• Isaac Asimov – Das Foundation-Projekt (Band 5)

    Asimovs Foundation-Bücher erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit unter Science Fiction-LeserInnen. Schon als ich vor einigen Jahren einen Ausschnitt des unerhört langen Zyklus gelesen habe, war mir nicht klar, warum das so ist. Die Schreibe hebt sich kaum vom Groschenroman-Niveau ab, die Science Fiction ist nicht mehr als ein Hintergrundsetting (was nicht schlimm sein muss, siehe Ursula Le Guin) und die Kernidee der Psychohistorik, einer Art Sozialmathematik, mit der sich die Zukunft von Gesellschaften vorhersagen lässt, fand ich nur mäßig interessant.

    In der Stadtbücherei fand ich einige Bände des Zyklus und habe mit Band 5 den ältesten ausgeliehen, der – so scheint mir – unmittelbar vor dem Teil spielt, den ich früher schon gelesen habe. Im Mittelpunkt steht Hari Seldon, Erfinder der Psychohistorik und sein Ringen um deren Vollendung. Dafür muss er Attentatsversuche abwehren, um politische und finanzielle Unterstützung werben und selbst ein politisches Amt bekleiden. Das liest sich auch alles so banal, wie es klingt. Es geht mitunter um Schnauzbärte, Limonade, Geburtstagsfeiern und die Logistik beim Bezug von Laborräumen. Dennoch habe ich die fast 500 Seiten zügig gelesen. Irgendwas ist schon dran am Foundation-Zyklus.

  • 4.3.19: Die Heiterkeit

    Noch drei Tage im alten Job, dann Resturlaub/Umzug, dann Neustart in NRW – stay tuned.

    Was auch gut ist: Es gibt ein neues Album der Gruppe Die Heiterkeit, von denen mich Pop & Tod I & II schwer begeisterte. Hier die Single Jeder Tag ist ein kleines Jahrhundert:

  • Gregor Maurach – Seneca, Leben und Werk

    Entliehen aus der Stadtbücherei Bochum. Eine umfassende Einführung in die nur lückenhaft bekannte Biografie eines der großen Stoiker der Antike. Den größten Teil widmet Maurach aber Philosophie und Texten Senecas – natürlich auch jenen, die man nicht kennt, wenn man sich vorwiegend für die stoischen Schriften interessiert und schon deshalb lohnenswert.

    Nicht immer leicht lesbar aufgrund der zahllosen in den Fließtext eingeklammerten Anmerkungen und Verweise, aber locker genug geschrieben, um die rund 240 Seiten schnell wegzulesen.

  • 23.2.19: Duisport

    Heute wollte ich nach Duisburg zum Hafen gucken. So richtig viel gabs nicht zu sehen, vermutlich müsste man sich besser auskennen, eine Führung machen oder einfach mehr Zeit mitbringen. Wir sind schon eine ganze Weile um den kleineren Innenstadthafen herumgegangen, bevor wir im richtigen Industriehafen ankamen und sind, was das Laufen und Wandern betrifft, wohl ein wenig aus der Form.

  • Musik gekauft! Kankyō Ongaku: Japanese Ambient, Environmental & New Age Music 1980​-​1990

    Der Titel sagt im Grunde alles. Pitchfork ergänzt:

    “Kankyō ongaku” is Japanese for “environmental music,” and as used here it’s an umbrella term for calm, spacious, and slightly chilly music generally built from synthesizers and sound effects

    Probegehört und erworben bei Bandcamp.

  • China Miéville: Der Weber

    Die Fortsetzung von Die Falter – und nicht ganz so gut. Der Weber konzentriert stärker auf wenige Protagonisten, liefert weniger Perspektiven auf die Stadt New Crobuzon und ihre Welt und lässt ausnahmslos alle Personen moralisch äußerst fragwürdige Entscheidungen treffen – was sie wissen und worunter sie leiden, körperlich wie seelisch – letztlich mündet alles in eine große Katastrophe.

    Moral und Recht sind dann auch die Grundfragen, die die Geschichte sich am Schluss plötzlich zu verhandeln entscheidet. Das wirkt etwas arg angeflanscht und ist vermutlich der Hauptgrund, weshalb Miéville seit jeher im Ruf steht, ein politischer Fantastik-Autor zu sein.

    Nichtsdestotrotz ist diese Geschichte die beste, die ich von ihm kenne. Völlig unbekümmert greift er sämtliche Punk-Varianten (ob Cyber, Steam oder Diesel) auf, verwirkt sie mit Magie und erschafft mit New Crobuzon eine lebendige und faszinierende Megalopolis.

  • 13.2.19: Textfiles!

    Heute überkam mich einmal mehr das Nerdtum – speziell die Eingebung, meine textbasierte Infrastruktur auf reine Textdateien (also *.txt) umzustellen. Konkret und in verblüffend kurzer Zeit:

    • sammle ich jetzt meine To-Dos mittels todo.txt. Eine schlanke Windows-Anwendung (ebenso gut könnte ich in einem Texteditor arbeiten, wenn ich die Syntax kenne), eine kleine Android-App und das ganze synchronisiert via Nextcloud.
    • Für Notizen und Texte unterschiedlicher Menge probiere ich einmal mehr Zim Wiki aus, eine textfile-basierte Wikisoftware. Hier besteht die Herausforderung vor allem darin, endlich Notizen aus (viel zu vielen) verschiedenen Quellen an einem Ort zu bündeln.

    Außerdem probiere ich seit ein paar Tagen hypothes.is aus, mit dem sich Websiten und PDFs(!) im Browser annotieren (sowas wie ein digitaler Textmarker) und kommentieren lassen. Funktioniert sehr gut. Nur muss ich meine Hervorhebungen und Anmerkungen wohl händisch in Textfiles kopieren. Textfiles!!1

  • Stephan Schuhmacher – Zen

    Entliehen aus der Stadtbücherei Bochum. Mein – mildes – Interesse an Zen begann mit der Lektüre der John Cage-Biographie im letzten Jahr.

    Seitdem habe ich fast nur Bücher gefunden, die Zen auf Esoterik, Lotusblüten auf dem Titel und Seelenheilsversprechen beschränken. Schuhmacher stellt Zen hingegen als anspruchsvolle Philosophie und Lehre vor – zumal für den Westen, der soviel Wert auf Individualität und das Selbst legt.

  • China Miéville: Die Falter

    Der erste von zwei Bänden von Miévilles Geschichte aus der Fantasy-Metropole New Crobuzon und ein weiteres Buch nach Hyperion/Endymion, das ich seit über zehn Jahren nicht mehr gelesen habe – von dem mir aber überraschend viele Szenen und Schilderungen im Gedächtnis geblieben sind. Es ist einfach bis heute sehr gut (und sehr gut übersetzt). Den Nachfolgeband Der Weber gibts hier verbloggt.

  • 29.1.19: Fontaines D.C. und Soziologie

    Endlich wieder zweite Liga: Gerade läuft das Revierderby Bochum – Duisburg. Und morgen spielt die Arminia in Dresden.


    Beim Popblog empfehlen sie Fontaines D.C. Gefällt mir sehr und die bisher veröffentlichen Singles(?) wurden prompt gekauft. Das Debütalbum soll im April erscheinen.

    Seit Tagen (Wochen?) grübele ich über diesen Text über soziale Medien und Politik, schreibe Notizen und Entwürfe und habe mir sogar diesen soziologischen Text von zweien meiner Dozenten an der Uni Bielefeld rausgesucht, um ihn nochmal zu lesen. Auch Stefan Schulz‘ jüngste Talkradio-Episode passt zum Thema. Macht Spaß, wenn auch bald mal etwas dabei rauskommt.