
Das bislang letzte Studioalbum von Björk, womit diese Reihe, in der ich an jedem Monatsersten ein Björk-Album erwarb, endet. Sie wird fortgesetzt, soviel steht fest, mit Éliane Radigue.

Das bislang letzte Studioalbum von Björk, womit diese Reihe, in der ich an jedem Monatsersten ein Björk-Album erwarb, endet. Sie wird fortgesetzt, soviel steht fest, mit Éliane Radigue.
Immer mal wieder schaue ich dieses Video, bei dem man Jeff Mills zuschauen kann, wie er (knieend!) einen Roland TR-909 bedient. Er behandelt die Drum Machine als das, was sie ist: ein Musikinstrument, und er beherrscht es virtuos und meisterhaft.

Bei mir steht schon seit über zwei Jahren ein Nachfolgemodell des Instruments herum, das Mills bedient. Es hat unfassbar viele Funktionen und Features, die sich mit arkanen Tastenkombinationen und verschachtelten Menüs erreichen lassen. Diverse Versuche, es auch nur im Ansatz zu beherrschen, gab ich auf.
Am heutigen ersten Urlaubstag startete ich einen neuen Versuch und bin einmal mehr zuversichtlich. Allerdings weiß ich auch, dass ich unweigerlich alles wieder vergessen werde, wenn ich nicht weitermache und übe. Aus den Youtube-Kommentaren:
The true art of knowing your gear inside out.

Parts & Labor machten hymnischen Noiserock mit Synths, die kein Beiwerk, sondern wesentlicher Teil der Instrumentierung waren. Das gefiel mir:
(18 Jahre her …)
Bandcamp Daily, das empfehlenswerte redaktionelle Portal des Musikdistributors, feiert ihr neues Album, das offenbar nach zehnjähriger Auszeit (man kriegt ja nichts mehr mit) entstanden ist, gehörig ab:
Set of All Sets is a triumph on an epic scale. A culmination and expansion of Parts & Labor’s established aesthetic, the record is a galaxy of sound, a maximalist ode to the constant futures previously mapped out by the band.
Cool, und ungehört gekauft. Natürlich bei … Bandcamp.
Gewalt hätte ich mir ja angeguckt, wäre das Konzert in der Zeche Carl nicht wegen zu geringem Zuspruch im Vorfeld abgesagt worden.
Wasser auf meine Mühlen, dass man im Troglodyten-Ruhrgebiet zwar generischen Provinzstudentenpunk, der auf asi tut, und klischeetriefendsten Bauern-Metal von und für Ü40-Bandshirt-Spießer haben möchte und haben kann bis der Pathologe kommt, wirklich gute Musik und tatsächlich interessante Bands jetzt aber nicht so wirklich gefragt sind.
Guter Rant drüben bei Krach und so … und leider wahr: Ich war seit meinem Umzug ins Ruhrgebiet 2019 so selten bei Konzerten, dass ich das an zwei Händen abzählen könnte. Zu Gewalt wäre ich aber bestimmt wahrscheinlich vielleicht gegangen.
Direkt in Bochum scheint wirklich selten was zu sein, darüber hinaus bekomme ich es mangels Kenntnis selten mit, und falls ja, wäre meine Willenskraft, mich abends mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthinzubegeben und anschließend wieder zurück, sicher gering ausgeprägt.
Aber das ist mein persönliches jämmerliches Problem, daher die Frage: Wo liest man von interessanten (interessanten!) Konzerten im Ruhrgebiet?

An jedem Monatsersten vervollständige ich meine Musiksammlung, derzeit mit dem Werk von Björk. Die jüngeren Björk-Alben erschließen sich mir nur langsam. Sie klingen homogener, aber eben auch gleichförmiger. Sollte die musikalische Innovationskraft wie bei den frühen Alben darinstecken, dann muss ich sie noch entdecken. Aber es wäre eher überraschend, müsste man sich Björk-Alben nicht erarbeiten. Ich freue mich jedenfalls darauf.
Die Popkritik stürzt sich auf „You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love“, das neue, erneut mit dem Produzenten Dan Nigro entstandene Album der Popmusikerin Olivia Rodrigo. „Den Pop-Punk der vorherigen Alben haben die beiden verworfen und sich von New Wave und Dream Pop der Achtzigerjahre inspirieren lassen“, schreibt Inga Barthels im Tagesspiegel. Entstanden ist ein Konzeptalbum, auf dem sich alle Höhen und Tiefen einer Liebesbeziehung gemeinsam mit der Künstlerin durchleben lassen.
Niemanden geringeren als Robert Smith von The Cure hat sich Rodrigo für einen gemeinsamen Song ins Studio geholt. „Vielleicht stehen da Vergangenheit und Zukunft der Rockmusik nebeneinander auf der Bühne“, mutmaßt Elisabeth Fleschutz in der FAS
Der Sequencer ist ihr Knebel, die Stratocaster ihre Peitsche. Auf der Bühne ist Cosey Mueller eine Domina. Sie trägt Korsett, Lack-Minirock oder Hotpants, Netzstrümpfe, Lederstiefel, Lederjacke. Allein steht sie da, konzentriert. Hin und wieder steht sie am Keyboard, bei vielen Stücken spielt sie Gitarre. Cosey Mueller beherrscht und dirigiert die Menge durch ihre Präsenz und ihre treibende Musik.
taz.de: Neuer Punk aus Berlin Angeschaltet, ausgeschaltet, ferngesteuert

Das monatliche Björk-Album: Vulnicura erschien 2015 und hat eines der interessantesten Cover ihrer Diskografie. Ich bin sehr gespannt.