• Narrationskritik

    Was ich stets begrüße, ist Kritik am Framing des Narrativs (am Narrativ des Framings).

    Ich kann keine Tafel Schokolade kaufen, ohne dass mir auf der Rückseite die Geschichte der Firma erzählt wird.

    So Peter Brooks im Gespräch mit ZEIT Online. Er ist Urheber des Buches „Seduced by Story“ und spricht überdies von einer „sinnlosen Aufwertung des Geschichtenerzählens“. Toll!

    Mein Unbehagen gegenüber Storytelling und Narrativen rührt aus dem diesem innewohnenden Sophismus, der mit Sprache manipuliert, schmerzhafte Wahrheiten vermeidet, stets auf Auflösung und Denouement abzielen.

    Systeme lassen sich nicht erzählen. Verfahren auch nicht. Rechtsprechung ist keine Story, Gesetzgebung auch nicht. Wenn Systeme erzählt werden, dann um sie zu simplifizieren: Wirtschaft als Kapitalismus, Politik als Demokratisierung (Prozess) und nicht als Demokratie (Zustand).

  • Bücher: Translation State by Ann Leckie 📚

    Der wohl vierte Teil aus Leckies Imperial Radch Saga. Kurzweilig und gut.

  • Gute Liste blogs.taz.de/popblog/2… #Filme

  • Lege mich fest: Roter Himmel

    Und euer Film des Jahres?

  • Vertikales Scrolling, vor allem in den Mediatheken, ist auch desolat: Teils muss man auf die Pfeilsymbole klicken, teils kann man auch klicken, gedrückt halten und nach links oder rechts ziehen, teils funktioniert es auch mit zwei Fingern auf dem Touchpad.

  • Vladimir Nabokov – Lolita

    Bücher: Lolita by Vladimir Nabokov 📚

    Ein Buch ohne Moral, wie der Autor im Nachwort höchstselbst festlegt, was mich als Leser, der sich während der Lektüre schon früh darauf verstiegen hat, Lolita werde zeigen, wie das Monstrum intelligent, gebildet, humor- und stilvoll, sogar sympathisch sein könne, schwer verunsichert.

    Die Moral findet sich vielleicht außerhalb des Werks, nämlich in der Weise, wie der Titel, der Name, das Wort Lolita längst zur Chiffre geworden ist für die Sexualisierung von Mädchen, von Kindern. Denn eine verbreitete Lesart scheint zu sein, das titelgebende Kind sei Verführerin. Das wird von dem nicht immer zuverlässigen Erzähler zwar auch insinuiert, ist aber selbstverständlich Unsinn: Die wenigen Momente, in denen das Leiden dieses um seine Kindheit beraubten Kindes angedeutet wird, gehören zu den besten dieses nicht nur sprachlich herausragenden Romans.

  • ich musste lachen:
    [www.youtube.com/watch](https://www.youtube.com/watch?v=_pWBRTqhRRE)

  • Substack Turns On Its ‘Nazis Welcome!’ Sign | Techdirt alle Substack-Abos kundigen, alles andere ist inakzeptabel. Hier bei Micro.blog kann man übrigens auch Newsletter verschicken, wenn auch ohne Monetarisierung.

  • Technikupdate

    Es ist einmal mehr alles in Bewegung geraten. Nicht nur, dass ich zwei meiner WordPressblogs löschte, von denen ich einen als richtigen und den zweiten als Microblog bezeichnet hatte, ich habe auch dieses Profil reaktiviert und mein Mastodon-Profil hierher übertragen.

    All das geschah mehr oder weniger aus Launen heraus – Verdruss über den Pflegeaufwand von WordPress und dessen mangelnde Niederschwelligkeit als Bloggingplattform, Experimentierfreude und das Eingeständnis, dass es eigentlich alles egal ist.

    Die Blogbeiträge habe ich mit diesem Node.JS-Skript in Markdown überführt und in meinen Obsidian-Vault gelegt, wo sie nun gänzlich unverlinkt (bis auf die Kategorien) darauf warten, gelesen zu werden.

  • The Case for the Fediverse – MacStories freue mich auf die vielen neuen fediverse Anwendungen in 2024