Denn für die oben gezeigten Umfrageergebnisse wurde offenbar nicht gefragt: “Warum haben Sie die AfD gewählt?”, sondern “Was glauben Sie, warum Leute die AfD wählen?” Dass auf eine solche Frage, wo in der Fragestellung ja bereits implizit enthalten ist, dass die AfD wohl eine Protestpartei sei, rund 75 Prozent die Antwort geben “Denkzettel für andere Parteien”, ist ja keineswegs überraschend – schon eher, dass es nur 75 Prozent sind.

Tja…

Quelle: Klarstellung: Wer hat die AfD wegen ihrer politischen Forderungen gewählt? | Erbloggtes

Guter Überblick. Besonders Civil finde ich spannend; aber auch das, was der Economist macht.

Wie können online konstruktive Debatten funktionieren?Im Folgenden werde ich sechs unterschiedliche Projekte vorstellen, die zeigen, dass sich trotz der genannten Ernüchterung zumindest auf Software-Ebene einiges getan hat und neue Lösungen entwickelt wurden, die allesamt versuchen, die Debattenkultur im Netz zu verbessern.

Quelle: Sechs Software-Lösungen für bessere Debattenkultur im Netz – Netzpiloten.de

Der freie Dezember und der Umstand, dass ich derzeit nicht mit dem Fahrrad, sondern öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahre, erlaubten mal wieder das verstärkte Belauschen von Podcasts.

Da ich inzwischen besonders viele empfehlenswerte Ausstrahlungen abonniert habe, seien diese hiermit vorgestellt.

Serial – die erste Serial-Staffel im vergangenen Jahr hat quasi im Alleingang einen Podcast-Hype entfacht.Mich hat die Kriminalgeschichte allerdings eher gelangweilt (wie es viele Krimis tun). Die aktuelle Staffel hingegen hat mich gepackt. Es geht um den U.S.-Soldaten Bowe Bergdahl, der sich fünf Jahre in Gefangenschaft der Taliban befand, 2014 befreit wurde und sich nach seiner Rückkehr verklagt wurde.

PolitikumWDR 5 Politikum – ich sage gerne, dass sich die Haushaltsabgabe (ehemals GEZ) schon allein für das Politikum lohnt. Ob das nach der WDR-Programmreform, mit der die Sendung zwar wohl immer noch viermal die Woche läuft, jeweils aber zehn Minuten kürzer ist, noch gilt, bleibt abzuwarten. Nach wie vor behandelt das Politikum aber auch Themen abseits der zunehmend monothematischer werdenden Nachrichtenlage, ist witzig, kritisch und informativ.

Der Lila Podcast -ein  feministischer Podcast von und mit Katrin Rönicke. Besonders angenehm im Vergleich zu einigen vergleichbaren Sendungen, weil nicht zu lang pro Folge und von guter Hörqualität (was mir immens wichtig ist).

History of Philosophy Without Any Gaps – der Name ist Programm. Einer von wenigen Podcasts, den ich von Episode 1 ab vorwärts höre. Da es 245 Episoden gibt, habe ich einiges nachzuholen. Englischsprache Sendungen fordern mir eine Menge Konzentration ab. Schon für meinen Weg zur Arbeit sind sie meist nicht geeignet, sondern eher für zuhause, teilweise sogar zum einfach im Sessel sitzen und zuhören.

Aufwachen! – hier reden  der berüchtigte Tilo Jung und Stefan Schulz kritisch über die Nachrichtenlage und Jungs Aufzeichnungen aus der Bundespressekonferenz. Stefan Schulz ist Soziologe und systemtheoretisch sehr bewandert, was für mich den Reiz dieser Sendung ausmacht.

 [Der Weisheit] – unter meinen Abonnements der thematisch offenste und zugleich unterhaltsamste. Drei Leute und (wann immer möglich) ein weiblicher Gast reden über Gott und die Welt.

Breitband – Medien und digitale Kultur – Eine Stunde Netzkultur und Technologie. Guter Überblick, wenn man keine Lust mehr hat, zahllose Blogs und Twitterfeeds zum Thema zu verfolgen (so wie ich).

Good Fortune – The Immoderate Stoic – ein Podcast, den ich im Zuge meines Interesses für stoische Philosophie abonniert habe. Angenehm weit weg von esoterisch angehauchter Lebenshilfe. Stattdessen viele Zitate aus den Klassikern.