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  • 200806 – Hier kommt die Kälte

    Denn sie wird kommen. Um sie zu begrüßen und zur persönlichen Erbauung habe ich den schönen Opener des schönsten Die Heiterkeit-Albums ein wenig durch Noise-Filter gedreht. Ist bestimmt verboten.

    Zur Erholung und weiteren Verfrierung das Original:


    Vor einem Jahr war ich in Herne, wie das Archiv verrät:

    Ja, meine Art der Fotografie ist merkwürdig.

    Als ich die Kürbisse goss.

    Wie es gerade aussieht. Nicht im Bild: Fledermäuse.

  • 200801

    Vor dem Eintreffen der Gewitter noch gepflegt den Balkon bevölkern.

    Gestern: Alien Covenant geschaut und auch sonst der Hitze getrotzt.


    Gerade wurde ich beim Hören des exzellenten Albums Jisei von Vittorio Guindani gewahr, warum ich diese Spielart des Ambient so schätze. Weil ich mit den Tönen und Geräuschen keinerlei Bild assoziieren kann und folglich auch nicht muss. Kein Instrument, keine Menschen, kein Orchester, keine Posen wie bei der Rockmusik, kein Publikum und keinen Tanz wie bei elektronischer Musik, aber auch keine natürlichen Geräuschquellen wie bei Found Sounds oder Naturaufnahmen. Der Klang steht vollkommen meditativ und assoziationsfrei für sich.

    Deshalb kann ich mit den instrumentalen Spielarten der Ambientmusik, wo sachte auf Klavieren geklimpert oder mit akustischen Gitarren geklampft wird, auch so absolut nichts anfangen. Gleiches gilt für „die sogenannte Neoklassik“ im Stil von Max Richter, der Ljubiša Tošić im Standard Tiefe und Komplexität abspricht. Das wiederum ist nicht meine Haltung. Ambient mag sich einfach produzieren lassen. Punk auch.

  • 200728: Wie ich einmal Derrick guckte

    Ich habe eben die obige Folge Derrick geguckt und zwar weil beim Perlentaucher (und wegen genau solcher Kuriositäten lese ich den Perlentaucher und zahle auch dafür) diese Rezension empfohlen wurde. Bei Sätzen wie dem folgenden verstehe ich im Grunde kein Wort, aber das macht sie nur toller:

    Die geheime, die verborgen gebliebene Schwarzmarkt- und später Wirtschaftswunder-Erotik à la Nitribitt hinter den Kulissen hat sich bei Brynych in den jungen deutschen Frauen der 70er noch erhalten wie ein genetisches Wissen.

    Kurioserweise geht es im heutigen „Altpapier“ auch um Derrick – aber in einem anderen Zusammenhang. Einzige Schnittmenge: Derrick-Folgen werden durchaus „legal“ also von den Rechteinhabern auf Youtube gestellt. Dies wohl, um an den dortigen Werbeschaltungen teilzuhaben.


    Den Wandel der Literaturkritik (nicht zum besseren) schildert Jan Kutter bei 54books. Ein Satz, der mich an meine hier geführte „kommentierte Leseliste“ erinnert:

    Wer sich heute über ungelenke Amazon-Kritiken von Amateur*innen beömmelt, verkennt jedenfalls, dass hier nicht selten einfach nur die fade, flaue Häppchenkritik imitiert wird, die man heute von den mannigfach kaputtgesparten Regionalzeitungen und Magazinen vorgesetzt bekommt.

    Wie anspruchsvoll eine gelungene Kritik ist, merke ich jedenfalls immer dann, wenn ich versuche, zu einem Buch etwas zu schreiben, das ich einfach nur zum Zeitvertreib gelesen habe, das nicht herausragend gut, aber auch nicht besonders schlecht ist.


    Der Ambientblog hat einmal mehr einen vortrefflichen Mix produziert. Dieses Mal nicht alleine, sondern mit mir unbekannten Protagonisten von Low Light Mixes.

    I’m even móre honoured that this mix is presented on three blogs at the same time: Low Light Mixes, Headphone Commute and Ambientblog. Both Headphone Commute and Low Light Mixes are ‘giants’ compared to my humble Ambientblog, so I’m really happy this mix may reach a new audience… and hope they enjoy the way it turned out.

    They do, Peter, they do.

  • 200727

    Ich glaube, ich habe die Benamung dieser Blogposts durcheinander gebracht: JJMMTT muss es lauten.

    Endlich mal wieder mit einem ausgeprägten Muskelkater aufgewacht – mein liebstes Körpergefühl. Kniebeugen helfen dabei enorm, besonders, wenn man sie zu selten macht.


    Heute habe ich die (vorerst?) letzte Folge der Podcastreihe History Of Ideas gehört, die anders als die vorherigen Folgen aus einem Interview (Q&A) mit dem Host David Runciman, in dem dieser Hörerfragen beantwortet. Die Serie stellte beginnend mit Hobbes und endend mit Fukuyama einige der (und nicht immer die naheliegendsten) politischen Ideengeber vor und setzte sie zueinander in Beziehung. Hörempfehlung!


    Pixelsynth ist ein interessantes Tool, welches Bilder in Töne umwandelt. Interessant jedenfalls, wenn man wie ich atonalem Georgel grundsätzlich etwas abgewinnen kann.

  • 200724

    Vor ein paar Wochen Monaten habe ich einmal mehr versucht, täglich zu schreiben und scheiterte natürlich einmal mehr. Aber dann fange ich einfach nochmal an … heute habe ich allerdings nur folgendes Vorkommnis:

    Gerade hat sich hier eine Schnecke zum Mampfen eingefunden. Und auch wenn unser Balkon quasi ebenerdig ist, so ist das doch eine anerkennenswerte Leistung. Von dem kleinen Blümchen ist bereits nicht mehr übrig.

  • Gewandert von Bochum nach Herne

    Wir haben heute diese Wanderung von Herne nach Bochum nachgewandert, nur in umgekehrter Richtung – von Bochum nach Herne. Auch sind wir nicht ganz so weit um Herne herumgegangen, sondern aus Südosten in Richtung Hölkeskampring von der Strecke abgebogen, um dort in die Bahn zu steigen. Insgesamt aber doch rund 17km.

    Ich bin ja schon lange begeistert von der Region um Bochum herum und mutmaßlich zwischen den ganzen Ruhrgebietsstädten: viel grüner und schöner als man es erwartet – und ich erwarte schon recht viel grün, mir war das ja durchaus bekannt. Wesentlich schöner als meine Pendelstrecke (als ich noch zur Arbeit fuhr) über Herner und Bochumer Straße.

  • Abschnitt der Weitmarer Str. wird zur Fahrradstraße

    Blick von der Kohlenstraße in die Weitmarer Str.
    Frische Bemalung.
    Bliebe die Straße KfZ-frei, wäre das evtl. sogar gelungen.
    Immerhin: Fährt man geradeaus in den Weg Richtung Knoopstr. hat man in Zukunft anscheinend Vorfahrt.
    Diese Bemalung auf dem Weg lässt nicht erwarten, dass der Straßenbelag jemals erneuert wird.
    Gemeint ist diese Piste hier.

    Die Weitmarer Straße gilt als eine jener „ruhigen Nebenstraßen“, auf die Radfahrer nach dem Willen mancher Kommunalpolitiker ausweichen sollen, um länger für ihre Wege zu brauchen und den Kraftverkehr auf der Hattinger nicht zu stören. Nach ein paar Wochen Bautätigkeit wurde ein Teil der Straße nun zu jener oben abgebildeten „Fahrradstraße“.

  • 200520

    „Brutal schön” ist es über der Einfahrt zum Autobahntunnel Wiesengrund.

  • Nach Hattingen

    Mal nach Hattingen zu laufen, das hatten wir uns für dieses Jahr vorgenommen, nachdem wir dort im November ein Wochenende verbracht hatten.

    Die Strecke ist mit 12km überschaubar und führt großteils schön durch das weitmarer Holz. An der Ruhr entlang musste man sich dann sehr wenig Weg mit sehr vielen Radfahrern teilen.

  • Mad Men | Devs | The Leftovers

    Kürzlich habe ich ein paar Serien zuende geguckt:

    Mad Men habe ich schon vor Jahren begonnen zu schauen und nach zwei Staffeln aufgegeben. Jüngst las ich aber allerorten, dass Netflix Mad Men im Programm hat, die Serie Mitte Mai aber aus selbigem schmeißen würde. Also unterwarf ich mich einem Marathon von mindestens drei Folgen pro Tag, um durch die verbliebenen fünf Staffen zu rasen. Hätte ja sein können, dass die Serie ab Staffel drei plötzlich so gut würde, wie alle sagen. Wurde sie aber nicht. Auch nicht in Staffel sieben.

    Devs ist eine achtteilige Serie von Alex Garland, der mit Ex Machina und Annihilation bereits auf sich aufmerksam gemacht hat, und sie ist nahezu perfekt. Wie eine richtig gute Scifi-Kurzgeschichte, beispielsweise von Ted Chiang, oder wie eine sehr sehr gute Star Trek-Episode: Visionär, höchst menschlich, wohlklingend, äußerst gutaussehend, bahnbrechend und meiner Meinung nach abgeschlossen – von einer Fortsetzung ist also nicht auszugehen. Für den Trailer klickt man hier, die Besprechung von Future Ltd. ist auch zu empfehlen.

    The Leftovers zeichnet sich mit drei Staffeln zu je zehn Folgen auch durch eine wohltuend geringe Länge aus, hat den wahrscheinlich umwerfendsten Schluss der Seriengeschichte und zeichnet so gut wie kaum ein mir bekannter fiktionaler Stoff das Bild einer ganzen Gesellschaft. Man muss sich darauf einlassen, mit jeder Menge religiöser Motive, aber auch so mancher komplett irrer Wendung konfrontiert zu werden. Die erste Staffel weiß noch nicht so richtig, wohin mit sich, aber dann wird es außerordentlich gut.