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  • Omri Boehm – Radikaler Universalismus

    Erfreulich viel Kant, erstaunlich viel altes Testament. Nicht, dass das schlecht wäre.

    Gut ist das Plädoyer fürs Selberdenken ohne „tote oder mechanische Weise“ („Satzungen und Formeln“), blöd wird’s, wenn das erst von einigen wenigen vorgemacht werden soll.

  • James S. A. Corey – Caliban’s War

    Band 2 der Expanse-Reihe. Natürlich sehr gut.

  • David Graeber – Einen Westen hat es nie gegeben & Fragmente einer anarchistischen Anthropologie

    Zwei schöne Essays, die sich im Grunde an Anfänge anlehnen und in denen Graeber seine Thesen von der Demokratiegeschichte, die schon lange vor Athen begann, ausarbeitet.

  • Uwe Johnson – Mutmassungen über Jakob

    Nach dreihundert Seiten – so lang sind die Mutmassungen – hatte ich in den Jahrestagen gerade einmal begonnen, mich zu orientieren. Mutmassungen über Jakob hat inhaltlich und was die Figuren betrifft Überlappungen mit den Jahrestagen; heute würde man sagen, beide spielen im Johnson-verse.

    Mutmassungen über Jakob ist ein nahezu unzugängliches Buch, das sich mir kaum erschloss. Ich habe irgendwann aufgegeben, es zu verstehen, und ausschließlich wegen seiner Sprache gelesen:

    Er blieb so vorgestützt, reglos starrte er aus seiner Schräge auf seine Hände, in denen das Blut arbeitete. »Soll einer sich selbst versäumen über einem Zweck«: sagte seine Stimme selbstwillig fragend zäh bis zum letzten Laut.

    Holger Helbig, Inhaber der Uwe Johnson-Professur an der Universität Rostock, erklärt das Werk hier ein wenig:

  • while it’s warm by Ayami Suzuki & Leo Okagawa

    while it’s warm, a collaboration between Leo Okagawa and Ayami Suzuki is a slow and careful mix of electronics, vocal, guitar, and field recording from everyday life.

    Natürlich gekauft bei Bandcamp.

  • Rick Rubin – The Creative Act: A Way of Being

    Eine Sammlung esoterischer Kalendersprüche und Banalitäten, die gerade genug interessante Gedanken enthält, dass man das Buch nicht weglegt. Insgesamt dennoch ärgerlich.

  • Uwe Johnson – Jahrestage

    Den ersten Band hatte ich eigens verbloggt, ehe ich merkte, dass die vier Bände fortlaufend seitennummeriert sind, es sich also um ein Werk handelt.

    Wenn gilt: Je niedergeschlagener nach dem Durchlesen, desto besser das Buch, dann war dieses sehr sehr gut. War es ja auch. Einmal mehr fällt es mir schwer, etwas dazu zu sagen, ohne den Umfang, die Detailtiefe zu preisen. Darum belasse ich es vorerst einfach bei der Höchstwertung und schreibe nach der erneuten Lektüre mehr dazu.

  • Bernd Drücke – Anarchismus Hoch 3

    Der dritte Band von Gesprächen des Koordinationsredakteurs der Graswurzelrevolution, Bernd Drücke, mit Protagonistinnen und Protagonisten des Anarchismus.

    Das Vorgänger-Buch Anarchismus Hoch 2 hatte mir glaube ich mehr gegeben. Dieses hier hat ein wenig zu sehr den Charakter der Zweitverwertung von Gesprächen aus der Zeitung.

    Gespenstisch muten aber die Gespräche zur alten Lucke-AfD oder zur damaligen Situation in der Ukraine an; teils hochaktuell, teils wie aus dem letzen Jahrhundert. Das Buch ist von 2016.

  • Rosemary Sutcliff – Galahad

    Die Fortsetzung von Merlin und Artus und ich hatte vollkommen andere Erinnerungen – vor allem atmosphärisch – daran. Stattdessen erneut die kindgerechte Aufarbeitung von dem alten Sagenschmarrn. Immerhin, hinterher bei Wikipedia & Co. den Hintergrund der Gralslegende nachzulesen, ist milde interessant.

  • Walter Benjamin – Zur Kritik der Gewalt

    Harte Kost, die ich sicher noch mindestens ein weiteres Mal hätte lesen müssen, um ein hinreichendes Verständnis zu erreichen. Dafür interessierte mich das Thema dann doch nicht genug. Das Nachwort von Marcuse ordnet die diversen Essays und Themen immerhin gut ein und schnürt sie ein wenig zu einem Gesamtpaket.