Autor: Wolf

  • The Revenant

    The Revenant erzählt die Geschichte zweier Rückkehrer. Die eine Geschichte spielt im Vordergrund. Sie ist ein irrealer Heldenepos im Naturzustand, wo der Mensch Mann des Menschen Mannes Wolf ist. Der sich behaupten muss, indem er tötet. Sie erzählt voller Bombast und Epik von Bären, Büffeln und Wölfen, Cowboy und Indianer-Spielen, vom Fressen und Gefressenwerden. 

    Die andere Geschichte ist das Gegenteil davon. Sie spielt fast unbemerkt im Hintergrund, erzählt von realer Gewalt, die keine Helden und nur Opfer (und deren Angehörige) kennt. Die vielleicht auch deshalb unbemerkt bleibt, weil sie einer nicht-weißen Frau widerfährt. 

    Am Ende des Filmes offenbaren zwei Blicke alles, worum es in diesem Film geht. Und vielleicht gibt es gar keine zwei Rückkehrer, sondern nur eine Rückkehrerin und einen, der am Ende ist. Ich habe mir schon lange einen Film gewünscht, der Gewalt konsequent dekonstruiert. The Revenant könnte das sein. 

  • Known

    logo_beta

    Weil ich immer alles ausprobieren muss und weil ich die Idee, möglichst viel auf meinem „eigenen“ Webspace (zumindest zahle ich ja dafür) zu lassen, sehr ansprechend finde, habe ich keine Mühen gescheut, um das Social Media-Dingsbums Known auf meinen Server zu heben.

    Mit Known lässt sich die Idee des Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere umsetzen, soll heißen: Ich poste auf meiner Known-Seite Kram, der dann in die Social Media-Plattformen meiner Wahl hineinströmen kann. Die Reaktionen sollten – das funktioniert aber anscheinend noch nicht – dann auch wiederum auf der Known-Seite gespiegelt werden.

    Den Sinn der Sache erklärt Konrad Lischka besser als ich es könnte:

    Die Datensilos bekommen eine Kopie, man behält jedoch den Ursprung der eigenen öffentlichen Rede in einer eigenen Datenbank, auf eigener Infrastruktur – außerhalb der Datensilos. Das hat einige Vorteile:

    • Menschen, die nicht geschlossene Netzwerke nutzen wollen (oder nicht dasselbe, das man selbst bevorzugt), können dennoch im offenen Web dem eigenen Gedankenstrom verfolgen.
    • Known unterstützt Standards wie RSS – die grundlegende Infrastruktur des dezentralen, offenen Netzes.
    • Man erreicht Menschen, die unterschiedliche Datensilos nutzen und bindet Reaktionen ein.

    Nebenbei stärkt jeder Known-Nutzer das dezentrale, offene Netz und digitale Nachhaltigkeit.

    Fünf Faustregeln für nachhaltige digitale Dienste – und ein großartiges Beispiel namens Known

    In diesem Sinne passiert das, was sich in den vergangenen Wochen mehr recht als schlecht auf diesem Blog ereignete, nämlich das Bilder, Zitate und Links posten, künftig vermehrt unter wolfwitte.de/known. So lange zumindest, bis es was neues auszuprobieren gibt.

     

  • Verlinkt: Opposition? Gibt’s bei uns nicht

    Heute stand das Thema Opposition in Karlsruhe auf der Agenda. Die Erkenntnis des Tages: Opposition gibt es in Deutschland nicht nur faktisch nicht. Sondern auch rechtlich

    verlinkt: Opposition? Gibt’s bei uns nicht. beim Verfassungsblog 

  • Verlinkt: NOTES TOWARDS A THEORY OF THE MANARCHIST

    The Manarchist is the best activist. He knows this in his heart. The Manarchist proposes the most radical actions, articulates the most meaningful theories. He alone is enlightened. We all must read Adorno, but only the Manarchist understands him properly.

    NOTES TOWARDS A THEORY OF THE MANARCHIST beim Strike! Mag

  • Verlinkt: I Moved to Linux and It’s Even Better Than I Expected

    On a spring day in 2012, I shut down my MacBook Air for the last time. From then on, my primary computing environment — at least on a laptop computer — was GNU/Linux. I was abandoning, as much as possible, the proprietary, control-freakish environments that Apple and Microsoft have increasingly foisted on users of personal computers.

    I Moved to Linux and It’s Even Better Than I Expected

  • Und wieder nichts passiert

    Typisch für sämtliche ‚Sau durchs Dorf’/’Teufel an die Wand‘-Themen. Und logisch in einer Öffentlichkeit, in der eine Möglichkeit Gehör zu finden das Ausmalen schlimmstmöglicher Szenarien ist. Selbstverständlich wird auch in der Frage der Geflüchteten nichts schlimmes passieren, um nur ein aktuelles Beispiel zu nennen.

  • Der zweite Bundestags-Untersuchungsausschuss zum NSU hat sich konstituiert

    „Die Fragestellung des neuen Untersuchungsausschusses und das gängige Narrativ machen deutlich: Die Erzählung von mangelnder Vernetzung und Kompetenzstreitigkeiten zwischen den Behörden hat sich durchgesetzt. Doch sie erklärt nicht das Schweigen, Lügen, Vertuschen und Schreddern der Geheimdienste, mit dem schon der erste Ausschuss ständig konfrontiert war.“

    NSU-watch: Im hamsterrad