• Simon Reynolds – Retromania

    Retromania entlieh ich, weil Alexander Matzkeit in seinem Beitrag Das Ende der Hyper-Stasis? darauf und auf den von Reynolds geprägten Begriff eben jener Hyper-Stasis (in der deutschen Übersetzung Hyperstase) verwies. Schon die Einleitung seines Textes holte mich in meinen momentanen Themen außerordentlich gut ab: Alles beschleunigt, aber nichts verändert sich. Das ist das dominante Zeitgefühl…

  • Jenny Odell – Nichtstun

    Dieses Buch war auf meiner Liste und wurde entsprechend geflissentlich aus der Stadtbücherei ausgeliehen, ich habe nur keinen Schimmer mehr, wie und warum es auf die Liste gelangte. Es ist keineswegs schlecht, aber es passt auch nicht wirklich zu irgendeinem der Themenstränge, die mich interessieren. Es hat allerdings auch sehr wenig mit Nichtstun und auch…

  • Thomas Köner – DAIKAN

    Heute musste ich wieder an DAIKAN denken – ich schrieb bereits davon. Warum ich vergangenes Jahr nicht die LP bei Bandcamp erworben habe, erschließt sich mir heute nicht mehr; vielleicht gab es sie noch nicht. Heute habe ich sie jedenfalls gekauft. Jetzt muss ich nur noch irgendwie das fantastische Standbild des Youtube-Streams als Poster erwerben.…

  • Imre Kertész – Roman eines Schicksallosen

    Eines der Bücher, bei denen ich mir eine Bewertung nicht nur nicht zutraue, sondern mir auch nicht anmaßen will. Der Klappentext sagt: Imre Kertész ist etwas Skandalöses gelungen: die Entmystifizierung von Auschwitz. Umso erschütternder, wenn man dann liest, dass sich dahinter noch eine weitere Ebene auftut.

  • Gelesen (und geremixt): Hannes Bajohr – Schreiben in Distanz

    Sehr lesenswert finde ich die unter dem Titel Schreiben in Distanz veröffentlichte Hildesheimer Poetikvorlesung vom Hannes Bajohr. Es geht um digitale Literatur (das titelgebende Schreiben in Distanz oder Schreiben zweiter Ordnung), die Wahrhaftigkeit des Glitches, Pathos und künstliche Intelligenz, Stoff und Form. Das alles kompakt und verständlich auf rund einhundert Seiten. Das Buch ist unter…

  • James S.A. Corey – Leviathan Wakes

    Weil wir wissen wollten, wie es nach der tv-Serie weitergeht, haben wir uns die Buchreihe zu The Expanse gekauft und natürlich muss auch die bei Band 1 begonnen werden. Das ist gut, weil die Reihe wirklich schmissig geschrieben ist und ein tolles science fiction-Worldbuilding in Gang setzt. Ein wenig schlecht ist es, weil die Serie…

  • Vinyl gekauft: Confield und Draft 7.30 von Autechre

    Zum Geburtstag gönnte ich mir die Vinyl-Reissues zweier Alben der Elektro-Magier Autechre: Müsste ich einen paradigmatischen Track aus dieser Autechre-Ära benennen, so wäre das Pen Expers. Immer noch ein Wunder:

  • Simon Singh – Fermats letzter Satz

    Ein Zufallsfund im heimischen Regal. Kurzweilig und interessant, auch wenn es natürlich nicht möglich ist, Andrew Wiles‘ Beweis von Fermats letztem Satz mehr als nur höchst kursorisch vorzustellen. Das Abstraktionsniveau ist schwindelerregend. Es gibt auch eine TV-Doku, der dieses Buch wohl zugrunde liegt.

  • Noise à Noise 23: Noise vs. Silence (Vol. I​-​IV)

    Ein – soweit ich sagen kann – herrliches Album und ein regelrechter Pflichtkauf für alle, die sich auch nur im weitesten Sinne für experimentelle Musik interessieren. Iranian Label Noise à Noise is releasing their compilation Noise à Noise 23: Noise Against the Silence in four volumes: Noise and Glitch, Contemporary and Avant-Garde, Ambient and Drone,…

  • Nils Westerboer – Athos 2643

    Anfangs ein wenig wie Der Name der Rose im Weltraum, dann eine hochinteressante Variation der KI-Thematik in der Science Fiction. Das wohl interessanteste Worldbuilding seit Langem mit viel philosophischem Unterbau. Man versteht gerade genug, um von dem Ideenreichtum fasziniert zu sein.