Kategorie: Tech

  • Jetzt kam die Mail zum Security incident von Interrail

    Although our investigation is still ongoing, our early review indicates that your personal data has been accessed, which may include: 

    • Identity information: first name, last name, date of birth, gender; 
    • Contact information: email address, home address, telephone number, if provided; 
    • Passport information: passport number, country of issue and expiration date (not including copies of the documents).

    Das – insbesondere der Zugang zu den Passdaten – ermöglicht Gezieltes „Spear Phishing“ und Social Engineering, Identitätsdiebstahl, Vertragsbetrug, Missbrauch der Passdaten, SIM-Swapping.

    Was ich nun tue oder erwäge: Täglich die Konten im Blick behalten, einen neuen Reisepass beantragen und den alten als ungültig markieren lassen, eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Internetwache erstatten und ggf. auch SCHUFA und Auskunfteien abfragen bzw. benachrichtigen.


    Eurail discloses data breach, unknown number of customers affected

    Fediverse-Reaktionen
  • Vibe Content Producing

    Inhalte entstehen je länger je mehr nicht primär (sic!) durch lineares Schreiben, sondern im Dialog mit der KI durch Prompting, Kuratieren, Remixing und Feintuning. Die kreative Arbeit verschiebt sich von der reinen Ausführung hin zur Content-Regie. Wer Inhalte produziert, wird weniger Autor:in im klassischen Sinn und mehr «Creative Operator» – jemand, der Wirkung, Stimmung, Tonalität, Kontext und Grenzen setzt und die KI in schnellen Iterationsschleifen zum Ergebnis führt.

    Ich lasse das mal hier so stehen, weil ich die Auffassung natürlich respektiere und auch spannend finde, aber sie auch für blühenden Unsinn halte. Oder anders: je mehr Leute das machen, desto besser für uns.

    Fediverse-Reaktionen
  • krtzn

    Ich glaube, wir kratzen bisher nur an der Oberfläche dessen, was man mit ActivityPub als Protokoll erreichen kann.

    Wie spielen WordPress und Mastodon zusammen?

    Das ist sicher so. Schön, dass es besser wird, schade, dass die Komplexität das Ganze immer noch alltagsfern macht.

    Was ist eigentlich mit den ganzen angekündigten Integrationen? Spielt die Föderierung von Flipboard real eine Rolle? Wann kommt Tumblr? Was ist mit Threads? (hoffentlich nichts)

  • Föderierte Antwort

    Gerade gelernt: Es gibt einen Föderierte Antwort-Block im WordPress ActivityPub-Plugin. Direkt mal testen:

  • Over 1 million Webmentions will have been sent across the internet since the specification was made a full Recommendation by the W3C—the standards body that guides the direction of the web—in early January 2017. That number is rising rapidly, and in the last few weeks I’ve seen a growing volume of chatter on social media and the blogosphere about these new “mentions” and the people implementing them.

    So what are Webmentions and why should we care?

    Webmentions: Enabling Better Communication on the Internet

  • Blockchain: Yay or nay?

    Am interessantesten am Bitcoin-Hype ist die brummende Debatte um die darunterliegende Blockchain-Technologie.

    Einerseits Kai Stinchcombe hier:

    Ten years in, nobody has come up with a use for blockchain

    Everyone says the blockchain, the technology underpinning cryptocurrencies such as bitcoin, is going to change EVERYTHING. And yet, after years of tireless effort and billions of dollars invested, nobody has actually come up with a use for the blockchain—besides currency speculation and illegal transactions.

    Andererseits Ben Schiller bei fastcompany:

    2018 Is Going To Be A Massive Year For Blockchains, The Tech Behind Bitcoins

    You’ve heard of the surging alternate currency, but that’s just a peek at what the underlying technology will enable in the next year.

  • Testing: NoteStation

    Aber Evernote speichert meine Daten auf Servern in den USA. Was läge also näher, meine Netzwerkfestplatte von Synology – die ich schon als Dropbox-Alternative, Backup-Festplatte und Foto-Album nutze – auch als Evernote-Ersatz einzusetzen? Mit NoteStation bietet Synology genau dafür eine kostenfreie App, die im Browser und auf Android- bzw. iOS funktioniert. Ich habe mir diese Evernote-Alternative genauer angeschaut.

    Eben. Zumal Evernote ja in Zukunft mehr denn je zu meiden sein wird (falls sie davon nicht zurückrudern).

    Via journalisten-tools.de

  • Known

    logo_beta

    Weil ich immer alles ausprobieren muss und weil ich die Idee, möglichst viel auf meinem „eigenen“ Webspace (zumindest zahle ich ja dafür) zu lassen, sehr ansprechend finde, habe ich keine Mühen gescheut, um das Social Media-Dingsbums Known auf meinen Server zu heben.

    Mit Known lässt sich die Idee des Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere umsetzen, soll heißen: Ich poste auf meiner Known-Seite Kram, der dann in die Social Media-Plattformen meiner Wahl hineinströmen kann. Die Reaktionen sollten – das funktioniert aber anscheinend noch nicht – dann auch wiederum auf der Known-Seite gespiegelt werden.

    Den Sinn der Sache erklärt Konrad Lischka besser als ich es könnte:

    Die Datensilos bekommen eine Kopie, man behält jedoch den Ursprung der eigenen öffentlichen Rede in einer eigenen Datenbank, auf eigener Infrastruktur – außerhalb der Datensilos. Das hat einige Vorteile:

    • Menschen, die nicht geschlossene Netzwerke nutzen wollen (oder nicht dasselbe, das man selbst bevorzugt), können dennoch im offenen Web dem eigenen Gedankenstrom verfolgen.
    • Known unterstützt Standards wie RSS – die grundlegende Infrastruktur des dezentralen, offenen Netzes.
    • Man erreicht Menschen, die unterschiedliche Datensilos nutzen und bindet Reaktionen ein.

    Nebenbei stärkt jeder Known-Nutzer das dezentrale, offene Netz und digitale Nachhaltigkeit.

    Fünf Faustregeln für nachhaltige digitale Dienste – und ein großartiges Beispiel namens Known

    In diesem Sinne passiert das, was sich in den vergangenen Wochen mehr recht als schlecht auf diesem Blog ereignete, nämlich das Bilder, Zitate und Links posten, künftig vermehrt unter wolfwitte.de/known. So lange zumindest, bis es was neues auszuprobieren gibt.

     

  • Lies es später


    Mehr durch Zufall entdeckt und zum Laufen gebracht: Wallabag, ein Read it later-Dienst zum selbsthosten. Alles schön schlicht schwarz-weiß. Android-App auch. Mal gucken, ob das was für den Dauergebrauch ist – Pocket ist ja nun nicht gerade von schlechten Eltern.

  • Musik kuratieren richtig gemacht

    Was mir ja derzeit immer sympathischer wird, ist der Musikdienst Bandcamp. Immer sympathischer deshalb, weil sie ihre Plattform in letzter Zeit verstärkt ausbauen und um Funktionen anreichern, die sie zum vielleicht besten Ort im Web zum Entdecken und Erwerben von Musik machen.

    Seit jeher erlaubte Bandcamp das Streamen sämtlicher gehosteter Songs. Unbegrenzt, soweit ich weiß. Die Preispolitik ist fast immer fair; etliche Künstler geben ihre Musik auch kostenlos (oder zu Mindestpreisen frei). Von den Verkaufserlösen behält die Plattform laut Wikipedia 15 Prozent ein, ab Einnahmen von mehr als 5.000 US-Dollar noch 10 Prozent.

    Follower-Prinzip


    Das war alles schon immer so. Neu hinzugekommen sind Funktionen, wie man sie aus den so genannten social media kennt: Man hat ein Profil, das die erworbenen Alben sowie die persönliche Wishlist darstellt (mit der Möglichkeit eigener Reviews). Man kann Künstlern wie auch anderen Nutzern der Seite folgen und sieht seit Kurzem im Music Feed deren jüngste Anschaffungen, Reviews, Wishlist-Ergänzungen etc. Empfehlungen von Leuten, denen es sich zu folgen lohnen mag, erhält man unter Angabe der Übereinstimmungen in den jeweiligen Musiksammlungen.

    Neben all dem Follower-Zeugs, das mir bereits jetzt außerordentlich viel Freude bereitet, ist die Startseite des Dienstes ein besonderes Schmankerl, wird hier doch das Buzzword Curation (Beispiel-Link) überaus ansprechend umgesetzt: Bandcamp Weekly ist ein wöchentlicher Podcast, der mehr ist als einfach nur als Stream, sondern die jeweils gespielten Songs so darstellt, dass man sie direkt der Wunschliste hinzufügen, oder käuflich erwerben kann. Das Fan Spotlight weiter unten präsentiert ausgesuchte Nutzer (und Gäste) mit deren Reviews. Das war der Ort, an dem ich begonnen habe, Leuten zu folgen – und von wo aus ich etliche Alben erworben habe.

    Relativ jung ist die mobile App von Bandcamp, die allmählich um all diese Funktionen angereichert wird: Seit dem letzten Update kann man auch dort den Music Stream und Bandcamp Weekly anhören, von Beginn an ließen sich sämtliche erworbenen Titel und Alben in der App streamen.

    Die Konkurrenz: Soundcloud

    Ja, das ist der Vergleich, der sich wohl geradezu aufdrängt, bei dem Bandcamp für mich aber auf ganzer Linie gewinnt. Das fängt bei der Präsentation der Musik an: Ich habe der Darstellung von Songs als Waveforms mit dieser in-Track-Kommentarfunktion im my favorite part!!!!!1-Stil noch nie viel abgewinnen können, so technisch ausgereift es sein mag. Ich will die Musik hören, nicht betrachten oder lesen.

    Nicht zuletzt deshalb wirkt Bandcamp auf mich insgesamt liebevoller, wärmer und zugleich weniger technisch und kühl als Soundcloud. Und was mich besonders anspricht, ist, wie Bandcamp den Fokus auf Alben (oder EPs) legt, wo bei Soundcloud scheinbar stets der einzelne Track im Fokus steht. Jedenfalls hatte ich oft Schwierigkeiten, sämtliche Songs eines Albums zu finden oder zu hören, wenn es bei Soundcloud verfügbar gemacht worden sein soll. Und nicht zuletzt kann ich mir den Kram bei Bandcamp dann auch kaufen – ob und wie das bei SC möglich ist, erschließt sich mir nicht.

    Wobei ich letztlich überhaupt kein Problem mit Soundcloud habe. Ich nutze es selten, weil es nicht zu mir zu passen scheint. Bandcamp schon. Schlussendlich sind alle Konkurrenzangebote zu Amazon, Spotify, itunes und wie sie alle heißen, zu begrüßen. Hoffen wir nur, dass Bandcamp nicht irgendwann von so jemandem aufgekauft wird.