Wolf Witte

Wolf Witte
Wolf Witte
@wolfwitte@wolfwitte.de

Politik der Öffentlichkeit zuführen | Komplexität abschichten | Ambient, Drone & Noise

1.376 Beiträge
49 Folgende

Kurz notiert

  • Frisch und Fruchtig

  • Und ein Kleine Anfragen-Portal gebaut – also einen ersten Versuch: https://kleineanfragen.parlamente.org/

  • Endlich auf auf parlamente.org: das liebe Saarland

  • Interview mit Inke Arns & Thibaut de Ruyter zur Ausstellung „INDUSTRIAL – Seidenstraßen 3000“

    „Manchmal wird Kunst politisch, ohne politisch sein zu wollen“

    „Manchmal wird Kunst politisch, ohne politisch sein zu wollen“

  • "Vielleicht der deutscheste Film überhaupt."

    Fünf Nebenrollen für Karl Dall 😀

    https://blogs.taz.de/popblog/2026/10/22/gib-gas-ich-will-spass-vielleicht-der-deutscheste-film-ueberhaupt/

  • Jemand hat Niklas Luhmanns Text „Kommunikation mit Zettelkästen“ von 1981 (PDF) ins Englische übersetzt. Bob Doto hat dazu wiederum einen Text geschrieben, der ihn in Bezug zur Kommunikation mit Sprachmodellen setzt.

    Ich fand Florentine Dömges‘ weite KI-Definition sehr schön, die sie im Kontextfenster-Podcast äußerte. Schon gedruckte Bücher und natürlich auch Institutionen jeglicher Art seien eine Form künstlicher Intelligenz. Mit besonderer Plausibilität lässt sich das vom Zettelkasten sagen, zum Beispiel beim Überraschungsmoment (Doto: „Information requires surprise, so let the zettelkasten surprise you.“).

    Mein Obsidian kommt einem Zettelkasten nur bedingt nahe, aber die Funktion der zufälligen Notiz schätze ich sehr. Mit ihr gelingen mitunter Einstiege für spannende Kreuzfahrten durch den Vault.

  • Heute fast durchweg lesenswert, daher komplett und ohne Einzelzitate verlinkt: https://www.perlentaucher.de/9punkt/2026-10-22.html

  • Vor 25 Jahren erschien Drukqs von Aphex Twin. Ein Album das ich intensiv mit Busfahrten zur Uni Bielefeld und meinem Diskman assoziiere.

  • "This was originally posted on X and blew up."

    Dachte, bei "X" sind nur Nazis.

    https://thorstenball.com/blog/2026/09/19/what-i-believe-about-the-future-of-software-development/

  • Vor zehn Jahren schon verlinkt: Imaginative Anthropology: In Celebration of Ursula K. Le Guin

    Imaginative Anthropology: In Celebration of Ursula K. Le Guin

  • IMMER noch offline …
  • There’s a feeling of calmness that I only get from art. 

    Celine Nguyen schreibt auf eine Weise über Kunst, wie ich es auch gerne könnte. Stattdessen bewundere ich einfach ihre Kunstfertigkeit so, wie sie die von Arthur Jafa bewundert. Die taz schrieb heute von der Ana Mendieta-Ausstellung in der Tate Modern, die wir vor ein paar Wochen ebenfalls anschauten.

    Ihre Siluetas, in die Erde gezeichnete Figuren, mit Blut, Feuer, Wasser oder Schießpulver aufgeladen und sodann wieder vergehend, beeindrucken mich deutlich mehr als beispielsweise die „Überwältigungskunst durch Riesenhaftigkeit“ von Jaume Plensa.

    Ich notierte dazu: der Dresden Kodex, Ausgabe 13 des Heresies Magazine, in der Mendieta sich gegen die Vereinnahmung durch den Second Wave Feminism aussprach. Wie die afrikanische Diaspora, entstanden durch den Sklavenhandel in der Karibik, ihre Götter hinter katholischen Heiligen tarnte – Santería und Vodùn, oder: Vodou.

    Weiterlesen

  • *immer noch* offline #php
  • SPON: "NSDAP-Kartei: Sie wollen mit der Nazi-Kartei chatten? Probieren Sie es hier aus"

    Nein.

  • Da war ich! https://taz.de/Ana-Mendieta-Retrospektive-in-London/!6215819/
  • https://blog.cosinex.de/ ist auch einstweilen abgeschaltet. Dann roll ich mal vom Hof #Feierabend

  • Interessante Gegenstimme von Astrid Wallrabenstein, aus ihrem Sondervotum zu einem Urteil Äußerungen von Angela Merkel betreffend:

    „Regierungsarbeit ist politisch und in einer Parteiendemokratie parteipolitisch geprägt. Eine neutrale, womöglich expertokratische, Regierung ist für eine Parteiendemokratie ein Krisenphänomen. Die Sorge, dass die Richtung des politischen Willensbildungsprozesses umgekehrt werden könnte, wird gerade durch den Anschein von Neutralität des Regierungshandelns begründet.“ (Sondervotum Wallrabenstein, Rn. 14)

    (Via)

  • In attempting to analyze antisemitism on the left from an ideological or organizational standpoint, we have missed an obvious, inarguable reality—there is an antisemitism problem on the left because the left consists of people, and modern internet culture is built out of bigotry and slurs from the ground up.

    The Native Language of Social Media Is Slurs

  • Davon höre ich tatsächlich zum ersten Mal:

    In Deutschland hat die Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind) zwei Projekte nach dem taiwanischen Vorbild gestartet. Über das „Einfach-Machen“-Portal können die Menschen melden, wo ihnen im Alltag Probleme durch unsinnige Bürokratie entstehen. Im August waren rund 29 000 Meldungen eingegangen. Mithilfe von künstlicher Intelligenz hat Sprind daraus fünf immer wieder genannte Bürokratiehürden ausgemacht.

    Philipp Bovermann: „Die Demokratie geht nicht unter, sie entwickelt sich weiter“. In: Süddeutsche Zeitung, 15. Oktober 2026 (Ressort Kultur). Online: https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/kultur/afd-linke-mamdani-burnham-buergerraete-direkte-demokratie-e841221/ (abgerufen am 20.10.2026).

    Mit dem taiwanesischen Vorbild sind wohl die Initiativen hinter Plurality gemeint: pol.is und vtaiwan.tw neben anderen. Das möchte ich gar nicht kleinreden. Seltsam finde ich es aber insofern, als der schon recht ausführliche Koalitionsvertrag viele Vorhaben des sogenannten Bürokratieabbaus umfasste, ganz zu schweigen von der föderalen Modernisierungsagenda, die der Kanzler und die Ministerpräsidenten verinbart hatten. Ich will ja nicht gleich von Beteiligungstheater schreiben, habe es ja nun aber doch getan.

    Das zweite Portal heißt „Deutschland, was geht?“ und dort kann man „über die wichtigsten Themen im Bereich Staatsmodernisierung“ abstimmen. Anschließend bewarben sich Teams in den genannten Bereichen, um etwa Antragsverfahren zu vereinfachen. Auch hier: Die Modernisierungsagenda soll mehr als 200 Maßnahmen umfassen, bei denen es dem Vernehmen nach nicht so richtig voran geht.

  • Wolfgang von Kempelen: Bauteile seiner Sprechmaschine, aus Mechanismus der menschlichen Sprache nebst der Beschreibung seiner sprechenden Maschine, Wien 1791. SLUB Dresden, gemeinfrei (Public Domain Mark), via Public Domain Review.

    Gegen den Strich erzählt, beschreibt die Erzählung von der Habermas-Maschine, die als KI-Mediator unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer bürgerratsartigen Versammlung iterativ immer mehr Gemeinsamkeit durch zustimmungsfähige Statements herstellt, Folgendes:

    Menschen in einem egalitären Raum von einem Kompromiss zu überzeugen ist so einfach, dass es sogar eine KI kann – weshalb es in der Realität nahezu nie passiert. Stattdessen hat sich um diese basalen Überzeugungen von Menschen ein politisches System aus professionellen Rollen, Institutionen und geteilten Gewalten herum entwickelt, in dem es kostspielig ist und von seltenen Gelegenheitsfenstern abhängt, seine Überzeugung zu ändern und entsprechend politisches Kapital erfordert, Mehrheiten herbeizuführen. Standhaftigkeit wird belohnt, Wechselhaftigkeit nicht geschätzt. Only Nixon could go to China. Selbst die politische Wahl findet wegen ihrer Anlage als frei, gleich, geheim und allgemein motivlos statt, wie Stefan Schulz gerne unter Verweis auf Luhmann sagt.

    Das Gemeinwesen ist also gerade keine Räterepublik, in der Räte ihre Delegierten mit imperativem Mandat ausgestattet in die höheren Ebenen schicken, so sehr auch mir solche Konzepte auf den ersten Blick gefallen mögen.

    Die „ideale Sprechsituation“ gibt es nicht

    Die Autoren des Papers machen wohlbemerkt auch unmissverständlich klar, dass die Habermas-Maschine eine egalitäre unstrukturierte („or semistructured“) Versammlung voraussetzt. Nur ist so eine Versammlung eben im Grunde apolitisch, entspricht sie doch der „idealen Sprechsituation“ Habermas‘, die er selbst als kontrafaktische Unterstellung verstand, nicht als herstellbaren Raum. In einem Parlament, einem Koalitionsausschuss oder einer Fraktion wäre so ein Mechanismus vollkommen hilflos.

    Wozu eigentlich Konsens?

    Die Frage ist überdies auch, woher diese Sehnsucht nach Eintracht, Übereinstimmung und „common ground“ eigentlich stammt. Das klingt sehr nach dem bundespräsidentiellen Lamento von der gespaltenen Gesellschaft und den Gräben, die man zuschütten müsse.

    Auch hier wieder gegen den Strich: Vielleicht hatten und haben wir einen breiten gesellschaftlichen Konsens, oft als „Mitte“ bezeichnet, der es ja gerade reizvoll und politisch opportun macht, die Ränder zu besetzen. Auch hier entpuppt sich das ganze Konzept als merkwürdig unpolitisch.

  • Inhaltlich natürlich super, aber irre, wie schnell sich dieses Claude Code-Webdesign abgenutzt hat: RSS isn’t dead. It’s the resistance. via @eay (bin gespannt, ob die Verlinkung des Accounts so durchkommt)

  • Berliner Gymnasium darf Gebete in Schule untersagen

    Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin und wies eine Klage des Vereins „Gesellschaft für Freiheitsrechte“ ab. In der Begründung der Richter heißt es, die Religionsfreiheit des Einzelnen müsse hinter der Wahrung des Schulfriedens zurücktreten.

    Deutschlandfunk.de

  • Clowns.

    Wir respektieren die Entscheidungshoheit der Berliner SPD. Als Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion sehen wir zugleich unsere Verantwortung für die Glaubwürdigkeit gemeinsamer sozialdemokratischer Grundsätze. Deshalb sprechen wir uns unter den gegenwärtigen Voraussetzungen mit Nachdruck gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Berliner Linken aus.

    Erklärung von Mitgliedern der SPD-Bundestagsfrak9on zur Regierungsbildung in Berlin