
Während man sich in Königsberg und andernorts bereits an der Aufklärung erfreute, betrieben europäische Imperien in ihren Kolonien noch das grausame Regime der Sklaverei. Anton de Kom war Sohn eines Sklaven und konnte durch Erzählungen seiner Familie sowohl aus der Zeit der Sklaverei, als auch – durch eigenes Erleben – aus der Zeit nach deren Abschaffung berichten. Wij slaven van Suriname ist dieser Bericht. Er ist gleichermaßen Tatsachenbericht, mitunter von fast buchhalterischer Präzision, wie auch literarisches Essay.
de Kom verbrachte einige Jahre in den Niederlanden, wurde am 7. August 1944 von der Gestapo verhaftet und verstarb am 24. April 1945 im Stammlager Stalag X-B; nach offizieller Darstellung an Tuberkulose.