Wo sind die guten Reden?

Nachdem gerade die unselige Höcke-Rede breit diskutiert wurde, frage ich mich nicht zum ersten Mal, wo eigentlich die guten, die herausragenden Reden und Redner der liberalen Demokratie geblieben sind. Mir fallen jedenfalls kaum welche ein*. Liegt das daran, dass die Protagonisten wissen, dass ohnehin kaum jemand zuhört? Daran, dass man mit Interviews und Social Media-Häppchen mehr Kontrolle und mehr Wirkung entfaltet? Kriege ich die bemerkenswerten Gauck/Merkel/Gabriel-Reden einfach nicht mit? Ist durch den Grußwort/Rede-beim-XY-Verband-Alltag die Redekunst verkümmert? Oder gab es die in Wirklichkeit nie und ich idealisiere nur eine „gute alte Zeit“?

*Beispiele, die mir einfallen sind natürlich die uralte Ruck-Rede, Navid Kermani vor dem Deutschen Bundestag und Sigmar Gabriels Bewerbungsrede vor dem Dresdner Parteitag 2009 („Auch mal dahin gehen, wo’s stinkt“). Wobei die letztgenannte Rede sich um kaum mehr als die sozialdemokratische Binnensicht dreht. Aber sie war sehr gut, ich war dabei.

last.fm 2016

In 2016 gehörte (und auf meinem last.fm-Profil protokollierte) Musik. Zu den älteren musikalischen Jahresabschlüssen geht es hier.

1 Die Heiterkeit 213
2 Radiohead 199
3 Sonic Youth 181
4 Charles Mingus 99
5 Tortoise 98
6 feedtime 73
7 Liars 70
8 Jóhann Jóhannsson 61
9 L’Orange 60
10 Sun Ra 55
11 Ja, Panik 39
12 L’Orange & Mr. Lif 35
13 The Beatles 35
14 Ugly Heroes 34
15 Mulatu Astatke 33
16 Shabazz Palaces 33
17 Wire 33
18 Parquet Courts 32
19 Deerhoof 31
20 Le Sun Ra & his Arkestra 31
21 PJ Harvey 31
22 Pig Destroyer 29
23 Vaz 28
24 The Sea and Cake 27
25 Future of the Left 26
26 Thelonious Monk 26
27 David Bowie 24
28 Lightning Bolt 24
29 The Specials 24
30 Adrian Younge 23
31 Diamond District 23
32 Grandaddy 23
33 Kendrick Lamar 23
34 Radio Birdman 23
35 Wolf Parade 23
36 Georgia Anne Muldrow 22
37 Autechre 21
38 Matthew Halsall & The Gondwana Orchestra 21
39 Red Pill 21
40 Yo La Tengo 21
41 Earthen Sea 20
42 Micachu 20
43 Mr. Lif 20
44 The Beta Band 20
45 Do Make Say Think 19
46 L’Orange & Stik Figa 19
47 Messer 19
48 Flying Lotus 17
49 Isotope 217 17
50 Belong 16

Top 20 Songs

Radiohead — Decks Dark 14
Die Heiterkeit — Die Kälte 14
Die Heiterkeit — Betrüge mich gut 13
Die Heiterkeit — Dunkelheit wird niemals 13
Die Heiterkeit — Große Namen 13
Die Heiterkeit — Im Zwiespalt 13
Die Heiterkeit — Panama City 13
Die Heiterkeit — Pop & Tod 13
Radiohead — Desert Island Disk 12
Die Heiterkeit — Haus außerhalb 12
Die Heiterkeit — Vergessen 12
Die Heiterkeit — Heller Morgen 11
Radiohead — Separator 11
Die Heiterkeit — The End 11
Die Heiterkeit — Weiße Elster 11
Die Heiterkeit — Dünnes Eis 10
Die Heiterkeit — Schlechte Vibes im Universum 10
Radiohead — Burn the Witch 9
Radiohead — Ful Stop 9
Radiohead — Identikit 9

Testing: NoteStation

Aber Evernote speichert meine Daten auf Servern in den USA. Was läge also näher, meine Netzwerkfestplatte von Synology – die ich schon als Dropbox-Alternative, Backup-Festplatte und Foto-Album nutze – auch als Evernote-Ersatz einzusetzen? Mit NoteStation bietet Synology genau dafür eine kostenfreie App, die im Browser und auf Android- bzw. iOS funktioniert. Ich habe mir diese Evernote-Alternative genauer angeschaut.

Eben. Zumal Evernote ja in Zukunft mehr denn je zu meiden sein wird (falls sie davon nicht zurückrudern).

Via journalisten-tools.de

Musik gekauft: Arrival (Original Motion Picture Soundtrack)

51qrndgsddl-_ss500Arrival ist gut, aber die zugrundeliegende Kurzgeschichte Story of your Life von Ted Chiang finde ich besser. Das Dilemma natürlich: Da ich die Geschichte schon kannte, konnte mich der Plot-Twist nicht mehr überraschen. Dennoch fand ich deren persönlichere und reduziertere Version wesentlich bewegender.

Neben vielem anderen gefiel mir an Arrival aber die Musik von Jóhann Jóhannsson. So dass ich heute erstmal seit fast schon immer einen Soundtrack erwarb.

Verlinkt: Die Sehnsucht nach einer Leitkultur – Was CDU und CSU von der Diskussion über Leitbilder in Organisationen lernen könnten

Man mag „Multikulti“ gut oder schlecht finden – faktisch kommt es in Demokratien fast zwangsläufig zur Ausbildung sehr unterschiedlicher Kulturen.

Via Sozialtheoristen