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What the fuck are we actually doing? What the fuck is the point of all of this?
Aaron Horwath über die Sinnlosigkeit der Wissensarbeit: Why Is Everyone In Tech So Sad?
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Das war vielleicht nicht nur mir entgangen: Die Petition 183950 Keine Führung eigener Register zur Erfassung von trans* und nichtbinärer Personen vom 14. Juli 2025 wurde am 23. März öffentlich im Petitionsausschuss behandelt.
Die Sitzung diente vor allem dem Innenministerium als Bühne, um fortwährend zu erklären, dass sie lediglich das Selbstbestimmungsgesetz der Ampelregierung umsetze. Die Abgeordneten von Grünen und (vor allem) SPD, Nyke Slawik und Esther Dilcher, boten ein teils eher unrühmliches Bild, so als hätten sie mit ihrem Gesetz eigentlich nichts zu tun. Die Petition selbst befindet sich immer noch in der Prüfung.
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In seinem Kurzgeschichtenband „Mein Leben als Noisband“ geht der unlängst mit dem Großen Österreichischen Staatspreis 2026 ausgezeichnete Clemens J. Setz an die Grenzen
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Und weiter: Was ist das beste Rezept gegen den Rechtspopulismus? Der Ökonom Jonathan Barth schlägt bei Zeit Online vor, „Demokratie wieder in kommunalen Strukturen“ zu verankern, „dort, wo sich Menschen konkret begegnen“: „Etwas, wofür sich kämpfen ließe, wäre die Förderung von Räumen, in denen Menschen Gesellschaft wieder als Ergebnis ihres eigenen Wirkens erfahren. Vom Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr über den Chor, den genossenschaftlichen Dorfladen und den Bürgerrat bis zur Wiedereinführung von kollektiven ‚Ritualen‘, seien es Zivil- und Militärdienst oder gemeinsame Feiertage und Veranstaltungen für Demokratie.
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Aus dem Perlentaucher: Der Bürgermeister von Bologna, Matteo Lepore, erklärt im FAS-Interview, wie er seine Stadt als „Gegengewicht zu Silicon Valley, Open AI und Chinas Digitalindustrien“ zu einer Technopole umbauen und damit die europäischen Demokratien stärken will. Warum Bologna?
„Hier befindet sich der europäische Höchstleistungsrechner Leonardo, der vom Konsortium Cineca betreut wird und komplexe wissenschaftliche Simulationen errechnen kann. Tecnopolo ist ein Ort für Quantencomputing und ein europäischer Hub für Künstliche Intelligenz, bei dem Projekt ‚Destination Earth‘ wird etwa ein digitaler Zwilling der Erde erstellt, um den Klimawandel zu simulieren. Schon in den 1990er-Jahren schuf Bologna das erste städtische Internetnetzwerk Italiens. Auf dieser Tradition aufbauend, entwickeln wir andere Systeme als im Silicon Valley, etwa den ‚Civic Digital Twin‘: eine offene Plattform zur Sammlung und zum Austausch von Daten mit Bürgern, Forschern und Unternehmen, die das Wissen und die demokratische Kontrolle stärkt.“
Auf nach Bologna!
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Endlich wieder ein Bernhard, erneut obsessiver Bewusstseinsstrom über 300 Seiten, fordernd, zermürbend, bereichernd. Interessant an der Gesamtausgabe sind auch die Anmerkungen zur Textgestaltung wie
S. 76: Im mit »Diese Studie, […]« (Z. 26) beginnenden Satz ist nach »[…] Studie in ihr Geistesgegenteil verkehrt habe, […]« (S. 77, Z. 7) vor »verbrennen« ein »sie« einzufügen.
Vorweg wird diskutiert, ob die zahlreichen vermeintlichen Fehler im Sinne des Titels und Themas des Romans überhaupt korrigiert werden sollten.
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In den aktuellen Blättern für deutsche und internationale Politik fantasiert Jürgen Trittin von einem „demokratischen Kapitalismus“, so als wäre das eine selbstvertändliche, stehende Wendung und kein blühender Unsinn. Es ist ein wenig verstörend, dass Parteipolitikerinnen und -politiker keine interessanten Gedanken formulieren zu können scheinen; das war schon bei Franziska Brantners Mitte-Rechts-Bewerbungsschrift Für einen neuen Liberalismus vor zwei Monaten so.
Dafür schürt die Professorin für Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle, Petra Dobner, berechtigte Zweifel am befürchteten Staatsumbau durch die AfD nach einem möglichen Wahlsieg in Sachsen-Anhalt. Das ist keine Entwarnung, wohl aber eine realistische Einschätzung der Programmatik:
Kein Zweifel besteht, dass eine AfD-Regierung die demokratische Zivilgesellschaft, Schulen, Wissenschaft, Kultur, Landesverwaltung, Justiz und nicht zuletzt Migrant:innen sowie Frauen scharf angehen wird.
Es verwundert, mit welcher Intensität und Faszination das Wahlprogramm dieses Landesverbandes in den vergangen Monaten Thema war, so als könnte man nicht wissen, dass Wahlprogramme noch nie umgesetzt wurden und so als wolle man der Parteigliederung geradezu Aufmerksamkeit zuschaufeln.
Titelbild: Roy Stryker (Far Right) Reviewing Photographs with Russell Lee, Arthur Rothstein, and John Vachon (Leftmost), Beaumont Newhall. 1938
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Die bayerische Landesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am 23. Juni 2026 einen Gesetzentwurf zur Änderung des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes (BayHIG) beschlossen, der es Hochschulen und Lehrenden verbietet, die Nutzung von Künstlicher Intelligenz („KI“) zu untersagen, wenn Studierende unbeaufsichtigte Prüfungen absolvieren („KI-Verbot-Verbot“).
Verfassungsblog: AI Way or the Highway. Zur Verfassungswidrigkeit des bayerischen „KI-Verbot-Verbots“
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Berlins Regierender Bürgermeister Wegner ist dafür, so genannte Gefährder mit KI-gestützten Systemen zu überwachen.
Andere Länder seien da schon Vorbild, sagte der CDU-Politiker nach einer Senatssitzung.
Welche denn? Quelle RBB
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zaeune
metallzaeune
doppelstabmattenzaeune
mit optional erhaeltlichen
kunststoffsichtschutzstreifen
kunststoff
sichtschutz
streifen
kunst
stoff
sicht
schutz
streifen
schuetzt SIE und IHRE liebsten vor unerwuenschten blicken
laesst nur erwuenschte blicke zu
welche blicke wuenschen SIE
welche art von blicken wuenschen SIE
IHR wunsch nach blicken kann nur erfuellt werden, wenn SIE ihn klar und deutlich aeussern -
Daß ich den Nachlass Roithamers ordnen und sichten werde, auf diese zwei Begriffe ordnen und sichten konzentrierte ich mich jetzt und ich sagte mehrere Male laut vor mich hin ordnen und sichten, denn wieder mehrere Male ordnen und sichten, aber nicht bearbeiten, ich werde keine Zeile ändern, ich werde an dem Nachlass nicht das geringste ändern, ich werde ihn ordnen und sichten, immer wieder sagte ich ordnen und sichten und in dem immer wieder ausgesprochenen ordnen und sichten hatte ich mich doch beruhigen können, ich glaubte, während ich ordnen und sichten sagte, mich zu beruhigen, und deshalb sagte ich so oft und immer wieder ordnen und sichten, keine, nicht die geringste Bearbeitung sagte ich mir.
Thomas Bernhard. Korrektur, S. 156f.
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Loewenstein sprach sich in militant democracy für die Aufhebung von Grundrechten aus. Im ersten Weltkrieg hätte sich auch niemand beschwert. Poppers Paradox der Toleranz wird gewissermaßen verformt in die Paradoxie, Freiheiten durch ihre Abschaffung weiterhin gelten zu lassen.
Democracies withstood the ordeal of the World War much better than did autocratic states-by adopting autocratic methods. Few seriously objected to the temporary suspension of constitutional principles for the sake of national self-defense. During war, observes Leon Blum, legality takes a vacation. Constitutional scruples can no longer restrain from restrictions on democratic fundamentals, for the sake of ultimately preserving these very fundamentals.[^1]
Ein Text, den man guten Gewissens in den Untiefen des Jahres 1937 hätte belassen können, anstatt dass „die Anstalt“ ihn ausgrub.
[1]: Loewenstein, Karl: Militant Democracy and Fundamental Rights, I. In: The American Political Science Review 31 (1937), Nr. 3, S. 417–432.
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Die Romantik spielt mit Doppelgängern, Zwillingen, Spiegelungen, um die Umwandlung von Identität in Kommunikation darzustellen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts werden dann William James, Georg Simmel und viele andere von der Notwendigkeit eines „sozialen Selbst“ oder einer „Identität“ sprechen, die das fragmentarische, turbulente, chaotische Individuum zu sein oder zu prätendieren hat, um für andere etwas zu sein, was es selbst nicht von selbst ist.
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Ich schreibe einen Mastodon-Beitrag im WordPress-Backend, um zu schauen
- welche Formatierungsmöglichkeiten ich habe
- und ob/wie der Beitrag anschließend auf der Startseite dargestellt wird.
Auch die Zeichenbegrenzung interessiert mich.
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Teil drei der Neuromancer-Trilogie und auch dieser begeistert mich nun nicht gerade. Sicher, Gibson kann mit wenigen Pinselstrichen Figuren zeichnen, erklären, was sie wollen oder wie ihnen geschieht, das gelingt ihm alles sogar geradezu meisterhaft. Aber worum geht es eigentlich? Und warum gibt es so wenig Neuromancer, Cyberspace und Co.?
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⿻
„The Future of Collaborative Technology and Democracy„, verfasst von E. Glen Weyl, Audrey Tang and the Plurality Community – ein Buch, welches als Github-Repo entworfen wurde (vermutlich stark vereinfacht und in meinen eigenen Worten ausgedrückt), mit allen Stärken und Schwächen, die so eine Produktionsweise haben muss:
Es ist lang, oder weniger schonend ausgedrückt: Es hört. Einfach. Nicht. Auf.
Die einzelnen Abschnitte sind von spürbar unterschiedlicher Qualität. Mal gibt es nicht enden wollende Listen, mal gut verfasste Kapitel und Abschnitte.
Es ist radikal optimistisch und technologieoffen; eine Haltung, die man viel zu selten antrifft und die ich bewundernswert finde. Hinzunehmen ist wiederum, dass es mitunter auch pure Science-Fiction ist.
Wahrscheinlich sollte man Plurality nicht durchlesen, sondern sich die Abschnitte herausziehen, die einen wirklich interessieren. Die Schlusskapitel Impact und Forward habe ich nur noch überflogen und das macht wahrscheinlich nichts. Den Themenbereich zu Democracy sowie die Einleitungskapitel werde ich sicher erneut lesen.
Plurality kann hier kostenfrei gelesen und in verschiedenen Formaten bezogen werden.
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Man kann ja die Grenzen (und damit die Einheit) einer Handlung oder eines Handelnden weder sehen noch hören. [..] Das macht zugleich die Funktion der Massenmedien in ihrem Beitrag zur kulturellen Institutionalisierung des Handelns verständlich
Und weiter:
Im gleichen Zuge wird das Interesse an Personen reproduziert. [..] Gerade in Zeiten, die ihre Zukunft als abhängig von Handlungen und Entscheidungen erlebt, nimmt die Orientierung an Personen offenbar zu.
Daher vielleicht die überschießende Faszination für Dinge, die „Merz“, „Reiche“ oder „Spahn“ tun.



