In der Zeit macht sich Götz Hamann Sorgen:
„Rechte“ Autoren wie Ulf Poschardt, Pauline Voss und Julian Reichelt besetzen die Bestsellerlisten – wo sie dann in der Regel allerdings die kulturelle Hegemonie der „Linken“ beklagen.
9punkt – Die Debattenrundschau
Ich stand neulich auch in einer Buchhandlung vor einem Regal, welches zu mindestens drei Vierteln oben genannte Werke aufwies, um das eine vorhandene Exemplar des Buches von A. Semsrott zu finden.
Bestsellerlisten seien „als politischer Ideenwettbewerb zu verstehen“, wird Hamann weiter zitiert, und die Linke habe eben keine Ideen. Sehe ich auch so. Ob allerdings die linke, progressive Parteienlandschaft in einem besseren Zustand wäre, gebe es bessere Bücher, ist zweifelhaft, zumal es all die Texte ja schon gibt. Vielleicht müssen wirklich mal die Klassiker modernisiert werden.