel über Anat Shenker-Osorio, das auch in Doctorows Review…

  • Derviş Hızarcı – Zwischen Hass und Haltung

    Viel zu selten lese ich solche Bücher, die aus gelebter Erfahrung und Praxis bestehen und nicht lediglich abstrakt philosophieren. Auch mein Respekt vor Lehrpersonen und politischen Bildner:innen (ein tolles Wort auch) ist nochmal mehr gestiegen. »Alles Leben ist Begegnung.«

  • J.G. Ballard – Millenium People

    Eine sterbenslangweilige Gesellschaftssatire entlang des typisch britischen Klassenverständnisses und voller Infodump-Dialoge. Forgettable. Vernachlässigbar. Egal.

  • Judith Hermann – Lettipark

    Nach dem Roman Daheim wieder ein Kurzgeschichtenband von Judith Hermann; dieser mit Geschichten, die oft kürzer kaum sein könnten. Kleinode. Bei Goodreads verglich jemand den Band mit einem Fotoalbum, das finde ich recht treffend. Auch wenn ich Sommerhaus, später und Nichts als Gespenster als besser in Erinnerung habe, war das eine schöne Lektüre. Beeindruckend übrigens,…

  • Sally Rooney – Normal People

    Eine alltäglichere Geschichte als Conversations With Friends, aber auch die bessere? Ernster, trauriger ist Normal People allemal. Die Geschichte streift Fragen der Klassengesellschaft, der psychologischen Traumata, des Erwachsenwerdens, aber das ist vielleicht gerade dee Nachteil: die Themen werden gestreift. Vielleicht werden sie auch, positiv gewendet, so hintergründig thematisiert, dass sie sich beim erneuten Lesen besser…

  • Judith Hermann – Daheim

    Schon lange wollte ich mehr, alles von Judith Hermann lesen. Daheim ist ein Roman der für ihre Kurzgeschichten bekannten und von mir geschätzten Autorin, vom Umfang her angemessen schmal und auf höchstem Niveau. Was hier Heimat und was Daheim ist, erschließt sich nur näherungsweise. Hermann schreibt brillant klare Bilder in verführerisch zugänglicher Sprache mit Bedeutungen,…

  • Gerne gelesen: Nils Westerboer – Lyneham

    Gerne gelesen: Nils Westerboer – Lyneham

    Nils Westerboer wurde bereits für Athos 2643 mit dem deutschen Science-Fiction-Preis geehrt und sein jüngstes Werk gefällt mir sogar noch besser. Es ist Science Fiction, die den großen, epischen Wurf nicht scheut, und zugleich das Kunststück vollbringt, eine Kleinfamilie in den Mittelpunkt ihrer Geschichte zu setzen und sie zu großen Teilen aus kindlicher Perspektive zu…