Kategorie: Tech

  • Mailpile

    …die ich im August mit ein wenig Geld unterstützt habe, damit sie ihr Crowdfunding erfolgreich abschließen können, haben jetzt ein erstes Ergebnis vorgelegt: Eine Alpha-Version ihres E-Mail-Produktes, die aber schon recht eindrucksvoll zeigt, wohin die Reise geht. Das Ganze wirkt aufgeräumt, übersichtlich, smart.

    Ich hoffe, es wird mir gelingen, das später selbst auf den Webspace zu bringen – sobald eine weiterentwickelte Version vorliegt, denn: „this is only for seasoned technologists at the moment. As a result, there is no easy installation process yet.“ Ich werd’s also erst gar nicht mit der Alpha versuchen. Sieht aber wirklich schon vielversprechend aus.

  • Musik aus dem Wohnzimmer

    Nachdem ich es endlich gedengelt gekriegt habe, dass meine Diskstation via Dynamic DNS immer von außen erreichbar ist und die dazugehörige App namens Audio Station auf dem Mobiltelephon so eingerichtet ist, dass sie scrobbeln kann (ganz wichtig!), darf die Sache mit dem eigene Musik mobil vom eigenen Server streamen derweil als funktionstüchtig bezeichnet werden – wovon ich mich heute auf dem Heimweg bereits begeistert überzeugt habe.

    Fast bin ich versucht, mal komplett auf Spotify zu verzichten, mich meiner eigenen (vernachlässigten) Musiksammlung zu widmen und das, was ich gerne haben will, einfach zu kaufen. Am liebsten bei Bandcamp, dem wahren Soundcloud (dazu später mehr).

  • Nieder mit Evernote

    tl;dr: Evernote is bloated software. Replace it with plain text notes.

    So richtig konnte ich mit Evernote ja noch nie was anfangen. Die App will zu vieles auf einmal können: Notizen, Bilder, Webseiten, Dateien speichern, Listen erstellen, erinnern, taggen, sortieren, stacks, whatever.

    Nicht erst jetzt ist mir das alles zu groß geraten. Ich will in der Regel nicht mehr als schlichte und oft kurze Textnotizen erstellen, diese synchron halten und schnell wiederfinden. Darum habe ich mir jetzt das System vom Hirnrekorder angeeignet. Mit Draft auf Android und MDCharm unter Windows. Und Evernote fliegt raus.

  • RSS neu konzipieren

    Ich kann mich nur noch vage daran erinnern, wie ich – 2005 oder 2006? – das Konzept rss durchdrungen habe: frei flottierende Inhalte, losgelöst von Webseiten, deren Layouts und auch Urhebern(!), frei rekombinierbar, filterbar und in beliebiger Kombination durchsuchbar.

    Das Tool of Choice war seit jeher natürlich der Google Reader, den ich seit jeher nicht nur täglich, sondern quasi ständig nutze und zwar auch in beruflichen Zusammenhängen. Da bricht also richtig was weg, obgleich ich zuverlässig bin, dass sich mein setup komplett reproduzieren lässt.

    Worauf es aus meiner Sicht ankommt, ist, dass nicht nur der Versuch unternommen wird, eine ebenbürtige „App“ herzustellen, die den Reader möglichst vollumfänglich ersetzt, sondern, dass das Konzept rss bedeutend erleichtert wird. Denn die Tatsache, dass man es (bis heute) durchdringen können muss, ist ein Problem.

    Ich habe den ‚Mark all as read‘-Button bis heute nie angetastet. Feeds lesen hieß für mich immer mitten im Strom stehen und den Druck spüren. Anders als etwa bei Twitter, wo man vom Strom erdrückt würde, sich nur ans Ufer setzen und einen Zeh reinhalten kann. Ein neues rss muss den vollen Druck entfalten können, um zugleich vollkommen niederschwellig zu sein. Man muss Feeds so einfach abonnieren können, wie man Kram bei Facebook oder Twitter macht.

    Wer von Open Access spricht, muss aus meiner Sicht die freie Verfügbarkeit, rekombinierbarkeit, Möglichkeit zur Filterung, Durchsuchbarkeit und Einbettung in frei zu wählende Kontexte mitdenken. Der Überschuss an Möglichkeiten, der sich daraus ergibt, war für mich die befreiendste Erfahrung, die ich bis heute mit dem sog. Social Web machen konnte. Es ist schlichtweg fantastisch.