• diesen Beitrag kann ich nicht löschen. Interessant.

  • Gelesen: Chantal Mouffe – Für einen linken Populismus

    Angeregt durch dieses Interview habe ich das dazugehörige Buch erworben. Es fügt der im Interview ausgearbeiteten Grundthese im Grunde nicht viel hinzu. Anhänger von „Aufstehen“ finden das bestimmt super.

  • Sofia

    Sofia

  • Musik gekauft: Gewalt – Limiter / Verheimlichung EP

  • Politik und Internet

    Schon vor rund zwei Jahren habe ich das Buch The Big Disconnect: Why the Internet Hasn’t Transformed Politics (Yet) von Micah L. Sifry gelesen und weil ich gerade auf einige Zitate und Anstreichungen stieß, die zu Anschlussgedanken führten, hier ein paar Sätze dazu:

    this is a central point of this book, while the barrier to entry to public media has been lowered by the Internet, the proliferation of digital tools and behaviors has not made participation in decision-making or group coordination substantially easier.

    Es ist eben etwas anderes, niederschwellig und günstig zu beliebig großen Öffentlichkeiten kommunizieren zu können und in/mit diesen Öffentlichkeiten auch zu verbindlichen Entscheidungen zu gelangen. Es ist eben kein Unfall, dass wir uns als Gesellschaft große, nicht eben billige und aufwändige politische Apparate mit Parlamenten, Ministerien, nachgeordneten Behörden, Parteien leisten, um diese Fähigkeit der Entscheidungsfindung (und – durchsetzung) aufrechtzuerhalten. Der alte Traum, das Internet könnte auch in politischer Hinsicht alte Barrieren niederreißen, ist zwar nicht ausgeträumt, harrt aber auch noch seiner Realisierung.

    We are a generation into the Networked Age, and our public infrastructure of schools, libraries, parks, and government institutions, all places where “we the people” can congregate in the flesh, have not been replicated online.

    Das Internet hat die Mobilisierung zu Demonstrationen erleichtert und es hat neue Instrumente wie Online-Petitionen geschaffen. Ich verhöhne Petitionen gerne als untertänigste Form  der Partizipation, weil sie den Gesetzgeber lediglich bitten, etwas zu machen; das ist nicht ganz richtig und vor allem gemein. Aber wo Petitionen vor allem gebraucht werden, um Mandatsträger mit Kommunikation zu überschütten, führt das mitunter zu einer Art von Rebound Effect:

    The modern Tragedy of Advocacy is that all this increased share-your-voice-i-ness of citizens with Congress has actually resulted in more reliance on specialists and less on constituents than ever before. Congressional staffs often need those specialists (typically the dreaded “lobbyists” we love to hate) simply to distinguish signal from noise.

    Entscheidungsbefugnis hat das Internet den Bürgerinnen jedenfalls nicht verliehen. Lediglich Instrumente wie Liquid Feedback, bekannt geworden durch die Piratenpartei, stellen prinzipielle (technologische) Möglichkeiten dar. Da, wo dieses Werkzeug partizipativ, etwa zu Haushaltsfragen oder für die Kommunalpolitik eingesetzt wurde, scheiterte es bislang an mangelnder Teilnahme.

    Das lässt den Schluss zu, dass das Werkzeug nicht gut genug ist (möglich, denn Liquid Feedback gilt als ziemlich komplex), oder, dass gar kein Wunsch nach Partizipation besteht – sondern nach Repräsentation, die einen von der Last der Partizipation gerade befreit.

  • Gelesen: Tom Hillenbrand – Hologrammatica

    Mit Hologrammatica folgte ich mal wieder einer Empfehlung der Science Fiction/Fantasy-Rundschau des Standard. Normalerweise mag ich keine Krimis oder Detektivgeschichten – zumal nicht im SciFi-Genre – weil ich sie zu klischeeüberladen finde.

    Hologrammatica beginnt zwar dem Klischee des Hard Boiled Detektivromans entsprechend (mysteriöse Klientin erscheint im Büro des Ermittlers mit einem Auftrag), umschifft danach aber die üblichen Genremotive, oder frischt sie auf.

    Ebenfalls genretypisch: Jede Information, die im Laufe der Geschichte egal wie beiläufig präsentiert wird, ist irgendwann von Bedeutung. Das kann Spaß machen, weil man als Leser miträtselt, oder nerven, wenn alles etwas zu offensichtlich ist. Hier macht es vor allem Spaß, weil Tom Hillenbrand einen wahrhaft komplizierten Fall in meisterhafter Weise vor dem Leser entfaltet.

    Milder Spoiler: Erst ab etwa der Mitte des Romans tritt das Thema KI/Singularität in den Vordergrund und es wird hier so gut gehandhabt, wie ich es bislang nur in Matthew De Abaituas The Destructives gelesen habe.

  • Gelesen: Hannah Arendt – Die Freiheit, frei zu sein

    Mit Hannah Arendt habe ich ja immer so meine Schwierigkeiten, weil mich das unbelegte Herumphilosophieren so stört. Die Freiheit frei zu sein, die im Wesentlichen aus der Freiheit von Not und Angst besteht, ist aber ein gutes Büchlein, das man locker an einem halben Nachmittag durchlesen kann.

  • Gelesen: Marc-Uwe Kling – Qualityland

    Für meinen Geschmack zuviel Klamauk und zuwenig gute Geschichte.