Kategorie: Bewegtbild
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Gesehen: „Possession“ von Andrzej Żuławski
So schnell kann das gehen: Buddenbohm erinnerte an das herausragende Angebot Mediathekperlen, ich abonnierte den Feed, ließ mich von Andrzej Żuławskis – „Possession“ (1981) überzeugen, und bin komplett überwältigt. Nicht nur kannte ich diesen Film nicht, ich wüsste nicht einmal, je von ihm gehört zu haben.
Neben allem anderen begeisterten mich auch die Aufnahmen aus Berlin: die reale Adresse des bei G. Maps so hinterlegten Possession House, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in Gesundbrunnen (die Balkone!) gedrehten Aufnahmen des moderneren Berlins, die Wohnungen und der Ausblick auf Mauer und Wachen.
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Babylon 5 auf YouTube
Thomas Gigold schreibt:
Warner Bros. Discovery veröffentlicht ab sofort jede Woche eine Episode von Babylon 5 im englischsprachigen Original kostenfrei auf YouTube.
Der Pilotfilm und die nachfolgenden ersten beiden Epsioden sind bereits online.Das war von kurzer Dauer. Der Pilotfilm ist weg, weitere Folgen finde ich nicht. Soviel dazu.
Babylon 5 war in den Neunzigern ebenso sehr nachmittägliches Scifi-Serienvergnügen wie Star Trek. Ich bin gespannt, ob die Serie meinen Erinnerungen – und auch ihrem ausgezeichneten Ruf – standhält beziehungsweise entspricht.
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Kostenloses Streaming bei der Dt. Kinemathek
Die jüngste Auswahl der Deutschen Kinemathek präsentiert unter dem Titel „Lost in Berlin“ kostenfrei neun Filme, die sich in verschiedener Weise der Stadt widmen und ihr nähern – darunter Werke von Thomas Arslan, Christian Petzold und Heike Misselwitz.
Mit dem speziellen Fokus auf die ehemalige Frontstadt Berlin ergänzt die 15. Ausgabe von »Selects« das Filmprogramm der diesjährigen Retrospektive der Berlinale, die sich unter dem Titel »Lost in the 90s« dem Lebensgefühl der 1990er-Jahre widmet.
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Gesehen: ’Weapons’ von Zach Cregger

Was mich reitet, immer mal wieder Horrorfilme zu schauen, bleibt rätselhaft. Weapons hat Jumpscares, interessante Wechsel der Erzählperspektive, gelegentlichen Humor, ein The Shining-Zitat, Josh Brolin und ein Finale mit dermaßen viel irrem Geschrei, dass man gar nicht mehr wusste, wohin mit sich.
Es gibt in einer bestimmten Szene einen coolen Song mit einem seltsamen Vocal-Sample, daher muss ich jetzt auch noch in den Soundtrack hineinhören. Nichts bleibt einem erspart …
Titelbild: William Baillie-Grohman, 1913. Aus Sport in Art
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Gern geschaut: ‚Bowie – Der letzte Akt‘ bei Arte
In seinem Dokumentarfilm zeichnet der britische Filmemacher Jonathan Stiasny das letzte kreative Kapitel eines der innovativsten Künstler der Musikgeschichte nach – zehn Jahre nach David Bowies Tod. „Bowie – Der letzte Akt“ zeigt den Jahrhundertkünstler, wie man ihn selten gesehen hat: verletzlich, witzig und absolut kompromisslos.
Verfügbar bis zum 15/04/2026
Mein Lieblingsalbum von Bowie ist Earthling. Da war ich 17, wir schauten permanent Musikfernsehen und Little Wonder war extrem cool und neu; irgendwo zwischen Nine Inch Nails und Radiohead.
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Gesehen: Warfare von Alex Garland

Kriegsführung ist der Einsatz von Körpern gemäß Strategie und Taktik. Schmerz, Leid und Tod sind eingepreist. Die Realität ist sicherlich noch schlimmer, aber schlicht nicht darstellbar.
Civil War Amputation Being Performed in Front of a Hospital Tent, Gettysburg, July 1863
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Filme im Jahr 2025

Théâtre du Vaudeville, Dorgez ou Dorgès. Lohnt sich bei meinem spärlichen Filmkonsum und meiner leichten Unterhaltbarkeit kaum, aber zum Zwecke der Vollständigkeit:
Im Kino
Sechsmal war ich in diesem Jahr in der Kinemathek (Superman sah ich dort sogar zweimal). Marvel ist inzwischen, was Filme betrifft, immerhin wieder hit and miss. Mehrmals saß ich dieses Jahr in leeren oder nahezu leeren Kinosälen.
- Thunderbolts* ★★
- 28 Years Later ★★★⯪
- One Battle After Another ★★★★⯪
- Superman ★★★★
- The Fantastic 4: First Steps ★★★★⯪
In der Glotze
Sah ich gute Filme, dann waren die im Regelfall nicht aus diesem Jahr. Für House of Dynamite wäre ich aber sicher auch ins Kino gegangen. Film des Jahres, wenn man mich fragt. Filme bei Apple TV sind wie Gorge oder Lost Bus auf seltsame Art ungut.
- Soldaten des Lichts ★★★★⯪
- Mission: Impossible – The Final Reckoning ★★★
- A House of Dynamite ★★★★★
- Night Always Comes ★★★
- The Lost Bus ★★★⯪
- Im Haus meiner Eltern ★★★★
- Prange ★★★⯪
- F1 ★★★
- Honey Don’t! ★★★
- The Gorge ★★⯪
- Captain America: Brave New World ★★
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Pluribus

Illustration concerning the arrangement of hives, Charles Butler, 1623. From: The Feminine Monarchie, or the History of Bees Die erste Staffel der Serie Pluribus war wie eine exzellente Kurzgeschichte von Ted Chiang oder James Tiptree Jr.: ein innovatives Science Fiction-Konzept, das entfaltet wurde, bis es Story ergab. Diese wurde wiederum auf höchstem Niveau geschrieben, gespielt und gefilmt. Erfreulich, dass Vince Gilligan solche Freiheiten eingeräumt wurden und er Risiken eingehen kann.
So zählt Pluribus sicher zum besten, was TV und auch Kino mir in diesem Jahr zu bieten hatten. Das Kinojahr rekapituliere ich allerdings immer erst im Folgejahr und an den Wertungen anderer, die das besser können als ich.
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Gesehen: Rom, offene Stadt

Der italienische Widerstand im von den Deutschen besetzten Rom. Ein achtzig Jahre alter Film, der Widerstand, Glaube, Opferbereitschaft und Autorität in einer Weise erzählt, die mindestens umwerfend ist, wenn sie nicht sogar aus der Bahn wirft.
Maledetti! Maledetti!
Sarete schiacciati nella polvere come dei vermi!
Mio Dio che cosa ho detto ?
Grandios und sicher der Auftakt meiner Auseinandersetzung mit Roberto Rossellini.
Zu sehen in der Arte Mediathek, noch bis zum 31. März 2026.
Titelbild: Grotto at Villa di Papa Giulio, Rome, 1904. Aus: Italian Villas and their Gardens