Robber von The Weather Station ist nach wie vor der wohl größte Hit der neuen Zwanziger:
Grandios auch diese Performance bei KEXP:
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Es lässt sich leider nicht leugnen: Radiohead ist meine Lieblingsband. Vergangenes Jahr auf Rang 1, dieses Jahr auf 3 mit dem Offshoot The Smile auf der 1. Dabei fand ich deren Album gar nicht so besonders gut – aber einzelne Songs schon, die ich entsprechend häufig gehört habe.
Recht spät im Jahr entdeckte ich das Album And In The Darkness, Hearts Aglow von Weyes Blood, das mir sehr gut gefällt und somit die Tradition hervorragender Sängerinnen fortsetzt, die ich seit einigen Jahren pflege. Nennenswert ist überdies das selbstbetitelte Album der Gruppe Die Nerven.

Ich habe in diesem Jahr ausweislich meines last.fm-Profils sogar etwas mehr Musik gehört als im Vorjahr. Auch achte ich längst nicht mehr so pedantisch wie früher darauf, dass auch wirklich jeder abgespielte Song protokolliert wird, beispielsweise wenn ich Schallplatten höre.
Und nun – wie auch schon in den Jahren 2021, 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010 und 2009 – mit unumstößlicher Genauigkeit die Top50 der meistgehörten Bands und Künstler im Jahr 2022:
| Rang | Band/Künstler | Plays |
|---|---|---|
| 1 | The Smile | 122 |
| 2 | Die Nerven | 106 |
| 3 | Radiohead | 99 |
| 4 | Weyes Blood | 94 |
| 5 | Grace Cummings | 79 |
| 6 | Beth Orton | 56 |
| 7 | Sault | 48 |
| 8 | Florence + the Machine | 43 |
| 9 | The Caretaker | 38 |
| 10 | Boards of Canada | 35 |
| 11 | Jane Deasy | 34 |
| 12 | OG Keemo | 34 |
| 13 | King Hannah | 33 |
| 14 | Perila | 33 |
| 15 | Lightning Bolt | 31 |
| 16 | The Beatles | 31 |
| 17 | Neil Young | 30 |
| 18 | Less People | 29 |
| 19 | Bethan Kellough | 26 |
| 20 | Future of the Left | 26 |
| 21 | Marvin Gaye | 25 |
| 22 | Beak> | 23 |
| 23 | Kendrick Lamar | 22 |
| 24 | Wire | 22 |
| 25 | Danger Mouse, Black Thought | 21 |
| 26 | Mobb Deep | 21 |
| 27 | Abdullah Ibrahim | 20 |
| 28 | James Murray | 20 |
| 29 | Pixies | 20 |
| 30 | dEUS | 19 |
| 31 | Low | 19 |
| 32 | Lucio Battisti | 18 |
| 33 | eilean rec. | 17 |
| 34 | Eliane Radigue | 17 |
| 35 | Jon Hopkins | 17 |
| 36 | There is Still an Orchestra | 17 |
| 37 | Kate Bush | 16 |
| 38 | [[Sprints]] | 16 |
| 39 | Stella Sommer | 16 |
| 40 | The Four Tops | 16 |
| 41 | Éliane Radigue | 15 |
| 42 | Kommando Sonne-Nmilch | 15 |
| 43 | Oma Hans | 15 |
| 44 | The Velvet Underground | 15 |
| 45 | The Weather Station | 15 |
| 46 | Broadcast | 14 |
| 47 | Lambchop | 14 |
| 48 | DVA | 13 |
| 49 | Eels | 13 |
| 50 | Nilüfer Yanya | 13 |
Eric Pfeil schrieb bis vor Jahren sehr klevere Kolumnen über Musik, Bands und Künstler für die FAZ. Die habe ich sehr gerne gelesen. Als er damit aufhörte, verlor ich ihn aus den Augen.
Vor ein paar Tagen stieß ich – ich glaube über den Perlentaucher – auf ein Interview, welches das Kaput Magazin (das ich irritierenderweise mit dem Katapult Magain verwechselte) mit ihm anlässlich eines von ihm verfassten Buches führte. Wie der Titel „Azzurro. Mit 100 Songs durch Italien“ unschwer verrät, handelt es von italienischer Musik, vorwiegend Popmusik.
Das ist nun ein Genre, das ich bislang eher aus der Distanz verfolgt habe. Ich hatte in den vergangenen Jahren ein mildes Interesse verspürt, allein, mir fehlte der Zugang. Den hat Eric Pfeil mit diesem Interview (das Buch werde ich lesen) eröffnet. Nahezu alle darin eingebundenen Videos und empfohlenen Songs sind großartig. Am allergroßartigsten ist jedoch dieses Lied, Ancora Tu von Lucio Battisti.
Mir war vollkommen unmöglich, dieses Lied zeitlich einzuordnen. Es könnte so 2021 oder 1982 oder irgendwann dazwischen erschienen sein. Tatsächlich ist es von 1976.
Ein Sampler des Netlabels Energostatic, Erlöse gehen zugunsten von Save The Children „and their specific activities supporting Ukraine at this time“. Die Hintergründe sowie die auf der Kompilation vertretenen Künstler werden hier vorgestellt.
A big thank you to label owner Marian for allowing this project to happen as he deals with life in Kyiv right now, the artists for their participation, and Rafael Anton Irisarri for kindly providing his mastering services.
Der Sampler kann auf Bandcamp gehört und per Name your Price erworben werden.
Ein Ambient-Sampler, dessen Erlöse zugunsten von Feuern zerstörter Landstriche in Griechenland und der Türkei gehen. Gefunden in der monatlichen Best Ambient-Rubrik von Arielle Gordon bei Bandcamp:
The third There is Still an Orchestra compilation from French experimental record label Spleencore includes contributions from ambient artists who each take a unique approach to the stillness of the genre.
Weil die Manifesto EP so gut ist, musste direkt die nächste erworben werden. Beste Gitarrenband seit shame.
Gehe ich nach meinem last.fm-Profil, so war 2021 das musikärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen (2005). Aber ich habe das Schallplattehören wiederentdeckt, im Frühjahr einige aus dem elterlichen Keller geborgen und sogar ein paar gekauft.






Trotzdem habe ich 2021 wirklich wenig Musik gehört. Es gilt eben, was ich schon vergangenes Jahr geschrieben habe: Musik muss sich auch bei mir zunehmend gegen alle Medienalternativen durchsetzen.
Wenn es um musikalische Neuentdeckungen geht, bin ich inzwischen sehr genügsam. Eine Handvoll neue Bands (Weather Station, Sprints), ein exzellentes Album einer altbekannten Band (Notwist) und die eine oder andere Ambient-Veröffentlichung nebenbei und drumherum – das genügt mir vollauf. Hier sind meine diesjährigen Top 5 und ein Honorable Mention:
2021 hat mich nach B. Eilish und Fiona Apple schon wieder eine Frauenstimme mehr begeistert als alle anderen. Tamara Lindemans Weather Station kamen für mich aus dem Nichts und überzeugten schon mit dem Perkussion-Intro zum Übersong Robber. Opulent und trocken produziert, mit Talk Talk-Anleihen, die sie nur noch edler klingen lassen.
Dem Himmel sei gedankt für Sprints aus Irland, die Noisepunk machen als es sei es noch 2002 und ich ginge gleich ins Forum Bielefeld. Die erste Band seit Jahren, auf deren Deutschlandtour (wenn es wieder Touren und Konzerte gibt) ich mich über alle Maßen freue.
Nicht das beste Ambient-Album, aber wohl der beste Track dieses Jahres stammt von Matthew Eluvium Cooper. Hallucination I (auf dem Album famose 14 Minuten kurz) wünsche ich mir für die nächste Denis Villeneuve-Verfilmung von irgendeinem Science Fiction-Stoff.
Nach Jahren fantastischer EPs machen Gewalt den ungewönlichen wie folgerichtigen Schritt und veröffentlichen ein Album. Das hat aus dem Presswerk bis zu mir etwas länger gebraucht und wird daher noch erkundet. Der Opener Es funktioniert reiht sich aber ein in zahllose Gewalt-Hits von Szenen einer Ehe bis So geht die Geschichte:
Das beste Ambient-Album des Jahres stammt von Alexandra Zakharenko aka Perila. Es knarzt und brummt exakt so, wie es das soll. Und mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen, wie es sich für gute Ambientmusik gehört.
Nicht aus diesem Jahr – oder Jahrhundert -, aber die größte Entdeckung seit der letzten größten Entdeckung ist ausgerechnet Rockröhre Tina Turner mit diesem Übersong aus 1967. Christian Ihle schrieb dazu alles nötige
Jedenfalls, über „River Deep, Mountain High“ kann nicht geschrieben werden, ohne Tina Turners Stimme zu erwähnen: wie sie sich gegen Ende des Songs alleine gegen diesen mächtigen, mächtigen Wall Of Sound stemmt, zwischen 2.45 und 3.00¹ fast begraben wird, „Baby“, „Baby“ schreit, nur um in den folgenden, letzten dreißig Sekunden des Songs noch einmal den Refrain aufzunehmen und Spectors Produktion unter ihrer Stimme zu begraben – das gehört sicherlich zu den machtvollsten Vocals der Musikgeschichte.
1) da bezieht er sich wohl auf eine andere Version als die im obigen Video, das ist nämlich gar nicht so lang. Man hört aber trotzdem, was er meint.
Und nun – wie auch schon in den Jahren 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010 und 2009 – mit unumstößlicher Genauigkeit die Top50 der meistgehörten Bands und Künstler im Jahr 2021:
| Rang | Band / Künstler | Plays |
|---|---|---|
| 1 | Radiohead | 197 |
| 2 | The Weather Station | 165 |
| 3 | The Notwist | 159 |
| 4 | 36 & Zakè | 78 |
| 5 | Perila | 74 |
| 6 | International Music | 66 |
| 7 | Tortoise | 61 |
| 8 | Sun Ra | 58 |
| 9 | Sprints | 42 |
| 10 | Tirzah | 40 |
| 11 | Norah Lorway | 34 |
| 12 | Zinn | 33 |
| 13 | Aphex Twin | 29 |
| 14 | Lambchop | 28 |
| 15 | Sault | 28 |
| 16 | Night Sea | 27 |
| 17 | Fontaines D.C. | 26 |
| 18 | Gidge | 25 |
| 19 | Purl | 25 |
| 20 | phirnis | 24 |
| 21 | Eluvium | 23 |
| 22 | Mouse on Mars | 22 |
| 23 | My Bloody Valentine | 22 |
| 24 | Boards of Canada | 21 |
| 25 | Low | 21 |
| 26 | Madvillain | 21 |
| 27 | Die Heiterkeit | 20 |
| 28 | Gewalt | 18 |
| 29 | black midi | 17 |
| 30 | Godspeed You! Black Emperor | 17 |
| 31 | The 1978ers (yU & Slimkat) | 17 |
| 32 | Orchestral Manoeuvres in the Dark | 16 |
| 33 | Sleaford Mods | 16 |
| 34 | Damu The Fudgemunk, Archie Shepp & Raw Poetic | 15 |
| 35 | Marvin Gaye | 15 |
| 36 | R.E.M. | 15 |
| 37 | Ana Tijoux | 13 |
| 38 | Celeste | 13 |
| 39 | DVA | 13 |
| 40 | Simon Pyke | 13 |
| 41 | There is Still an Orchestra | 13 |
| 42 | Damu The Fudgemunk | 12 |
| 43 | Eliane Radigue | 12 |
| 44 | N Chambers | 12 |
| 45 | qualchan. | 12 |
| 46 | Sonic Youth | 12 |
| 47 | Wir | 12 |
| 48 | All diese Gewalt | 11 |
| 49 | Cocteau Twins | 11 |
| 50 | Fehler Kuti | 11 |
Düstere Drones. Sonores Ambiente. Hallucination I ist perfekt. Einer der besten Ambient-Tracks, die ich in den vergangenen Jahren gehört habe. Zu gerne hätte ich das auf Vinyl, aber die Versandkosten sind unerschwinglich. Natürlich gekauft bei Bandcamp.