Kategorie: Musik
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Kanaku Y El Tigre – Si Te Mueres Mañana
So will ich auch mal durch die Anden skaten… -
Tigers Milk
Wer sich fragt, warum ich jüngst so seltsame (i.S.v. untypische) Musik höre. Das liegt an Tigers Milk, einem Label, auf das ich stieß, als ich bei Bandcamp herumsurfte. Ich schrieb glaube ich schon einmal, dass Bandcamp der beste Plattenladen der Welt ist, weil er eben auch zum Stöbern einlädt.
Tigers Milk vertreibt Musik aus Peru und zwar sowohl traditionelle, als auch modernere Klänge. Ich bin vorerst in ersteres vernarrt.
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Mello Music Group
OK, ich hab schon immer auch ein wenig Hiphop gehört und ich hatte auch immer ein paar der guten und besseren Labels (unabhängig vom Genre) parat, aber wenn mir vor einem Jahr jemand erzählt hätte, dass ich (a) im vergangenen Jahr mehr Hiphop als jedes andere Genre gehört hätte und (b) praktisch jeden Release des Labels Mello Music Group blind kaufe, hätte ich dieser Person wohl doch eher einen Vogel gezeigt.
Dieses Interview mit dem Labelgründer Michael Tolle bei Bandcamp (wo die MMG-Veröffentlichungen natürlich auch feilgeboten werden) gibt einen guten Einblick in die Motivation und den Ethos des Labels:
I’ve always defined it internally as music from the heart of American culture. We’ve never gravitated toward thugs or gangsters. Most of our producers and MCs are average people who are talented and a part of this culture. That was appealing to me. I don’t like the lottery of it, people going for broke. I always wanted musicians, people who made beats or started rapping but were trying to become something more — like Oddisee, who’s now a fully fledged musician. To me we are very middle-American. Red Pill, our new guy from Detroit, exemplifies that, and someone like Apollo Brown, who’s very blue-collar.
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last.fm 2014
Top 50 artists
1 L’Orange 270
2 Mello Music Group 202
3 Shabazz Palaces 147
4 The 1978ers (yU & Slimkat) 136
5 Open Mike Eagle 113
6 L’Orange & Stik Figa 106
7 Speedy Ortiz 101
8 feedtime 94
8 The Great Sabatini 94
8 Die Nerven 94
8 Mo Kolours 94
12 The Stevens 92
13 Messer 87
14 DVA 84
15 7evenThirty 79
16 Kool A.D. 75
17 mclusky 72
18 Mouse on Mars 69
19 Diamond District 65
20 Nostalgia 77 63
21 TV Torso 61
22 A Sunny Day In Glasgow 60
22 The Black Opera 60
24 Stik Figa 58
25 Fungi Girls 55
26 Modest Mouse 52
27 Beastie Boys 51
28 Belle and Sebastian 50
29 Aphex Twin 48
29 Sun Kil Moon 48
29 Alden Penner 48
29 Rusty Joints 48
29 Christian Fitness 48
34 Bulbul 47
35 Antony and the Johnsons 45
36 Apollo Brown 43
37 Arto Lindsay 42
37 Tortoise 42
37 Disappears 42
40 Sonic Youth 37
41 The Monochrome Set 36
41 Flying Lotus 36
43 Tommy Guerrero 35
43 Poison 35
43 The Monroe Transfer 35
43 Suuns 35
47 Pixies 34
47 SchnAAk 34
49 Darkside 33
49 Lower Dens 33Top 20 Songs
1 Mello Music Group – You Are Safe Now (feat. Milo) [prod. L’Orange] 26
2 7evenThirty – The Problem 19
3 L’Orange – The Pull of Warmth 18
4 L’Orange & Stik Figa – Dusty Speakers 17
4 L’Orange & Stik Figa – Blind Tiger 17
6 L’Orange – Second Person 16
6 L’Orange – Mind vs Matter (feat. Homeboy Sandman) 16
8 Messer – Die kapieren nicht 15
8 The Great Sabatini – Munera 15
8 Kool A.D. – V (PROD. OH NO) 15
8 L’Orange – Man of the Night (Feat. Erica Lane) 15
12 Muluqèn Mèllèssè – Eté endénesh gèdawo 14
12 TV Torso – Nobodies 14
12 Mello Music Group – Hard Writer (feat. Has-Lo) 14
12 L’Orange – The Lost Nova (feat. Mr. Lif & John Robinson) 14
12 L’Orange – Eventually 14
17 Messer – Neonlicht 13
17 L’Orange & Stik Figa – Monochrome 13
17 Messer – Tollwut 13
17 DVA – Nipomo 13Sampler
Milo & L’Orange – You Are Safe Now
Son Lux & Lorde – Easy
Open Mike Eagle – A History Of Modern Dance
The Great Sabatini – Munera
she speaks in tongues – Gloria, GUITAR
Bulbul – Kanzla
Mo Kolours – Mike Black
Luke Howard – Portrait Gallery (Tim Shiel Remix)
Dva – Nipomo
The 1978ers (yU & Slimkat) – People of Today Act II
L’Orange – The Pull of Warmth
7eventhirty – The Problem -
Musik kuratieren richtig gemacht
Was mir ja derzeit immer sympathischer wird, ist der Musikdienst Bandcamp. Immer sympathischer deshalb, weil sie ihre Plattform in letzter Zeit verstärkt ausbauen und um Funktionen anreichern, die sie zum vielleicht besten Ort im Web zum Entdecken und Erwerben von Musik machen.
Seit jeher erlaubte Bandcamp das Streamen sämtlicher gehosteter Songs. Unbegrenzt, soweit ich weiß. Die Preispolitik ist fast immer fair; etliche Künstler geben ihre Musik auch kostenlos (oder zu Mindestpreisen frei). Von den Verkaufserlösen behält die Plattform laut Wikipedia 15 Prozent ein, ab Einnahmen von mehr als 5.000 US-Dollar noch 10 Prozent.
Follower-Prinzip

Das war alles schon immer so. Neu hinzugekommen sind Funktionen, wie man sie aus den so genannten social media kennt: Man hat ein Profil, das die erworbenen Alben sowie die persönliche Wishlist darstellt (mit der Möglichkeit eigener Reviews). Man kann Künstlern wie auch anderen Nutzern der Seite folgen und sieht seit Kurzem im Music Feed deren jüngste Anschaffungen, Reviews, Wishlist-Ergänzungen etc. Empfehlungen von Leuten, denen es sich zu folgen lohnen mag, erhält man unter Angabe der Übereinstimmungen in den jeweiligen Musiksammlungen.

Neben all dem Follower-Zeugs, das mir bereits jetzt außerordentlich viel Freude bereitet, ist die Startseite des Dienstes ein besonderes Schmankerl, wird hier doch das Buzzword Curation (Beispiel-Link) überaus ansprechend umgesetzt: Bandcamp Weekly ist ein wöchentlicher Podcast, der mehr ist als einfach nur als Stream, sondern die jeweils gespielten Songs so darstellt, dass man sie direkt der Wunschliste hinzufügen, oder käuflich erwerben kann. Das Fan Spotlight weiter unten präsentiert ausgesuchte Nutzer (und Gäste) mit deren Reviews. Das war der Ort, an dem ich begonnen habe, Leuten zu folgen – und von wo aus ich etliche Alben erworben habe.Relativ jung ist die mobile App von Bandcamp, die allmählich um all diese Funktionen angereichert wird: Seit dem letzten Update kann man auch dort den Music Stream und Bandcamp Weekly anhören, von Beginn an ließen sich sämtliche erworbenen Titel und Alben in der App streamen.
Die Konkurrenz: Soundcloud
Ja, das ist der Vergleich, der sich wohl geradezu aufdrängt, bei dem Bandcamp für mich aber auf ganzer Linie gewinnt. Das fängt bei der Präsentation der Musik an: Ich habe der Darstellung von Songs als Waveforms mit dieser in-Track-Kommentarfunktion im my favorite part!!!!!1-Stil noch nie viel abgewinnen können, so technisch ausgereift es sein mag. Ich will die Musik hören, nicht betrachten oder lesen.
Nicht zuletzt deshalb wirkt Bandcamp auf mich insgesamt liebevoller, wärmer und zugleich weniger technisch und kühl als Soundcloud. Und was mich besonders anspricht, ist, wie Bandcamp den Fokus auf Alben (oder EPs) legt, wo bei Soundcloud scheinbar stets der einzelne Track im Fokus steht. Jedenfalls hatte ich oft Schwierigkeiten, sämtliche Songs eines Albums zu finden oder zu hören, wenn es bei Soundcloud verfügbar gemacht worden sein soll. Und nicht zuletzt kann ich mir den Kram bei Bandcamp dann auch kaufen – ob und wie das bei SC möglich ist, erschließt sich mir nicht.
Wobei ich letztlich überhaupt kein Problem mit Soundcloud habe. Ich nutze es selten, weil es nicht zu mir zu passen scheint. Bandcamp schon. Schlussendlich sind alle Konkurrenzangebote zu Amazon, Spotify, itunes und wie sie alle heißen, zu begrüßen. Hoffen wir nur, dass Bandcamp nicht irgendwann von so jemandem aufgekauft wird.
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Musik gekauft: Hank Williams Compilation by Pill Friends
The songs of Hank Williams, filtered through a ‘DIY-Bedroom-Musician’ filter… what’s not to like? (via Jeremy (HI54LOFI) @ Bandcamp)
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Musik gekauft: Aunt Sis – Winnebago
Da kommt ein leichtes Califone-Feeling auf…