Gelesen: Irrungen Wirrungen von Theodor Fontane

Eine Liebesbeziehung, die an Standesgrenzen scheitert, das klingt nach einem angegriffenen Motiv und war auch schon zum Zeitpunkt des Erscheinens nicht mehr neu.

Irrungen Wirrungen wagte jedoch die unbefangene Darstellung des Liebesverhältnisses zwischen einem Adligen und einer kleinen Plätterin und rief beachtlichen Unmut hervor:

Selbst einer der Mitinhaber der Vossischen Zeitung äußerte der Schriftleitung gegenüber: „Wird denn die gräßliche Hurengeschichte nicht bald aufhören?“

Insofern: gerne gelesen, auch weil die Darstellung Berlins im neunzehnten Jahrhundert seltsame Auenland-Assoziationen weckt, wenn etwa Wilmersdorf tatsächlich noch ein Dorf ist, dessen Kirchturm hinter den Wipfeln hervorscheint.

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