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mer
ksa
mke
it!
(wir wollen eure …)

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Ab jetzt immer mit einem Bild vom Public Domain Image Archive – heute: “The male grass spider” von David Fairchild, Marian Fairchild aus dem Jahr 1914
social media, the machine that now decides what pop culture looks like, is now an inherently right-wing space.
Ryan Broderick in Garbage Day vom 19. Februar
Mehr habe ich heute nicht – bis auf: FUCK YOU / a magazine of the arts
Vor Migranten und Windkraftanlagen zitternde Gesellschaften werden wenig dagegen zu setzen haben.
Meine gestrige Hymne auf die Stadtbücherei kann ich heute über die Volkshochschule wiederholen, wo ich derzeit einen weiteren Niederländischkurs wahrnehme. Auch die zieht in das Bochumer Haus des Wissens.
Der Politikwissenschaftler Adam Przeworski, von dem ich vor drei Jahren die Monografie Krisen der Demokratie las, führt ein Tagebuch über die Geschehnisse, von denen insbesondere seine Profession (die auf dem Papier auch die meine ist), seit Jahren vollkommen überfordert ist:
“I am trying to find categories in which to place the current situation and historical precedents from which one could draw some enlightenment. I fail in both.”
Bedauerlicherweise tut er das bei der Schrottplattform Substack. Kann man aber auch als RSS-Feed abonnieren, wie sich das gehört.
Neonazis aus dem Oberbergischen plakatieren während des Wahlkampfes für die AfD. In den vergangen Wochen konnten immer wieder Neonazis dabei beobachtet werden, wie sie mit einem Transporter aus Gummersbach im Bochumer Stadtgebiet Plakate für die AfD aufhingen.
Seit fast einem Jahr gibt es ihn: Den extrabreiten Fahrradweg auf der Essener Straße zwischen Wattenscheid und Bochum-Goldhamme – zweieinhalb Meter breit und acht Kilometer lang. Wo zuvor noch die Autos auf der rechten Seite der Straße geparkt haben, fahren heute Velos. Der Parkdruck für Anwohner sei dementsprechend groß, sagt Hans-Josef Winkler …
(Quelle)
Sinnfrei ist hier die Verwendung des Wortes „dementsprechend“. Denn der „Parkdruck“ entspricht nicht der Länge oder der Breite eines Radweges, sondern dem lediglich KFZ-Aufkommen.
Heute morgen war es mir dann doch entschieden zu kalt. Allerdings soll es in wenigen Tagen schon wieder unerhört warm werden. Wie einst Katz & Goldt sagten:
Es gibt kein gutes Wetter, es gibt nur gute Kleidung.
Was es auch gibt, sind Bücher. Dramen von Ibsen und Werke von Brecht habe ich aus der Stadtbücherei entliehen. Wie weit ich damit komme, bleibt abzuwarten. Aber die Möglichkeit, einfach so Bücher haben zu können, ohne Unkosten, das ist und bleibt ein Wunder.
Ich gehöre auch zu den wenigen Menschen, die sich auf das Bochumer Haus des Wissens freuen. Eine Stadt braucht eine Bibliothek, und sie soll gut aussehen.
Das ActivityPub-Protokoll ist eine super Basis für ein solches dezentrales Social Web. Es ist noch nicht ansatzweise ausgelotet, was damit alles möglich ist. Bislang werden damit vor allem kommerzielle Dienste nachgebaut, die im direkten Vergleich natürlich langweiliger wirken, weil sie sich weiterhin auf den sozialen Aspekt fokussieren und nicht auf den Entertainment-Aspekt.
Das Problem klar umrissen: Eine bessere Netzwelt ist möglich
Zur Vergegenwärtigung: Ab Montag nächster Woche haben wir eine geschäftsführende Bundesregierung Scholz/Habeck mit der wahrscheinlich am brachialsten abgewählen Kanzlerpartei in der Geschichte und ohne parlamentarische Mehrheit.
Diese Bundesregierung bleibt so lange im Amt, bis eine neue vereidigt ist, was von der Dauer der dann beginnenden Koalitionsverhandlungen abhängt, an denen die SPD aller Voraussicht nach wird teilnehmen müssen.
Ich kenne den Tunnel, in dem sich Wahlkämpfende befinden, ziemlich gut. Man glaubt wirklich bis zum letzten Tag an den Erfolg, anders geht das gar nicht. Der Sonntagabend wird für viele in der SPD ein Schock. Was am und ab Montag passiert, ist unabsehbar. Wer übernimmt Verantwortung für das Wahlergebnis, wer für die unmittelbar bevorstehenden Sondierungen und Verhandlungen?
Will die Partei wieder eine langwierige Mitgliederbefragung über den Koalitionsvertrag durchführen, wenn dieser ausverhandelt ist?
Ist ein zigseitiges Vertragswerk in einer Welt, von der man nicht weiß, wie sie in zwei Wochen aussehen wird, überhaupt noch zeitgemäß? Bringen aber die verhandelnden Parteien das Vertrauen füreinander auf, nicht jede Nachkommastelle festzurren zu müssen – zumal, wenn nicht lediglich die drei Parteien CDU, CSU und SPD, sondern sogar vier Parteien verhandeln müssen?
Zeitenwende müsste sich auch in den bundesrepublikanischen Ritualen der Parteipolitik niederschlagen. Davon ist leider noch nichts zu spüren.
Vielleicht ist dies eine brauchbare Erklärung für meine Aversion gegen Petitionen (abseits von ihrem Klicktivismus, ihrer gedankenlosen Niederschwelligkeit, ihrer Folgenlosigkeit und dem ihnen innewohnenden Untertanentum):
Petitionen sprechen sich stets nur für etwas aus. Sie nehmen kaum je Gegenargumente in den Blick. Sie führen also keine Debatte, sind im Kern unpolitisch. Denn politisch ist nur, was nicht auf der Hand liegt, wo man auch anderer Auffassung sein kann, wo man also in einer Sitution der Unklarheit darüber, was wirklich richtig ist, entscheiden muss. Petitionen sind im Grunde populistisch insofern, als die vortäuschen, die richtige Lösung läge auf der Hand.
Nun könnte zu jeder Petition die Gegenpetition initiiert werden und vielleicht passiert das auch manchmal, aber selbst dann hätte man nur zwei weitgehend unabhängige Stränge, die kaum je interagieren, aufeinander eingehen.
Auch Wahlen, die lediglich das Bekennen für eine Partei oder deren Kandidatin zulassen, offerieren immerhin Alternativen.
Die Partei ‚Alternative für Deutschland‘ hat in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt 22.023.077,35 Euro an staatlichen Mitteln erhalten. Die sog. Parteienfinanzierung. Über 22 Millionen Euro in zwei Jahren. Nur für diejenigen, die behaupten, die Partei würde hier von irgendwas ausgegrenzt.