• Gelesen: Max Frisch – Homo Faber

    Immer die gleichen larmoyanten Männerfiguren bei Frisch. Unerträglich.

  • Raus aus der Stadt, die Wissen schafft

    Richtung Zigarrenstadt.

  • aus einem Gedicht zitieren

    O mein Erdenmond

    erleuchte mich, nur für einen Moment,

    ich bin eine Seidenraupe

    ich spinne die Seide meiner Verzweiflung in meinem hohlen Herzen.

    Ich bin ein Maulwurf, der in der Erde wühlt, die er für den Himmel hält.

    Na, Sina? Wie macht der Maulwurf beim Graben?

    Aus dem Gedicht Der Tag, als ich meinen Nachnamen auf einem Leichentuch las von Asmaa Azaizeh, aus dem Arabischen übersetzt von Sandra Hetzl und erschienen in der „edit“ No. 96.

  • Bahnfahr’n

    Es geht erneut nach Göttingen.

  • Musik gekauft: „Volta“ von Björk

    Es ist der erste eines Monats: Der Björk-Marathon geht weiter.

  • Dortmunder Griechen

    Eine spannende Ausstellung sieht SZ-Kritiker Max Florian Kühlem im Hoesch-Museum in Dortmund: Drei Monate tauchten die Fotografen Jürgen Spiler und Thomas Strenge im Jahr 1976 in das Leben der griechischen Gastarbeiter-Community ein. Die Fotos sollten damals ursprünglich bei den Dortmunder „Auslandskulturtagen“ ausgestellt werden, wurden dann aber aus dem Programm genommen, so Kühlem, die Fotos waren dem damaligen Bürgermeister nicht „positiv“ genug.

    Via Perlentaucher

    Fediverse reactions
  • Die Blutspende

    Im Radio läuft Scatman John. Der Arzt lässt sich ungewöhnlich viel Zeit mit den Spenderinnen und Spendern, die vor mir dran sind. Es ist allerdings auch voll. Selbst auf eine Liege muss ich einige Minuten warten. Blutdruck und die übrigen Zahlen seien perfekt, heißt es – wie meistens. Dennoch fließt das Blut zu Beginn etwas langsam. Die Apparatur zu meiner Rechten piept, woraufhin an der Nadel geruckelt wird, denn wenn diese zu eng an der Arterienwand liege, könne das den Blutfluss hemmen. Ich schließe und öffne langsam, rhythmisch die rechte Hand zur Faust, bilde mir ein, das könne den Fluss fördern. Nie schaue ich auf die Nadel, die in meinem Arm steckt. Ich nehme wahr, wie der Körper auf das Eindringen, auf die Wunde, mit einer Stressreaktion antworten will. Es ist zu keinem Zeitpunkt unangenehm, nur eben auch nicht angenehm. Ich schreibe diesen Text während der Spende auf dem Mobiltelefon, das lenkt ab. Die rechte Hand wird ein wenig taub. Der Schlauch ist an meinen Arm getapet und zieht minimal im Takt des Herzschlags an den Härchen. Den Verzehrgutschein tausche ich anschließend gegen eine Currywurst mit Pommes frites; Blutspenden ist nahezu der einzige Anlass, zu dem ich noch so esse. Es war meine vierzehnte Spende.


    Titelbild: Anatomical Study of the Blood Vessels and Circulation, Gerard de Lairesse. 1685

  • Klinken von Türen

    Der Algorithmus spült uns Reels zu, in denen Autor:innen weinend Gedankenstriche aus ihren Texten entfernen, um nicht mit einer Maschine verwechselt zu werden. Robin Walter verwendet das Satzzeichen in Kleine Gnade dagegen in Anlehnung an Emily Dickinson – als Klinken von Türen, die in Räume außerhalb des Gedichts führen.

    Aus dem Editorial der jüngsten edit.

  • WordPress ins Fediverse – ein Update

    Ich teste nach einigen Monaten mal wieder das Friends-Plug-in für WordPress, welches es mir ermöglicht, meinen Blog nicht nur zum Sender von Updates und Beiträgen ins Fediverse zu ertüchtigen, sondern damit auch zu empfangen, also Accounts zu folgen. So würde ich es zumindest in eigenen Worten schildern.

    Bei früheren Versuchen habe ich das Plug-in nicht zur Funktionstüchtigkeit bewegen können. Das scheint jetzt anders: Ich sehe jüngere Beiträge gefolgter Accounts, kann die Timeline manuell aktualisieren und auf Beiträge reagieren.

    Kurios bleibt, dass ich das alles wider Erwarten nicht sehe, wenn ich mich mittels eines weiteren Plug-ins, Enable Mastodon Apps, bei einem Mastodon-Client anmelde, aktuell https://pinafore.social/. Darin sehe ich nur, was ich selbst schreibe, und die sporadischen Reaktionen darauf.

    Seltsam auch, dass das WordPress-Backend einen eigenen Bereich namens „Mastodon-Beiträge“ vorhält. Dort landen Beiträge, die ich im obigen Client verfasse, sie sind von außen aber nicht einsehbar, außer per Direktlink (Beispiel).

    Sicher folgt das alles einer präzisen Logik, die technisch so und nicht anders sein kann. Mir erschließt sie sich nur mühsam. Dennoch bleibt es beachtlich, dass Leute daran arbeiten, diese Dinge immer besser in Funktion zu bringen. Gerne weitermachen!


    Titelbild: Alexander Graham Bell, 1903–9. Public Domain Image Archive

  • Bahnfahr’n

    Um drei wachgeworden, um vier aufgestanden, um fünf geguckt, ob ich nicht einfach einen früheren Zug nehmen kann, seit sechs unterwegs  und eine Stunde auf dem Dortmunder Hauptbahnhof verbracht. Samstagmorgens ein ganz besonderes Vergnügen.