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  • Skagen

    Skagen

    Skagen, Nordspitze Dänemarks, wo sich Ost- und Nordsee treffen. Natürlich pilgern nicht nur wir dorthin, sondern alle. Überrascht von der Menschenmasse bin ich trotzdem.

    Aber man kann hier auch Seeschwalben beobachten, wie sie sich senkrecht ins Meer stürzen, Kormorane, die unerhört dicht über die Wasseroberfläche gleiten. Ein Seehund liegt auf einem der inzwischen vom Meer umspülten deutschen Bunker. Nie wieder Deutschland steht an der Wand eines dieser Bunker, gefolgt vom A. Sehr gut, denke ich.

    Wir gehen zu weit, müssen den ganzen Weg wieder zurück, nehmen dabei noch einen Umweg in Kauf. Es wird anstrengend, auch ist es viel wärmer als angekündigt, ich spüre die Sonne ungewohnt lange im Nacken, auf den Ohren. Unterwegs fragen wir Leute nach Sonnenschutz, die ihn wohlwollend teilen.

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  • Arthur Koestler – Darkness at Noon

    Eine Geschichte aus der Zeit der stalinistischen Schauprozesse, den zermürbenden Verhören und  Massenerschießungen, bei denen es vor allem die einstigen Führer und Vordenker der kommunistischen Partei waren, die von der nachfolgenden, noch erbarmungsloseren Generation beseitigt wurden.

    Darkness at Noon gilt als geistiger Zwilling von 1984, jedoch frei von Dystopie und Fantastik. Kein so packendes Buch, aber zweifelsfrei sehr gut.

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  • disappearing traffic

    Ein Teil des Verkehrs auf der Herner Straße ist einfach verschwunden – ein Phänomen, das Verkehrsforschern als »disappearing traffic« bestens bekannt ist

    Herner Straße: Ist Tempo 30 langsamer?

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  • Sally Rooney – Conversations with Friends

    Gelesen auf Empfehlung von monarchie & alltag. Fast hätte ich mir eine noch alltäglichere Geschichte als die Affäre einer Studierenden mit einem semierfolgreichen Schauspieler gewünscht, denn Rooney beschreibt genau den Alltag so präzise und gut, dass es fast unheimlich ist. Eine herausragende Stimme. Ich freue mich auf die weiteren Bücher von ihr.

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  • aarhus

    Es ist ein wenig, als sei man in der Zukunft gelandet. dokk1 ist die größte Bibliothek Skandinaviens und ein offensichtliches Paradebeispiel für die dritten Orte. Zum Niederknien. Der gegenseitige Respekt, der sorgsame Umgang, zwischen der Öffentlichkeit und diesem Angebot ist spürbar. Die ganze Stadt wirkt mutig, jung, visionär. Heute noch ein voller Tag hier.

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  • gegen regierung

    Adam Przeworski in seinem Newsletter (leider bei substack):

    The American society does not have the technology for opposing governments.

    Ein interessanter, weil zunächst kontraintuitiver Gedanke. Schließlich bewaffnet sich die Hälfte der amerikanischen Gesellschaft ja vor allem gegen das vermeintlich drohende Regime.

    Waffen sind aber keine Institutionen. Gesellschaftlich ermöglichen sie lediglich Bürgerkrieg. Przeworski weiter:

    In some, mainly Scandinavian, countries there are elaborate systems of corporatist bargaining that process demands of the opposition. In some other countries (..) the main technology of the opposition are strikes and street demonstrations.

    Demonstrationen gab es in den USA natürlich auch, sogar schon in der aktuellen Amtszeit von Donald Trump, aber wie Przeworski auch schreibt: das Land ist sehr groß, ein Marsch auf Washington schwer zu organisieren.

    Mobilisierung richtet sich kaum jemals gegen bestimmte und konkrete Policies, sondern hat allgemeineren Bewegungscharakter wie etwa im Fall von Black Lives Matter. Sie richtet sich also nicht so sehr gegen die Regierung, sondern an die Gesellschaft.

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  • Fredericia

    In Fredericia haben sie Soldaten als Ampelmännchen, mit Gewehr und aufgesetztem Bajonett.

    Pfadabhängigkeit schreibt es vor, dass der Status der Festungsstadt auch nach rund zwölf Generationen noch zelebriert werden muss. Vergangenheit abzuschütteln ist schwierig, zumal wenn sie so imposant als Wall mit Turm dasteht.

    Wir haben hier einen Tag verbracht, genau die richtige Dauer. Morgen geht es nach Aarhus.

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  • 8 Std Tag

    This is a shockingly understaffed clinic. I don’t understand why the syndics don’t request some more postings from the Medical Federation, or else cut down the number of admissions; some of these aides and doctors are working eight hours a day!

    Aus The Dispossesed von Ursula K. Le Guin

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  • lichtspielhaus

    lichtspielhaus

    Ein Stück aus dem Jahr 2006, lange vergessen. Heute begann es mir zu gefallen. Daher die spontane Veröffentlichung.

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  • today i learned

    McLusky haben ein neues Album. Das erste seit 2004.

    via kopfzeiler.org

    (hier ein Meme mit verblüffter Katze oder so denken)

    Die hab‘ ich auch mal vor einem halben Leben im Forum Bielefeld gesehen. Erster Eindruck: Sie können’s noch:

    Gerade versucht, die Platte bei Bandcamp zu kaufen:

    Sind das diese Zölle? Dann gehe ich wohl am Wochenende in den hiesigen Plattenladen *grusel*

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