• Musik aus dem Wohnzimmer

    Nachdem ich es endlich gedengelt gekriegt habe, dass meine Diskstation via Dynamic DNS immer von außen erreichbar ist und die dazugehörige App namens Audio Station auf dem Mobiltelephon so eingerichtet ist, dass sie scrobbeln kann (ganz wichtig!), darf die Sache mit dem eigene Musik mobil vom eigenen Server streamen derweil als funktionstüchtig bezeichnet werden – wovon ich mich heute auf dem Heimweg bereits begeistert überzeugt habe.

    Fast bin ich versucht, mal komplett auf Spotify zu verzichten, mich meiner eigenen (vernachlässigten) Musiksammlung zu widmen und das, was ich gerne haben will, einfach zu kaufen. Am liebsten bei Bandcamp, dem wahren Soundcloud (dazu später mehr).

  • Musik gekauft: KOOL A.D. – NOT O.K.

  • Netzkultur

    Just kehre ich zurück von der netzkultur-Veranstaltung der bundeszentralefürpolitischebildung und den Berliner Festspielen. Betrachtet und belauscht wurden Darbietungen zum Thema „E-Kampagnen in der Kultur“ (spontan von der Referentin Paula Hannemann zu irgendwas interessanterem umbenannt) und zu der Entscheidungssoftware Liquid Feedback. Der Diskussion ‚E-Books, Apps und Nachrichten auf Karton: Wie Systeme gehackt werden‘ habe ich zwar beigewohnt, sie aber nicht verstanden.

    Bemerkenswert an den beiden erstgenannten Sessions erscheint mir, dass alle ReferentInnen nicht sehen, oder aussprechen wollen, dass sie im Grunde Werkzeuge zur Selbstorganisation der Gesellschaft erschaffen haben. Gut, im Fall von change.org ist das in Teilen nachvollziehbar, geht es dabei doch um Petitionen und die brauchen eine Adressatin. Nicht umsonst unterhält der Bundestag ja einen Petitionsausschuss. Andererseits räumte selbst die Referentin ein, dass es bei den dort initiierten Petitionen in erster Linie um öffentliche/mediale Aufmerksamkeit geht.

    Im Fall von liquid Feedback finde ich es aber noch offensichtlicher, dass hier ein Tool vorgestellt wurde, welches „möglichst herrschaftsfreie Aushandlungsprozesse unter Verschiedenen“ ermöglicht.

    Im Grunde wäre es sehr gewinnbringend, beide Tools zusammen zu denken: etwas wie liquid Feedback, um Entscheidungsvorschläge zur Diskussion zu stellen. Und etwas wie Change.org, um für sie zu werben. Und für den Gedanken hat sich die Veranstaltung gelohnt. Auch wenn diese Band aus Österreich mehrere Größenordnungen zu klamaukig war. These: Livemusik, zu der getanzt werden kann, ist schlecht.

  • E-Kerze

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  • last.fm 2013

    Top 50 artists

    1 Deerhoof 511
    2 Tocotronic 196
    3 Royal Headache 183
    4 Thee Oh Sees 179
    5 Boards of Canada 161
    6 Evans The Death 146
    7 Tim Hecker 140
    8 Parquet Courts 134
    9 Messer 128
    10 Suuns 123
    11 Darkside 114
    12 Tortoise 105
    13 Raime 102
    14 My Bloody Valentine 100
    15 Jon Hopkins 99
    16 Triclops! 97
    17 Disappears 87
    18 SchnAAk 81
    19 Banque Allemande 80
    20 The Stevens 77
    21 Stereolab 74
    22 Do Make Say Think 70
    23 Die Goldenen Zitronen 65
    24 Pissed Jeans 59
    25 N.R.F.B. 57
    26 The Sea and Cake 56
    27 Obits 55
    27 Future of the Left 55
    29 Pulp 54
    29 Candelilla 54
    31 Surf City 52
    32 Ghostface Killah 49
    32 Forest Swords 49
    34 Mulatu Astatke 46
    35 Kommando Sonne-Nmilch 45
    35 Lower Dens 45
    37 Califone 44
    38 Belong 43
    38 Julia Holter 43
    40 Mountains 42
    41 Dead Man Ray 41
    41 British Sea Power 41
    41 Grimes 41
    41 Boomgates 41
    45 Sam Prekop 40
    45 phirnis 40
    47 Modest Mouse 39
    48 Moonface 38
    49 AUF 35
    50 Carcass 33

    Top 20 songs

    1 Pissed Jeans – Bathroom Laughter 30
    2 Tocotronic – Warte auf mich auf dem Grund des Swimmingpools 27
    3 Royal Headache – Never Again 25
    3 N.R.F.B. – Schaffel 25
    3 Evans The Death – Bo Diddley 25
    6 Deerhoof – Fresh Born 24
    6 Royal Headache – Really in Love 24
    6 Banque Allemande – Schwarz Vor Schwarzer Wand 24
    9 Candelilla – 30 23
    9 Thee Oh Sees – No Spell 23
    9 Darkside – Golden Arrow 23
    12 Jon Hopkins – Open Eye Signal 22
    13 Royal Headache – Surprise 21
    14 Royal Headache – Girls 19
    14 Suuns – Minor Work 19
    14 Suuns – Edie’s Dream 19
    17 Deerhoof – Twin Killers 18
    17 Evans The Death – Catch Your Cold 18
    17 Royal Headache – Psychotic Episode 18
    17 Thee Oh Sees – The Dream 18

    Sampler

    Suuns – Minor Work
    Messer – Die kapieren nicht
    The Oh Sees – The Dream
    Candelilla – 30
    Jon Hopkins – Open Eye Signal
    N.R.F.B. – Schaffel
    Darkside – Golden Arrow
    Banque Allemande – Schwarz vor schwarzer Wand
    Pissed Jeans – Bathroom Laughter
    Auf – Doch Du
    Future of the Left – Something Happened
    Tocotronic – Warte auf mich auf dem Grund des Swimmingpools

  • Wider die Akzeleration

    Das Beunruhigende am jüngsten linken Manifest, dem „Accelerate Manifesto“ (Original | deutsche Übersetzung), ist dieser neuerliche Planungsoptimismus, der da durchschimmert:

    We be­lieve that any post-​capitalism will re­quire post-​capitalist plan­ning.

    Kleiner geht’s nicht? Mal eben eine post-kapitalistische Gesellschaftsordnung durchplanen, damit man, wenn’s dann soweit ist, am besten nur noch auf Play drücken muss? Und zwar übrigens vor allem, damit die Massen nicht einfach in den Kapitalismus zurückfallen, sie wissen es schließlich nicht besser:

    The faith placed in the idea that, after a re­volu­tion, the people will spon­tan­eously con­sti­tute a novel so­cioeco­nomic system that isn’t simply a re­turn to cap­it­alism is naïve at best, and ig­norant at worst.

    Der Irrglaube der Manifesteure an gesellschaftliche Planung speist sich offenbar aus dem überall in ihrem Werk hervorschimmernden Technikoptimismus. So verlässt man sich auf „soph­ist­ic­ated eco­nomic mod­el­ling, em­ploying cy­ber­netics and linear pro­gram­ming“. Das hat zwar alles schon in den 50er und 60er Jahren und insbesondere in den Sovjet-Staaten nicht funktioniert, sei dort aber an den „polit­ical and tech­no­lo­gical constraints these early cy­ber­net­i­cians op­er­ated under“ gescheitert. Mit modernen Technologien sei das alles viel besser möglich. Irgendwie… :

    The tools to be found in so­cial net­work ana­lysis, agent-​based mod­el­ling, big data ana­lytics, and non-​equilibrium eco­nomic models, are ne­ces­sary cognitive me­di­ators for un­der­standing com­plex sys­tems like the modern eco­nomy. The ac­cel­er­a­tionist left must be­come lit­erate in these tech­nical fields.

    Zur literacy muss dann aber ein Verständnis um die eng gesteckten Grenzen all dieser Technologien gehören: Etwa, dass Big Data mehr Ungewissheit (und Fehler!) produziert als Wissen.

    Der Anspruch, bessere ökonomische Modelle als die Heerscharen von Experten und solchen, die welche sein wollen, im Dienste der zahlreichen Finanzorganisationen zu kreieren, ist überdies vielleicht möglich, aber höchst anspruchsvoll. Und wahrscheinlich müsste man auch dann lernen, dass die besten Modelle keine sicheren Vorhersagen und keinerlei Planung ermöglichen.

    Zumindest mich würde eine Haltung eher ansprechen, die jegliche Planungs- und Prognosefantasien fallen lässt, sich einer Versuch-und-Irrtum-Heuristik verschreibt, dafür kleinere (nicht nur, aber auch: politische) Einheiten zulässt und fordert, die dann eben auch Versuche zulassen, ohne too big to fail zu sein.

  • Links am Montag 14.10.13

     

    Gesten-Design

    „Der Blick auf den Unterarm ist aufgeladen mit Ungeduld, mit der Frage, ob endlich Zeit vergangen ist, und gilt dem Gegenüber gegenüber als unhöflich.

    Felix Neumann über Handgelenk-Gadgets.

    Heute in den Feuilletons vom 08.10.2013

    „Im Vergleich zu früheren Antworten der Bundesregierung auf Fragen von Oppositionsfraktionen zum NSA-Skandal gibt es diesmal einen neuen traurigen Rekord: Von 47 Fragen wurden vier beantwortet, davon wurde bei einer Antwort auf eine frühere Antwort verwiesen. Der Rest ist geheim.“ Der Souverän darf nicht wissen, was in seinem Namen getrieben wird.“

    Das ist und bleibt alles ein riesengroßer Kappes.

    Die verheerenden Folgen einer Großen Koalition

    „Der Gedanke an eine Änderung des Grundgesetzes schmeckt der CDU/CSU überhaupt nicht. Sie hat daher angeregt, das Problem der handlungsunfähigen Opposition durch eine freiwillige Selbstverpflichtung der Regierungsfraktionen zu lösen.“

    Spitzenidee. Echt jetzt…

    Bodo Ramelows Triumph und die Grenzen der streitbaren Demokratie

    „Was ist das überhaupt, ein Abgeordneter? Was macht er? Wozu ist er da? Er sammelt und strukturiert die politischen Auffassungen und Interessen, die an ihn herangetragen werden, und entscheidet, ob, wie und mit welcher Priorität er sich bemüht, sie in staatliche Entscheidungen umzusetzen. Seine Aufgabe ist es, unterschiedliche politische Auffassungen und Interessen aufzunehmen, auszugleichen und in die Willensbildung von Partei, Fraktion und Parlament zu überführen, und umgekehrt den Bürgern den guten Sinn der in Parlament getroffenen politischen Entscheidungen zu vermitteln oder bessere Alternativen aufzuzeigen und für sie zu werben. Er ist ein Verbindungsglied zwischen Parlament und Bürger (…).“

    S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine: Das Zeitalter des Pseudoprivaten beginnt jetzt – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

    „Dem Bürger in seiner verdammten Fußgängerzone, man würde ihm so gern keinen Vorwurf machen wollen. Aber man muss. Denn die digitale Gesellschaft ist viel weiter fortgeschritten, als die meisten glauben, die der Überwachung meinen zu entgehen, wenn sie auf Facebook nur Quatsch sharen. Digitale Patientenakten, Zahlungsverkehr, Verkehrsmessinstrumente, Steuerdaten, Einkaufsverhalten, Postverkehr, Telefon, Kommunikation, Konsum.“

    Das Crowdsourcing-Verfassungsexperiment der LSE: “We, the People” im 21. Jahrhundert 

    „Wenn wir einen Verfassungsentwurf haben, der aus einem hybriden crowdsourcing/deliberativen Prozess entstanden ist, streben wir an, dass er im Parlament diskutiert wird, und dann arbeiten wir mit konventionellen Methoden, um Parlamentarier zu überzeugen, auf dieser Basis wirkliche Verfassungsinnovationen zu erreichen. Wie haben aber weder einen Coup noch eine Revolution dabei im Sinn!“

    spannend.

    The 100 top things you honestly don’t need to do before you die | Richard Osman | Comment is free | The Guardian

    „You must never swim with dolphins. If they ever want to swim with you, I’m sure they’ll let you know. Forget Machu Picchu; the sunset on the west coast of Scotland is as beautiful as any you’ll see in the world, and it’s really nearby. And by all means go kiteboarding above the Andes, but that might be the thing you do literally just before you die.“

    Was man so alles nicht tun muss.

  • Links am Sonntag 6.10.13

    Woanders – diesmal mit der Sonderlingsnormalverteilung, Schwimmbädern, Mennoniten und anderem

    „Alte Regel: eifernde Menschen ohne jede Fähigkeit zur heiteren Selbstironie sind immer das Problem, nicht die Lösung.“

    gute Regel.

    The Guardian Project | Secure Mobile Apps and Open-Source Code for a Better Tomorrow

    „The Guardian Project creates easy-to-use open source apps, mobile OS security enhancements, and customized mobile devices for people around the world to help them communicate more freely, and protect themselves from intrusion and monitoring.“

    Notiz an mich: Installieren.

    Gastbeitrag: Nur ein Satz für den Journalismus der Zukunft 

    „Um die Situation der Medienbranche in Deutschland grundlegend zu verbessern, müssten lediglich bestimmte Arten von Journalismus in der Abgabenordnung als gemeinnützig definiert werden.“

    Notiz an mich: Antrag schreiben.

    Man wundert sich 

    „Auch deswegen gibt es eine breite Strömung, die an das Bestehende, das Alte, die untergegangene Bonner Republik anknüpft und die CDU wählt, weil sie ihr – trotz aller Brüche – am ehesten die Kontinuität ihrer Welt zu verkörpern scheint.“

    Auf der Suche nach den vielen CDU-Wählern

  • Links am Sonntag – 29.09.13

    Retro – „oh ja, Frank Zappa hatte für jeden ein As im Ärmel. Er sprach den schroffen Siebzigern mehr aus dem Herzen als alle Saturday Night Fevers, Nevermind the Bollocks und Grandmaster Flashs zusammen.“

    Zappa, Beefheart: Irgendwann wage ich mich da auch mal ran… bislang beginnen die Siebziger für mich aber ’77.

    „Goldene Zitronen“ über neues Album: Erst die Musik, dann der Text – taz.de – „Gaier: Wir sind zwei Bands: Eine instrumentale Krautrockversion und eine textlastige Version mit einem sehr speziellen Sänger, der sehr speziell singt. Es ist ein ewiger Kampf, die Balance zu halten.“

    Neues Album ist ziemlich lang, kann aber was werden.

    Hubertus Kohle: Für Open Access in den Geisteswissenschaften – „Open Access bietet die Möglichkeit, einer interessierten Öffentlichkeit das zu präsentieren, was diese Öffentlichkeit aus ihren Steuermitteln bezahlt.“

    The Future Now: An Interview with David de Ugarte – „Even today classic cyberpunk works like Bruce Sterling’s Islands in the Net or Green Days in Brunei and post-cyberpunk like Neal Stephenson’s The Diamond Age provide models for discussing subjects we think are important at this moment: distributed vs centralized networks, economic democracy vs corporate power, etc.“

    Notiz an mich: Lesen.

    Ist am Sonntag die Fünfprozenthürde verfassungswidrig geworden? – „Aus der bisher zweipoligen Konstellation – Gleichheit der Stimme vs. Handlungsfähigkeit des Parlaments – würde somit eine dreipolige: Gleichheit vs. Handlungsfähigkeit vs. Repräsentativität.“

    Eine von mehreren Überlegungen zur Sperrklausel.

    Einige Gedanken am Tag nach der Bundestagswahl – „Die Opposition aus Grünen und Linken könnte nicht einmal mehr einen Untersuchungsausschuss einsetzen. Sie könnte auch kein Normenkontrollverfahren in Karlsruhe anstrengen. Dazu sind jeweils 25 Prozent der Stimmen im Bundestag nötig, und die bekommen sie selbst dann nicht auf die Waage, wenn sie sich zu einem solchen Schritt zusammenraufen.“

    Für mich DAS schwerwiegendste Argument gegen die GroKo.

    Der Wahlsieg der alten Menschen – „Überdurchschnittlich viele junge Wähler, die ihre Stimme abgaben, sehen diese nicht im Bundestag repräsentiert.“

    Lob der Fünfprozenthürde – „Durchaus merkwürdig ist auch, dass die Klausel genau in dem Augenblick in die Kritik gerät, in dem sie ihren Zweck gerade erfüllt.“

    Wir leben gern. Überlegungen für neue Grüne. – „Ich kann nachvollziehen, wie das Image der Verbots- und Regelwut entstand: Aus Ungeduld. Weil eine Generation ihre letzte Chance sah, jetzt noch mal schnell durchzusetzen, was sie als richtig empfand.“

    Guter Punkt.

    Sie sind unter uns – CDU WählerInnen„Ich würde mir wirklich wünschen, dass das Wahlergebnis für die nicht CDU Parteien Anlass wäre, wirklich mal neu zu denken und nicht immer mehr von dem selben zu machen. Denn es hat sich nun ausreichend gezeigt, dass mehr eben nicht mehr hilft.“

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  • Links am Sonntag 8.9.13

    bitcoin or bust

    „A phyle is essentially a transnational community that, as Doug Casey puts it, “is self-defined by whatever values they share.” Phyles would not be based in any one country, although they may have bases in every country, which their members can go to for help. Phyles can be formal or informal to any degree, ranging from a community whose members do not even realise its existence to a fully fledged institutional structure with its own social welfare provisions and tax system.“

    Der für folgenreichste Artikel seit langer Zeit. Besonders, aber nicht nur wegen des zitierten Absatzes. Einige der folgenden Links, sicher auch in den nächsten Wochen und Monaten, sind gewissermaßen ‚Abzweigungen‘ von diesen Gedanken.

    Vorratsdatenspeicherung: Warum Verbindungsdaten noch aussagekräftiger sind als Kommunikations-Inhalte

    „Das Gutachten unterstreicht erneut, wie aussagekräftig die immer als “harmlos” beschriebenen Verbindungsdaten sind. Und dass wir eine anlasslose Speicherung all dieser intimen Details names Vorratsdatenspeicherung in jeder Form verhindern müssen.“

    A Great Unifier – Bitcoin Magazine

    „When I began to research further, my eyes were opened to the opportunities Bitcoin provides all people. As an electronic cash system, no attention is paid to one’s faith, race, and gender, as the only connection is one that all people can share, the Internet.“

    Griebenwurst-Zensoren: Die Bigotterie der Moral-Spießer

    „Auffällig ist mittlerweile die Tendenz zur Präventivzensur. Um sich Ärger und Aufwand mit umstrittenen Publikationen zu ersparen, achten viele Buchhandlungen mittlerweile darauf, welche Neuerscheinungen ihnen Schwierigkeiten ins Haus bringen könnten und vermeiden beim Einkauf entweder brisante Themen oder boykottieren Autoren und Verlage, die auf kritische Dokumentationen spezialisiert sind“

    Pierre-Joseph Proudhon – Wikipedia, the free encyclopedia

    „To be GOVERNED is to be watched, inspected, spied upon, directed, law-driven, numbered, regulated, enrolled, indoctrinated, preached at, controlled, checked, estimated, valued, censured, commanded, by creatures who have neither the right nor the wisdom nor the virtue to do so. To be GOVERNED is to be at every operation, at every transaction noted, registered, counted, taxed, stamped, measured, numbered, assessed, licensed, authorized, admonished, prevented, forbidden, reformed, corrected, punished. It is, under pretext of public utility, and in the name of the general interest, to be place[d] under contribution, drilled, fleeced, exploited, monopolized, extorted from, squeezed, hoaxed, robbed; then, at the slightest resistance, the first word of complaint, to be repressed, fined, vilified, harassed, hunted down, abused, clubbed, disarmed, bound, choked, imprisoned, judged, condemned, shot, deported, sacrificed, sold, betrayed; and to crown all, mocked, ridiculed, derided, outraged, dishonored. That is government; that is its justice; that is its morality.“
    [priv] Meet the Hackers Who Want to Jailbreak the Internet

    „They ask questions like: What happens if Yahoo freezes your online account, loses your data, or goes out of business? What happens if you decide to move all your Facebook photos to another site? What if you want to reply to someone on Twitter using Google+? And then they build software that answers these questions.“

    Zukunft der Zeitung: Die Odyssee der Online-Onkels – Medien – FAZ

    „Zeitungen informieren Menschen darüber, worüber sich Menschen informieren, wenn sie sich über die Welt informieren.“

    Ich mag es, wenn Stefan Schulz durchblicken lässt, dass er Systemtheorie beherrscht.

    Kolumne Digitaler Wandel: Die hydraulische Internetgesellschaft | ZEIT ONLINE

    „Gesellschaften, die auf künstliche Bewässerungssysteme setzen, entwickeln sich seltener zu Demokratien als solche, deren Landwirtschaft auf natürlichen Niederschlägen basiert. Schon Adam Smith, John Stuart Mill und Karl Marx diskutierten diese These von den „hydraulischen Gesellschaften“. Sie war mal mehr, mal weniger beliebt.“

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